18 Gäste sind zur 40-Jahr-Feier des AWO-Seniorenclubs gekommen. Die Gäste des Treffs sind heute zwischen 79 und 97 Jahren alt. Jüngste in der Runde ist Regina Becker, Älteste Marie Guschelbauer. FOTOS: CHRISTINE FAUERBACH
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18 Gäste sind zur 40-Jahr-Feier des AWO-Seniorenclubs gekommen. Die Gäste des Treffs sind heute zwischen 79 und 97 Jahren alt. Jüngste in der Runde ist Regina Becker, Älteste Marie Guschelbauer. FOTOS: CHRISTINE FAUERBACH

"Von Anfang an ein Renner"

  • vonChristine Fauerbach
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Bad Vilbel(cf). Seit 40 Jahren ist der AWO-Seniorenclub Dortelweil ein beliebter Treffpunkt für ältere Bürger. Seither engagieren sich dort viele Ehrenamtliche. Im Januar 1979 gründete die AWO Bad Vilbel vier Seniorenclubs in der Stadt. Treffpunkte entstanden in der Kernstadt, auf dem Heilsberg, in Dortelweil und Gronau. Einzig der Dortelweiler Seniorenclub besteht bis heute und erfreut sich großer Beliebtheit bei den aktiven Senioren des Stadtteils. Leiterin Hannelore Hisgen konnte zum 40-jährigen Bestehen 18 Gäste begrüßen.

Zu ihnen gehörten die beiden AWO Bad Vilbel-Vorstandsmitglieder, zweiter Vorsitzender Hans-Joachim Hisgen und Schriftführer Klaus Arabin, Clownin Jana Bossecker sowie Ingeborg Falter, Gründungsmitglied und drei Jahre lang Erste Vorsitzende des Dortelweiler Seniorentreffs.

Falter gründete den AWO-Seniorenclub zusammen mit Helga Heidberg. Die Ehemänner der beiden Frauen waren politisch aktiv, sie kamen miteinander ins Gespräch und die Idee entstand, ein Angebot für ältere Mitbürger zu kreieren. "Damals gab es keine Treffs für Senioren", erinnert sich die heute 80-Jährige. Unterstützung für seine Initiative erhielt das Duo vom damaligen Ersten Stadtrat Walter Körber (SPD). Zum ersten Treffen meldeten sich 55 Senioren an, erinnert Hannelore Hisgen in ihrem Rückblick. "Die ältesten Teilnehmer der Anfangsjahre waren noch in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts geboren." Die Gäste des Treffs sind heute zwischen 79 Jahren und 97 Jahre alt. Jüngste in der Runde ist Regina Becker, Älteste Marie Guschelbauer. "Ich habe vor Kurzem im Radio gehört, dass in Deutschland 16 000 Hundertjährige leben", berichtete Hannelore Hisgen. In den vergangenen vier Jahrzehnten konnte der Vorstand, den die Erste Vorsitzende, Ingrid Burgold, Hildegard Reinelt und Evelyne Führer bilden, rund 100 Gäste begrüßen.

Viele Freundschaften entstanden

Alle Senioren halten dem Treff meist viele Jahre lang die Treue. Es entstanden und entstehen unter den Teilnehmern und ehrenamtlichen Betreuern viele Freundschaften, heißt es. Hannelore Hisgen ist seit 1980 im Vorstand des Seniorenclubs aktiv. Sie übernahm die Stelle von Helga Heidberg, die ausschied, weil ihr Mann versetzt wurde. Viele Jahre lang organisierte Judith Steinbrenner zudem erfolgreich Seniorentanz und Seniorengymnastik. Im Mittelpunkt der zweistündigen Treffen stehen Unterhaltung, lockere Bewegungsübungen, anregende Denk- und Gedächtnisspiele, gemeinsames Singen und Lesungen. Erst danach steht das gesellige Beisammensein bei Kaffee und Kuchen auf dem Programm.

Zur schwungvollen Stuhlgymnastik animierte bei der Veranstaltung zum 40-jährigen Bestehen Jana Bossecker, die als Clownin Fou gekommen war. Voller Elan bewegten sich die Senioren gemeinsam mit der 20-jährigen Jana Bossecker im Takt der Musik und einige sangen ausgelassen den Refrain des bekannten Liedes mit. "Gesang und Musik, Freude und Gemeinschaft spielten bereits beim ersten Treffen eine große Rolle", erinnerte sich Ingeborg Falter. Danach las Hannelore Hisgen den Besuchern von Autorin Ingrid Huber die Geschichte "Eigentlich" vor.

Zu den Treffen an jedem zweiten Montag im Monat ab 14.30 Uhr in der Alten Bürgermeisterei in der Dortelweiler Bahnhofstraße ist keine Anmeldung erforderlich. "Neue Gäste sind immer willkommen", sagt Hannelore Hisgen. Sie steht für Fragen telefonisch unter 0 61 01/75 97 und Ingrid Burgold unter 0 61 01/12 86 97 zur Verfügung.

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