Präsentieren die neue Zeitschrift "Bad Vilbeler Spätlese" des Seniorenbeirats (von links): Reinhard Kreuzer, Jörg-Uwe Hahn, Jochen Brings, Iris Stockbauer und Susanne Förster. Praktisch: Die "Spätlese" beinhaltet eine Einlage mit wichtigen Adressen und Kontaktmöglichkeiten, die man sich einfach an die Pinnwand hängen kann und schnell zur Hand hat. FOTO: NIKLAS MAG
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Präsentieren die neue Zeitschrift "Bad Vilbeler Spätlese" des Seniorenbeirats (von links): Reinhard Kreuzer, Jörg-Uwe Hahn, Jochen Brings, Iris Stockbauer und Susanne Förster. Praktisch: Die "Spätlese" beinhaltet eine Einlage mit wichtigen Adressen und Kontaktmöglichkeiten, die man sich einfach an die Pinnwand hängen kann und schnell zur Hand hat. FOTO: NIKLAS MAG

"Spätlese"

Bad Vilbeler Seniorenbeirat stellt neues Magazin "Spätlese" vor

  • vonNiklas Mag
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Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich der Bad Vilbeler Seniorenbeirat getroffen und dabei die erste Zeitschrift für Senioren in der Quellenstadt vorgestellt.

Stühle und Tisch sind weit auseinander geschoben, die Fenster allesamt geöffnet. Das gehört mittlerweile dazu, wenn sich Menschen in Räumen treffen, vor allem, wenn es sich um Risikogruppen handelt. "Da gehören wir dazu und haben uns den Umständen entsprechend in den letzten Wochen zurückgehalten", rekapituliert Reinhard Kreuzer, der Vorsitzende des Bad Vilbeler Seniorenbeirats. Um Platz zu sparen, habe man auch den Beamer weg gelassen, weshalb Beiratsmitglied Jochen Brings die "Bad Vilbeler Spätlese" ohne technische Hilfe vorstellt.

Das ist der Titel der neuen Zeitung für die Senioren der Quellenstadt. Der frühere Journalist hat gemeinsam mit Iris Stockbauer und weiteren Mitgliedern des Seniorenbeirats lange daran gearbeitet. "Vor einem Jahr haben wir darüber gesprochen und versucht, einen griffigen Titel zu finden. Als Weintrinker weiß ich, dass bei Spätlesen das Wechselspiel von Süße und Säure, Harmonie, Eleganz und Reife hervorbringen." Das seien Attribute, die sich alle Anwesenden auch für die Arbeit des Seniorenbeirats wünschen würden.

"Bad Vilbeler Spätlese": Titel in Anlehnung an Wein-Attribute

"Bei den ehrenamtlich Tätigen ist es vor allem die Lebenserfahrung, die ihnen bei ihrem Engagement hilft. Dieses und dessen Ergebnisse sind in der ›Spätlese‹ auf 20 Seiten zusammengefasst", sagt Brings.

Das Magazin stellt verschiedene Bad Vilbeler Gruppierungen vor, darunter Nachbarschaftshilfe und Bürgeraktive, klärt allerdings auch über Friedhofsfahrten während Corona auf und gibt Tipps zur Freizeitgestaltung. Vor allem enthält die "Spätlese" aber auch eine Einlage, die wichtige Adressen und Kontaktmöglichkeiten beinhaltet: "Das ist wie auf unserer Webseite auch. Nach Rubriken sind hier Vereine, Hilfsdienste oder Behörden aufgelistet, so dass jeder die Nummern schnell zur Hand hat", erklärt Iris Stockbauer, die sich hauptverantwortlich um diese Einlage gekümmert hat. Man habe sich im Team bewusst dafür entschieden, diesen Teil des Magazins separat zu halten, denn so könne man sich die wichtigen Nummern ganz einfach an die Pinnwand heften oder gegebenenfalls nachproduzieren.

"Bad Vilbeler Spätlese": Zweite Ausgabe noch nicht geplant

Die Texte im Magazin sind zeitlos gehalten, denn eine zweite Ausgabe der "Spätlese" sei aktuell noch nicht terminiert. Sandra Förster, Fachdienstleiterin im Seniorenbüro der Stadt verkündet, dass 2500 Ausgaben des Magazins bereits in der Stadt verteilt wurden, weitere folgen in den kommenden Wochen. Die "Spätlese" ist unter anderem in Apotheken, Bäckereien sowie städtischen Einrichtungen, darunter die Mediathek oder den Bürgerbüros zu finden.

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte sich Jörg-Uwe Hahn als neuer Sozialdezernent vor. "Es ist meine erste Anwesenheit hier, und ich habe das Erbe gerne übernommen", sagt er. Im April war seine Ehefrau und Sozialdezernentin, Heike Freund-Hahn, nach Krankheit verstorben. "Ich möchte das Amt auf jeden Fall nicht neu erfinden", kündigt Hahn an. Doch habe er auf landespolitischer Ebene im Rahmen seiner Ministertätigkeit bereits viel Erfahrung im sozialen Bereich sammeln können.

Hahn erklärt, er wolle für den Seniorenbeirat immer ein offenes Ohr haben und gemeinsam mit dem Gremium gerade in Zeiten von Corona neue Wege finden, um mit älteren Vilbelern in Kontakt treten zu können. Generell sei es allerdings bemerkenswert, wie viel Hilfsbereitschaft die Vilbeler einander in Corona-Zeiten schon entgegengebracht haben.

Iris Stockbauer war während des Lockdowns dafür zuständig, die älteren Leute in Bad Vilbel anzurufen und zu fragen, ob Hilfe benötigt wird. "Aber die meisten hatten diese schon von ihren Nachbarn angeboten bekommen", erzählt sie. Grundsätzlich habe sie während dieser Zeit den Eindruck bekommen, dass das Miteinander in der Quellenstadt in Krisenzeiten ausgesprochen gut funktioniere. nma

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