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Lilith Schumacher und der Imkerverein suchen Menschen, die Lust darauf haben, im "Bienengrund" mit anzupacken.

Gärtner gesucht

Bad Vilbeler Imkerverein sucht naturverbundene Gärtner

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Der Bienenzuchtverein Bad Vilbel sucht Mitstreiter für eine neu zu gründende Gärtnergruppe. Denn es ist viel zu tun auf dem "Bienengrund", dem 350 Quadratmeter großen Naturgrundstück der Imker.

Es ist immer viel zu tun im Bienengrund", sagt Lilith Schumacher, lehnt sich an die Hacke und blickt sinnend auf die Beete im Garten des Bienenzuchtvereins zu ihren Füßen: Ein Kräuterbeet, ein Küchengarten, der "Bienenschmaus", "Liliths Garten" und ein ganz gemischtes Beet. Weniger gern sieht Schumacher den kriechenden Hahnenfuß, der überall in den Beeten wuchert. "Wenn man ihn nicht rauszieht, nimmt er überhand", sagt sie und bückt sich, um einen Spross rauszuziehen.

"Wir wollen keinen ›aufgeräumten‹ Garten haben, sondern gemeinschaftlich Ideen für einen naturnahen und bienenfreundlichen Garten entwickeln und ausprobieren", sagt Vereinsmitglied Schumacher. Seit zwei Jahren kümmert sie sich um die Beete, die angelegt wurden, als der Bienenzuchtverein Bad Vilbel in 2015 den stark verwilderten Kleingarten übernahm. Die Vereinsvorsitzende Sabine von Trotha hatte die Vision zum gemeinsamen Imkern auf eigenem Grundstück.

2015 Garten übernommen

Damals wurde mit Hilfe von engagierten Bad Vilbeler Flüchtlingen der Wildnis aus Sträuchern, Brennnesseln und Thujabäumen zuleibe gerückt, ein barrierefreier Zugang zum tiefliegenden Garten geschaffen, ein neuer Zaun gezogen und ein überdachter Sitzplatz geschaffen. Vor allem aber haben zehn Bienenvölker eine Heimat im hinteren Teil des Gartens erhalten, und der Rest wurde so umgestaltet, dass Bienen Nahrung finden und auch andere Kleinstlebewesen sich wohlfühlen.

Vereinsmitglied Schumacher geht es bei der Suche nach "Mitgärtnern" nicht einfach nur darum, Hilfe beim Unkraut jäten zu bekommen, sondern Mitgestalter im Garten zu haben. "Ich wünsche mir Menschen, die Lust darauf haben, anzupacken, Zeit hier zu verbringen und Ideen zu entwickeln, was hier wächst und hinein passt", sagt sie. Vorgegeben sei das Prinzip, naturnah und bienenfreundlich zu gärtnern, deswegen dürfen an manchen Stellen durchaus Brennnessel wachsen, stehen Pflanzen nicht in Reih‘ und Glied wie in einem Schrebergarten, und gibt es ein bunt gemischtes Beet mit Sonnenblumen, Astern, Cosmea, Ringelblumen und zwischendrin Gemüse- und Salatpflanzen.

Vorliebe für Kräuter

Schumacher weist auch auf die vielen Biotope hin für Kleinlebewesen und Tiere, die überall im Garten zu entdecken sind: Die Bunjeshecke, in der Igel ihren Winterschlaf halten, die Stein- und Laubhaufen, die Wassertränken, den Komposthaufen und das "Bienenhotel" für Wildbienen und andere Insekten. Im hinteren Teil des Gartens sind die Bienenkästen aufgestellt, in denen zehn Völker sich jetzt langsam auf die kalte Jahreszeit einstellen. "Um die Bienen kümmere ich mich nicht, das ist die Sache der Imker im Verein", sagt Schumacher, die eher ein Händchen für das Gärtnern hat. Sie hat eine besondere Vorliebe für Kräuter entwickelt und ist Aromaexpertin. "Olivenkraut ist wunderbar", sagt sie und zupft sich einen Stängel ab, zerreibt ihn zwischen den Händen, riecht daran und knabbert. Das Kraut habe ein deutliches Oliven-Aroma und schmecke sehr gut in Pasta und Salaten, erklärt Schumacher. Auch Salbei, Pfefferminze und Melisse würden im Kräuterbeet wachsen und Lavendel, am dem die Bienen im Sommer ihre Freude gehabt hätten.

Gartenwerkzeug vorhanden

Angst vor den mit einem Stachel bewaffneten Nützlingen hat Schuhmacher nicht. "Bienen tun nichts, wenn man ruhig bleibt", ist ihre Erfahrung. Ein einziges Mal sei sie bislang gestochen worden, aber nur, weil sich ein Tierchen in ihrem Halstuch verfangen habe und in Panik zustach.

"Im Bienengrund zu gärtnern ist Begegnung mit der Natur und im Rhythmus der Natur", sagt Schumacher und ist sich darin einig mit der Vereinsvorsitzenden von Trotha. Ziel einer Gärtnergruppe sei es, sich regelmäßig zu treffen und gemeinsam im Garten zu arbeiten. Ausreichend Gartenwerkzeuge seien vorhanden und ein kleiner Etat, aus dem Pflanzen zugekauft werden können. Wasser gibt es auch auf dem Grundstück dank einer Gartenpumpe. Die Mitglieder des Imkervereins freuen sich über Interessierte.

Erstes Treffen am 12. Oktober

Ein erster Treff des neuen Gärtnervereins ist am Samstag, 12. Oktober um 10.30 Uhr im Bienengrund, Berkersheimer Weg/Ecke Kurt-Moosdorf-Straße geplant. Wer teilnehmen möchte, sollte sich bei Lilith Schumacher unter 0 163/17 26 654 oder per E-Mail an info@musikdesherzens.de anmelden.

Ein erster Treff des neuen Gärtnervereins ist am Samstag, 12. Oktober, um 10.30 Uhr im Bienengrund, Berkersheimer Weg/Ecke Kurt-Moosdorf-Straße, geplant. Wer teilnehmen möchte, sollte sich bei Lilith Schumacher unter 0 163/17 26 654 oder per E-Mail an info@musikdesherzens.de anmelden. (dos)

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