Segmüller hat in Frankfurt ein kleine Filiale. In Bad Vilbel will er eine große bauen. Doch das wird noch dauern.
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Segmüller hat in Frankfurt ein kleine Filiale. In Bad Vilbel will er eine große bauen. Doch das wird noch dauern.

Nicht vor 2020

Bad Vilbeler Hessentag auf dem Segmüller-Areal

  • Holger Pegelow
    VonHolger Pegelow
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Der Möbelgigant Segmüller kommt nicht so schnell nach Bad Vilbel. Das Areal im Quellenpark soll nun erst einmal für den Hessentag genutzt werden.

Nachdem die im Umland strittige Ansiedlung seit Jahren kontrovers diskutiert wird und schon darüber spekuliert wurde, ob Segmüller überhaupt noch kommt, hat Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr jetzt Kontakt mit der Geschäftsleitung gehabt. In der Haupt- und Finanzausschusssitzung verlas er die Protokollnotiz des Gesprächs. Danach halte Segmüller am Standort Bad Vilbel »weiterhin fest«. Aber es werde »keine kurzfristige Umsetzung der Pläne« geben. Vielmehr werde man »die Planung mit größter Sorgfalt weiterverfolgen«.

Wie aus den Worten des Stadtoberhauptes weiter hervorgeht, wird die Ansiedlung auf keinen Fall vor 2020 erfolgen. Vielmehr hat man sich darauf verständigt, dass die für das Möbelhaus vorgesehenen zehn Hektar westlich der Bahnlinie der Stadt für den Hessentag zur Verfügung stehen. »Wir können diese Fläche für die Hessentags-Arena oder als Parkplatzfläche nutzen«, sagte Stöhr weiter und bewertete die Zusage der Geschäftsführung als »gewaltigen Schritt für das Flächenmanagement zum Hessentag«. Darüber habe er den städtischen Hessentagsbeauftragten Claus-Günther Kunzmann sogleich informiert. Die verbleibende Zeit wolle die Geschäftsführung dazu nutzen, »um ein Konzept für die Ansiedlung nach 2020 zu erarbeiten«.

Bereits im Mai 2010 war bekanntgeworden, dass sich Segmüller im Quellenpark ansiedeln möchte. Der Unternehmen aus dem bayerischen Friedberg möchte ein 45 000 Quadratmeter großes Möbelhaus errichten. Seither wird das Vorhaben im Rhein-Main-Gebiet und in der Stadt kontrovers diskutiert. Hauptpunkt ist des geplante Nebensortiment. Dabei würde Segmüller außer Möbeln auch Haushaltswaren verkaufen. Der Streit dreht sich darum, ob das auf den geplanten 5000 Quadratmetern geschehen darf oder, wie es das Einzelhandelskonzept des Regionalverbandes vorsieht, auf nur 800 Quadratmetern. Denn das Konzept sieht deshalb eine Beschränkung des Nebensortiments vor, um den Einzelhandel in der Innenstadt zu schützen. Dabei geht es nicht nur um Bad Vilbel, sondern um Städte wie Bad Homburg, das von Anfang an gegen eine Segmüller-Ansiedlung Front machte.

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