Sanierungsbedürftig: Seit drei Jahren beschäftigt sich die Stadt nun schon mit der Sanierung der Sporthalle am Sportfeld. FOTO: EICKHOFF
+
Sanierungsbedürftig: Seit drei Jahren beschäftigt sich die Stadt nun schon mit der Sanierung der Sporthalle am Sportfeld. FOTO: EICKHOFF

Millionen-Sanierung

Bad Vilbeler Drei-Feld-Sporthalle bekommt neues Gewand

  • vonPatrick Eickhoff
    schließen

Die mehr als 40 Jahre alte Bad Vilbeler Sporthalle wird nicht nur von Vereinen, sondern auch von Schulen genutzt und muss dringend saniert werden. Das Ganze soll rund sieben Millionen Euro kosten.

Ein neues Foyer, ein Aufzug, neue Kleingruppenräume, eine neue Fassade und ein neues Dach. "Wenn die Sanierung der Drei-Feld-Halle fertig ist, dann wird sie wirken wie eine komplett neue Sporthalle", sagt Baudezernent und Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU).

Die Halle am Sportfeld unweit der Feuerwehr muss dringend saniert werden. "Sie ist mehr als 40 Jahre alt und das merkt man auch", sagt Wysocki. Es sei sehr viel zu machen. "Die Haupttechnik ist aus den 70er Jahren. Das ist alles sehr alt." Der Boden ist beschädigt, das Ausziehen der Tribüne gesperrt. Deshalb steht eine Sanierung bereits seit drei Jahren im Raum. Eine Untersuchung durch ein Ingenieurbüro hat bereits damals ergeben, dass erheblicher Sanierungsbedarf besteht. "Die Halle soll barriefrei werden, die Technik wird neu gemacht, das einzigartige Foyer soll erhalten bleiben. Allerdings wird es für kleinere Veranstaltungen und Kurse auch Kleingruppenräume geben. Damit diese besser erreichbar sind, soll ein Aufzug gebaut werden." Die einzige Halle mit Tribüne in Bad Vilbel werde schließlich auch von Schulen genutzt.

Fertigstellung erst 2023

Die Kosten der allumfassenden Sanierung belaufen sich auf 7,571 Millionen Euro. Im Nachtrag zum Bundeshaushalt 2020 wurde ein Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" bereitgestellt. Dank dieses Programms hofft die Stadt auf eine Förderung in Höhe von drei Millionen Euro. "Das würde uns enorm helfen", sagt Wysocki. "Die Summe der Förderung übertrifft das, was es sonst bisher an Fördermöglichkeiten gab."

Allerdings drängt die Zeit, denn dem Förderantrag muss ein Beschluss der Stadtverordneten beiliegen. Deshalb stand der Antrag auf der Tagesordnung der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Er wurde einstimmig angenommen.

Neubau zu teuer

Doch wieso wird die Halle bei solch hohen Kosten nicht einfach neu gebaut? "Ein Neubau wäre nocheinmal teurer", erläutert Wysocki. Man habe die Zahlen auf Grundlage aktueller Sanierungen und reeller Ausschreibungswerte erheben lassen. "Das ergibt, dass die Sanierung günstiger ist als ein Neubau."

Nach Beendigung der Sanierung soll sich die Sporthalle nicht nur energetisch und anlagentechnisch auf Neubauniveau befinden, sondern auch Barrierefreiheit gewährleisten. Bis die Vereine allerdings in der "neuen" Halle Sport machen dürfen, wird es noch dauern. "Wir rechnen mit der Fertigstellung 2023", sagt Wysocki. "Wir dürfen noch keine Aufträge vergeben bis die Anträge durch sind."

Und was, wenn es keine Fördermittel gibt? "Wir rechnen uns zwar gute Chancen aus, aber dann müssten wir es eben ohne Fördermittel realisieren." Der Handlungsbedarf bestehe schließlich auch ohne Förderung. Auf die Sanierung freut sich der Baudezernent dennoch. Wysocki ist sich sicher: "Die Halle wird nicht wiederzuerkennen sein."

Das Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" ist im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung im Jahr 2015 aufgelegt worden.

Vom Programm gefördert werden investive Maßnahmen - Sanierung und in Ausnahmefällen auch Ersatzneubau - mit besonderer regionaler und überregionaler Bedeutung und sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Integration in der Kommune sowie für die Stadtentwicklungspolitik und den Klimaschutz. wpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare