Bezahlbar wohnen

Vilbeler CDU: Die Mieten sind günstig

  • Holger Pegelow
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Eine Veranstaltung zum Thema »Bezahlbar wohnen« hat die Bad Vilbeler SPD im Stadtparlament gefordert. Doch das wird von der CDU-Mehrheit abgelehnt. Warum?

Eigentlich sollte der Magistrat beauftragt werden, noch in diesem Jahr eine Veranstaltung »Bezahlbar wohnen – wie geht das?« zu organisieren und dazu Vertreter von Kommunen einladen, »die dies erfolgreich planen und umsetzen«. Doch dem von Walter Lochmann in der jüngsten Stadtverordnetensitzung eingebrachten Antrag war keine Mehrheit beschert. Denn die CDU rechnete vor, wie niedrig die Mieten in Bad Vilbel seien und wie viel für den Wohnungsbau in der Stadt schon getan worden sei. Der Antrag der SPD sei »ohne Substanz«.

CDU-Stadtverordneter Andreas Cleve hatte aus dem Immobilien-Scout ein paar Daten zusammengestellt. Demnach beträgt die Durchschnittsmiete in Bad Vilbel zurzeit 10,44 Euro pro Quadratmeter, in Frankfurt dagegen 14,36 Euro, in Bad Homburg 13,78 Euro und in Offenbach 11,58 Euro. Für Karben hatte Cleve 9,61 Euro pro Quadratmeter ermittelt. Die Durchschnittswerte hatte er aus drei bzw. vier Kategorien gebildet: Wohnungen bis 40, bis 80, bis 120 und über 120 Quadratmeter. In Bad Vilbel habe man »vergleichbar günstige Mieten bei Neuvermietungen, die knapp über dem Hessenschnitt liegen«.

Aktuell würden Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge gebaut, und auch Wohnungen für geringe Einkommen seien in der Planung. Auch die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft habe nach Sanierung im Bestand jetzt wieder die Möglichkeit, aktiv zu werden. An die Adresse der SPD gewandt sagte Cleve: »Sie sehen, wir reden nicht, wir handeln.«

Ganz anderer Meinung war die SPD. Der Verkauf von städtischen Grundstücken zu Quadratmeterpreisen im niedrigen vierstelligen Bereich schaffe Wohnraum, der von Normalverdienern oder Arbeitssuchenden nicht zu bezahlen sei. Die städtischen Grundstücke, die zur Bebauung geeignet seien, neigten sich dem Ende zu. Lochmann sagte, es sei endlich Zeit, sich mit Modellen anderer Kommunen zu beschäftigen. Das genau fand die Mehrheit im Parlament aber nicht und lehnte den Antrag ab.

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