So soll das neue Kurparkhotel in Bad Vilbel Ende 2021 aussehen. Zur Nidda-Seite hin gibt es eine Terrasse mit Blick auf den Fluss und die Büchereibrücke. Baustart soll noch in dieser Woche sein. Foto: UP+ Architekten + Stadtplaner
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So soll das neue Kurparkhotel in Bad Vilbel Ende 2021 aussehen. Zur Nidda-Seite hin gibt es eine Terrasse mit Blick auf den Fluss und die Büchereibrücke. Baustart soll noch in dieser Woche sein. Foto: UP+ Architekten + Stadtplaner

Hotel entsteht

Dorint baut Hotel im Kurpark

  • Holger Pegelow
    vonHolger Pegelow
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Der Wetterauer Baudezernent Matthias Walther hat die Baugenehmigung für ein 190-Zimmer-Tagungshotel im westlichen Kurpark Bad Vilbel überreicht. Baubeginn soll noch im November sein.

Bad Vilbel - Zwei Jahre ist es her, da fassten die städtischen Gremien einen weitreichenden Beschluss. Der westliche Kurpark sollte sich massiv verändern. Das alte Hallenbad sollte abgerissen werden, der Parkplatz verschwinden, stattdessen sollte dort eine neue Stadthalle entstehen. Gleichzeitig wurde beschlossen, 3850 Quadratmeter des Kurparks an die Investorenfamilie Schildge zu verkaufen. Sie sollte neben der Stadthalle, die mit dem sanierten Kurhaus verbunden wird, einen Hotelneubau errichten. Denn die Millioneninvestitionen in Bad Vilbels neuer Mitte stehen in Verbindung zueinander.

Nun ist der Neubau der Stadthalle in vollem Gange, das Kurhaus ist eingerüstet. In den nächsten Tagen wird sich die Baustelle dort noch erweitern. Denn die Familie Schildge will entlang der Kasseler Straße mit dem Bau des Hotels beginnen. Ein Pächter dafür ist schon gefunden: die Dorint-Gruppe.

Bad Vilbel: Verbindung zwischen Stadthalle und Kurhaus

Der Magistrat ist an diesem Morgen fast vollständig erschienen, zumindest wäre er beschlussfähig, wie ein bestens gelaunter Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr anführt. Dazu noch reichlich Ehrengäste und vor allem die, auf die es in den nächsten Monaten ankommt. Die Investoren Thomas und Stephan Schildge, Vater und Sohn aus Rüsselsheim. Sie hatten von der Stadt das Grundstück für das Hotel gekauft. Danach wurde immer wieder geplant und umgeplant. Mit dem Suttgarter Architekturbüro Vielmo sei man anfangs in ständigem Kontakt gewesen, sagt Stephan Schildge. Vielmo, das sind die Sieger des Wettbewerbs um den Neubau der Stadthalle und die Verbindung zum zu sanierenden Kurhaus. Die Entwürfe aus Stuttgart hatten die Stadtverordneten und Magistratsmitglieder am meisten überzeugt. Kernstück ist der gläserne Verbindungsbau zwischen Stadthalle und Kurhaus mit Blick auf die Nidda.

Gegenüber der modernen Stadthalle wird nun also ein modernes Hotel entstehen. 180 Zimmer soll es haben, soll teilweise vierstöckig gebaut werden zur Kasseler Straße hin, zweistöckig zum Kurpark bzw. zur Nidda hin. Mit entstehen wird eine Terrasse, die später als Restaurant mit Blick auf den Fluss, den Kurpark und die Büchereibrücke dienen wird.

Bad Vilbel: Tagungsgäste und Touristen

3,2 Millionen Euro hat die Familie Schildge ins Grundstück investiert, gut zehnmal so viel wird sie in den Bau des neuen Hotels stecken. Rund 30 Millionen Euro betrage der Invest, sagt Stephan Schildge.

Von vorneherein haben die Verantwortlichen der Stadt die drei Projekte im Kurpark als miteinander zusammenhängend gesehen. Denn das Hotel ist in erster Linie für Tagungs- und Kongressgäste gedacht, die in der nahen Stadthalle eine Veranstaltung besuchen. Gleichwohl soll sie ebenso das Tourismusgeschäft in der Festspiel- und Quellenstadt beleben. In der offiziellen Pressemitteilung der Unternehmensgruppe E+P liest sich das so: Das neue Hotel werde "beste Voraussetzungen für Kongresse, Tagungen, Geschäftsreisen, Messebesuche oder einfach nur erholsame Wochenenden bieten." Die Möglichkeiten zur geschäftlichen Nutzung werde es "ideal mit dem persönlichen Erholungsfaktor verbinden", ist man sich sicher.

Weil man allenthalben vom Konzept überzeugt ist und auch die planerischen Voraussetzungen vorlagen, ist das Hotelprojekt beim Wetteraukreis innerhalb eines Jahres bearbeitet und die Genehmigung erteilt worden. Denn die Schildges hatten den Bauantrag am 28. November 2018 eingereicht.

Bad Vilbel: Investoren mit "offenen Armen empfangen"

Der Kreisbeigeordnete des Wetteraukreises und Baudezernent Matthias Walther spricht denn auch von einem "großen Meilenstein". Investor Stephan Schildge lobt insbesondere Ehrenstadtrat Klaus Minkel. Man sei hier in Bad Vilbel mit offenen Armen empfangen worden. Es sei eine "sehr vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit" gewesen.

Überzeugt äußert sich auch Dorint-Regionaldirektor Kirsten H.-H. Stolle: "Dorint macht alles richtig, sich hier in Bad Vilbel anzusiedeln." Das hat vor allem Bürgermeister Stöhr mit großer Freude vernommen. Er bezeichnet die Bescheidübergabe als "schönen Tag für Bad Vilbel".

Die ersten Arbeiten sollen noch diese Woche beginnen, fertiggestellt sein soll das Hotel bis Ende 2021, also zusammen mit der neuen Stadthalle. Die Investoren versprechen, "dass wir unser Bestes geben, damit wir Ihnen ein wunderschönes Projekt bauen".

Info: Die Investoren

Für das neue Millionenprojekt im Bad Vilbeler Kurpark haben die Investoren eine eigene Kurparkhotel Bad Vilbel GmbH & Co. KG gegründet. Sie ist Teil der E+P-Gruppe, eine seit über 40 Jahren im gesamten Bundesgebiet tätige Unternehmensgruppe in der Bau- und Immobilienwirtschaft. An einer Stellwand haben die Investoren aufgezeigt, welche Hotelbauten sie bereits bundesweit errichtet haben, darunter an ihrem Stammsitz in Rüsselsheim ebenso wie in Hamburg, Berlin oder Wilhelmshaven.

Für das neue Millionenprojekt im Bad Vilbeler Kurpark haben die Investoren eine eigene Kurparkhotel Bad Vilbel GmbH & Co. KG gegründet. Sie ist Teil der E+P-Gruppe, eine seit über 40 Jahren im gesamten Bundesgebiet tätige Unternehmensgruppe in der Bau- und Immobilienwirtschaft. An einer Stellwand haben die Investoren aufgezeigt, welche Hotelbauten sie bereits bundesweit errichtet haben, darunter an ihrem Stammsitz in Rüsselsheim ebenso wie in Hamburg, Berlin oder Wilhelmshaven.

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