Ronald Agel hört zum Jahresende nach 36 Jahren Dienst beim Bad Vilbeler Grünflächenamt auf. Seinen Job wird er vermissen, sagt er. 	FOTOS: NIKLAS MAG
+
Ronald Agel hört zum Jahresende nach 36 Jahren Dienst beim Bad Vilbeler Grünflächenamt auf. Seinen Job wird er vermissen, sagt er. FOTOS: NIKLAS MAG

INFO

Viele Pläne fürs Vilbeler Grün

  • vonNiklas Mag
    schließen

Bad Vilbel blüht an vielen Stellen und das soll sich in Zukunft noch verstärken. Grünflächenamtsleiter Ronald Agel geht seit 36 Jahren seinem Beruf in Bad Vilbel nach und hört zum Jahresende auf, doch erst sollen noch einige Blumen mehr die Quellenstadt schmücken.

Dem aufmerksamen Bürger sind sie sicherlich schon aufgefallen: Körbe voll mit leuchtenden Blumen, die an zahlreichen Straßenlaternen hängen und Bad Vilbel auf Blickhöhe noch bunter machen. Die Blühampeln sind ganz neu in diesem Jahr. »Viele Leute denken, diese Kästen hätten etwas mit dem Hessentag zu tun, doch das ist nicht so«, weiß Ronald Agel. Er ist der Betriebsleiter der städtischen Grünflächenpflege.

Keine Arragements für den Hessentag

Speziell für den Hessentag habe man keine Blumenarrangements in die Bad Vilbeler Parks gesetzt, lediglich an einigen Wanderwegen unterstützen Zuschüsse der abgesagten Großveranstaltung einige neue Anpflanzungen. »Das werden wir im Herbst angehen«, sagt Agel. »Der Dezernent, Klaus Minkel, unterstützt uns sehr, wenn wir auch mal kreativ werden wollen, wie beispielsweise bei den Blumenampeln. Und wir machen das natürlich gerne, denn den Leuten fällt dann auf, was das Grünflächenamt eigentlich alles tut.«

Für neue Blumenarrangements und Ideen wie eben jene Blumenampeln, bekämen Agel und seine Mitarbeiter meist viel Lob aus der Bevölkerung. Das freut alle Beteiligten sehr. »Das motiviert uns auch«, meint Ronald Agel.

Die Grünflächenpflege ist für den Unterhalt der Vilbeler Parkanlagen, Friedhöfe, Sportanlagen und die öffentlichen Spielplätze zuständig. »Außerdem gehört zu unserem Bereich auch das sogenannte Straßenbegleitgrün«, erklärt der Fachbereichsleiter. Gerade in den Neubaugebieten gewinne dies an Bedeutung, schon seit Dortelweil-West gebaut wurde.

Nun gilt es für das Bad Vilbeler Grün allerdings erst mal, einen womöglich sehr heißen Sommer zu überstehen. Im Herbst wollen Agel und seine Kollegen wieder aktiv werden: »Wir haben vor Kurzem hier auf diesem Streifen einiges gepflanzt. Das soll diese karge Stelle etwas beleben und außerdem sind das alles sehr robuste Pflanzen, die den schattigen Platz aushalten und enorm wichtig für Insekten sind«, beschreibt Ronald Agel und weist auf die vielen frischen Pflanzen auf dem Streifen zwischen Kurpark und Parkstraße hin. »Das sind alles ganzjährige Dauerblühpflanzen.«

Niddaverlauf mit Blumen nachstellen

Die Blumenampeln würden vor dem Winter wieder abgehängt und neben der angesprochenen Bepflanzung einiger Wanderwege im Herbst, haben sich Agel und seine Kollegen etwas Besonderes ausgedacht: »Wir wollen im Burgpark im Herbst den alten Niddaverlauf mit Blumen nachstellen«, beschreibt er. Bekanntlich floss die Nidda einst direkt durch die Alte Mühle und durch den heutigen Burgpark. Auf rund 140 Metern soll der damalige Verlauf mit blau blühenden Pflanzen zu sehen sein. »Wir versuchen, unsere Blühflächen ständig zu erweitern, doch natürlich kostet alles was schön aussieht auch Geld«, weiß Agel.

Um möglichst viel Grün in die Stadt zu bekommen, aber die Stadtkasse zu schonen, bietet die Stadt ab dem Herbst Baumpatenschaften an. »Es wird ein Patenschaftsvertrag geschlossen, der allerdings noch nicht ganz ausgearbeitet ist«, sagt Agel. Gedacht ist daran, dass Vilbeler für 500 Euro eine Baumpatenschaft bekommen und unter anderem leichte Pflegearbeiten und die Bewässerung übernehmen. »Das ist an manchen Standorten aber schwierig, weil nicht genug Wasser in der Nähe ist, und niemand will fünf oder sechs Gießkannen durch die Innenstadt tragen«, sagt er. Man überlege derzeit noch, wie verschiedene Formen der Patenschaft aussehen können. »Wer Interesse hat, kann sich schon bei mir melden, richtig losgehen soll es ab September.«

Weiterhin soll das Arboretum im Burgpark von 16 auf etwa 100 Bäume anwachsen. Dafür haben bereits die Europäische Schule Rhein-Main und die Ahmadiyya-Gemeinde im vergangenen Jahr Bäume gestiftet.

Nach 36 Jahren hört Grünflächenamtsleiter Ronald Agel zum Jahresende auf und geht in den Ruhestand. »Die Arbeit macht mir viel Spaß, aber das Leben besteht ja nicht nur aus Arbeit«, sagt er und lacht. Ihn und seine Frau zieht es dann zurück nach Bad Nauheim in die Nähe der Familie. Einen Nachfolger soll Agel einarbeiten, doch der steht noch nicht fest. nma

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare