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»Vernetzt für Familien« funktioniert prima

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Bad Vilbel (süd). Unter dem Motto »Vernetzt für Familien« haben mehrere Einrichtungen rund um die Christuskirche eine enge Zusammenarbeit nicht nur beschlossen, sondern in den vergangenen Jahren umgesetzt. Nun sei ein vorläufiger Endpunkt einer Entwicklung erreicht, die »auf Verbindlichkeit und Dauer gestellt« sei, sagte Pfarrer Dr. Klaus Neumeier bei einer Präsentation in den Räumen der evangelischen Christuskirchengemeinde, an der alle beteiligten Einrichtungen teilnahmen.

Bad Vilbel (süd). Unter dem Motto »Vernetzt für Familien« haben mehrere Einrichtungen rund um die Christuskirche eine enge Zusammenarbeit nicht nur beschlossen, sondern in den vergangenen Jahren umgesetzt. Nun sei ein vorläufiger Endpunkt einer Entwicklung erreicht, die »auf Verbindlichkeit und Dauer gestellt« sei, sagte Pfarrer Dr. Klaus Neumeier bei einer Präsentation in den Räumen der evangelischen Christuskirchengemeinde, an der alle beteiligten Einrichtungen teilnahmen.

Miteinander vernetzt sind neben der Kirchengemeinde die Kindertagesstätte »Arche Noah«, die evangelische Familien-Bildungsstätte Wetterau, die Krabbelstube »Kleine Strolche« sowie die Schulkinderbetreuung FIBS. Mit einbezogen wurde auch die Initiative »Notinsel«.

Neumeier sagte, »wir wollen ein optimales Umfeld für Familien anbieten« und beispielsweise die Übergänge von einer Einrichtung zur nächsten erleichtern. Für die davon profitierenden Kinder bedeute das Kontinuität. Gabi Tinkl von der Kita ergänzte, »nicht jeder werkelt vor sich hin, sondern wir arbeiten alle zusammen«.

Und wie sieht das in der Praxis aus? Christine Habig, Leiterin der Krabbelstube, und Ruth Homann, Leiterin der Kita, erklärten ihre Zusammenarbeit. 20 Kinder ab einem Jahr besuchen zurzeit die »Kleinen Strolche«, die Kita hat 101 Kinder von zwei bis sechs Jahren in fünf Gruppen, darunter ist eine Integrationsgruppe. Die beiden Einrichtungen nutzen nicht nur ein gemeinsames Außengelände, wo es zu ersten Begegnungen zwischen Krabbel- und Kita-Kindern kommt. Wer die Krabbelstube besucht hat auch Vorrang, wenn es um einen Tagesstättenplatz geht. Das sei für viele Familien beruhigend, sagte Homann. Eine Zusammenarbeit im Übergang gibt es auch mit der Grundschulkinderbetreuung. Außerdem wird den zurzeit 21 Schülern von den Köchinnen der »Arche Noah« das Mittagessen zubereitet. Alle drei Einrichtungen, die im Schatten der Christuskirche untergebracht sind, arbeiten auch mit der Kirchengemeinde zusammen - egal ob es zum Beispiel um die verschiedenen Gottesdienstangebote oder um die Vater-Kind-Wochenenden geht. Christiane Gerken von der FIBS-Betreuungsschule sagte, so hätten die Kinder über Jahre den gleichen Anlaufpunkt.

Doris Mahla von der Familien-Bildungsstätte rückte auch Angebote wie Mutter-Kind-Gruppen in diesen Zusammenhang - weil sie in den Räumen der Kirchengemeinde angeboten werden und so Kontakte entstehen.

Für die Christuskirche sagten Neumeier und Gemeindepädagogin Martina Radgen, die Bildungsarbeit sei in den vergangenen zehn Jahren immer mehr in den Vordergrund gerückt. Somit habe die kirchengemeindliche Familienarbeit auf die Inhalte bezogen einen anderen Charakter bekommen.

Radgen nannte ein weiteres Beispiel für die Vernetzung. Die Jugendfreizeiten aller Altersgruppen würden aufeinander abgestimmt. Der Vorteil für Familien: Geschwisterkinder seien zum gleichen Zeitpunkt mit der Gemeinde unterwegs.

Die Kirchengemeinde biete den Rahmen, Absprachen und Kooperationen müssten die Beteiligten treffen, erklärte Neumeier. Mit der Zeit seien die Verknüpfungspunkte immer intensiver geworden.

Auf die vernetzte Zusammenarbeit macht die Christuskirche mit einem neuen Plakat aufmerksam, in dessen Zentrum drei Generationen einer Vilbeler Familie abgebildet sind.

Neumeier nutzte die Gelegenheit, auf den großen Bedarf an Hortplätzen in der Stadt hinzuweisen. Der Fokus richte sich zurzeit aufgrund der gesetzlichen Vorgaben auf die Krabbelstuben und Hortplätze würden vom Land mit Verweis auf die Ganztagsschule nicht mehr gefördert. Das sei vielen Familien »nicht vermittelbar«. Gespräche mit der Stadt über eine Ausweitung der Hortbetreuung seien gescheitert. Dabei sei alleine bei FIBS die Nachfrage dreimal so hoch wie die zur Verfügung stehenden Plätze.

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