An den Wochenenden ist es im neuen Altstadtgarten deutlich voller als am Montagabend. Die Grünen fordern deshalb eine Verkehrsberuhigung für den Bereich. 	FOTO: NIKLAS MAG
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An den Wochenenden ist es im neuen Altstadtgarten deutlich voller als am Montagabend. Die Grünen fordern deshalb eine Verkehrsberuhigung für den Bereich. FOTO: NIKLAS MAG

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Verkehrsberuhigter Altstadtgarten?

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Die Mitglieder des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses haben sich in ihrer Sitzung unter anderem mit einem Antrag der Grünen, die eine Verkehrsberuhigung in der Frankfurter Straße auf Höhe des Altstadtgartens vorschlugen, befasst. Doch das stieß auf wenig Zustimmung.

S tatt in einem Konferenzzimmer des neuen Rathauses in Dortelweil, tagte der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss am Dienstagabend einige Meter weiter südlich. Im Kultur- und Sportforum ist schließlich genug Platz, um weit genug auseinander sitzen zu können. Doch bis auf die neuen Räumlichkeiten, die Masken und die Anmeldezettel zu Beginn der Sitzung, ist bei der 29. Sitzung des Ausschusses alles wie gehabt.

Den Gastronomen entgegenkommen

Die Grünenfraktion hat einen Antrag formuliert, der sich mit dem Verkehr auf der Frankfurter Straße befasst. »Die Gastronomie kehrt ja langsam wieder ins Leben zurück und die Gastronomen haben sich im Altstadtgarten zusammengeschlossen und bewirtschaften die Fläche gemeinsam«, beschrieb Clemens Breest (Grüne). »Dort zu sitzen ist sehr nett und es wird gut angenommen.«

Mit Wiedereröffnung der Gastronomie rund um das Alte Rathaus in der Quellenstadt hatten mehrere Gastronomen kooperativ den Platz neben dem Alten Rathaus und dem Brunnen- und Bädermuseum mit Stühlen, Tischen und Liegen bestellt, um möglichst viele Tische mit möglichst viel Abstand zueinander zu haben (diese Zeitung berichtete).

Die Resonanz darauf ist allgemein sehr positiv. »Die Aufenthaltsqualität vor Ort könnte durch eine Verkehrsberuhigung erhöht werden«, führte Breest den Antrag aus. »Es war ohnehin ja schon mal im Gespräch, dass nach Fertigstellung aller Maßnahmen in der Frankfurter Straße ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich entstehen soll.« Den Grünen schwebt dabei das Teilstück zwischen der Einmündung Erzweg und dem nördlichen Ende der Rathausbrücke vor. »Die Autos brettern da durch, wenn der Verkehr weniger wird. Teil des Konzeptes ist es, dass sich die Gäste bei den verschiedenen Läden etwas holen können, müssen die Straße also oft queren«, argumentierte Breest weiter.

»Wir wollen den Gastronomen entgegenkommen und für ein höheres Sicherheitsgefühl und höhere Aufenthaltsqualität sorgen.« Der Erste Stadtrat und Verkehrsdezernent Sebastian Wysocki (CDU) antwortete: »Es stimmt, wir haben immer wieder betont, dass wir nach der Attraktivierung der Frankfurter Straße einen solchen Bereich ausweisen wollen.« Das geschehe im Regelfall als Tempo-20-Zone und Piktogrammen auf der Straße, die auf erhöhten Fußgängerverkehr hinweisen. »Zum jetzigen Zeitpunkt macht das aber wenig Sinn, da dieser Bereich in Zukunft noch planerisch und baulich verändert wird«, führte Wysocki aus.

Derzeit werde der zweite Bauabschnitt der Umgestaltung der Frankfurter Straße geplant, der von der Wiesengasse bis vor das Alte Rathaus reicht, Baubeginn solle Anfang 2021 sein. »Außerdem ist die Ausweisung eines solchen Bereichs nur möglich, wenn dessen Länge etwa 500 Meter entspricht«, schloss Wysocki seine Argumentation. »Daran soll es nicht scheitern, wir würden unseren vorgeschlagenen Bereich auch erweitern«, sagte Breest.

Schutzmauer soll Bahnlärm abfangen

Der Ausschuss empfahl mit Enthaltung der SPD und Fürstimmen der Grünen den Stadtverordneten in der kommenden Sitzung den Antrag abzulehnen.

Zuvor hatte sich der Ausschuss unter anderem mit Planänderungen in der Krebsschere und Im Schleid beschäftigt. Viele Änderungen bürokratischer Natur, doch ist nun eine Lärmschutzmauer planungsrechtlich festgelegt, die neben der Riegelbebauung zusätzlich Bahnlärm abfangen soll, genauso ist ein Fuß- und Radweg entlang der Westseite der Bahn geplant, der die Landesstraße 3008 mit einer Brücke übergehbar machen soll.

Am 30. Juni um 18 Uhr tagt die Stadtverordnetenversammlung im Kultur- und Sportforum Dortelweil. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Neubesetzung des Behindertenbeauftragten sowie Anträge der SPD und Grünen zur geplanten Wund-Therme und ein gemeinsamer Antrag von CDU und FDP zur Schaffung von Hundezonen in allen Stadtteilen. nma

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