Unfallflucht alle fünf Stunden

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Bad Vilbel/Wetteraukreis(pob). Ein Autofahrer ist offenbar beim Rangieren am Donnerstag im Gronauer Theodor-Wenzel-Weg gegen einen am Fahrbahnrand geparkten VW gestoßen. Laut Polizei entstanden dabei am Heck des roten Caddy Schäden an Kotflügel und Kofferraumdeckel in Höhe von etwa 1400 Euro. Der Unfallfahrer sei daraufhin geflohen und habe sich nicht um den angerichteten Schaden gekümmert.

Unfallflucht ist jedoch kein Kavaliersdelikt, teilt die Polizei mit. Es handelt sich um eine Straftat, die mit Geldstrafe oder Gefängnis bestraft werden kann. Weitere Folgen sind Punkte in Flensburg, Fahrverbot oder Entziehung der Fahrerlaubnis.

2019 registrierte die Polizei in der Wetterau 1794 Fälle unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Das bedeutet, dass sich etwa alle fünf Stunden ein Unfallbeteiligter aus dem Staub machte. Zu den verzeichneten Fällen zählten sowohl Parkplatzrempler und abgefahrene Außenspiegel, als auch schwere Unfälle mit Verletzten oder Toten, schreibt die Polizei. Dabei handele es sich aber nur um die angezeigten Fälle. Die Dunkelziffer dürfte noch weitaus höher liegen.

Die Motive der Flüchtenden seien erfahrungsgemäß vielfältig. Manch ein Fahrer scheue die Folgen, weil er unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht, ein anderer wegen eines fehlenden Führerscheins. Wieder anderen sei es schlicht lästig, sich um die Schadensregulierung zu kümmern oder sie wollen die Kosten für den angerichteten Schaden nicht tragen..

Etwa 40 Prozent der Flüchtigen konnte 2019 ermittelt werden. Neben der Auswertung von Spuren, gelinge dies oft durch aufmerksame Zeugen, heißt es von der Polizei. So sei es auch am Donnerstag im Theodor-Wenzel-Weg gewesen. Eine junge Frau beobachtete den Parkrempler und informierte die Polizei. Diese konnte dann den Unfallwagen im näheren Umfeld auffinden.

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