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Die Dortelweiler Kerbburschen und Kerbmädels haben am Mittwochabend auf dem Sportplatz rund 500 Tüten für die Heim-Kerb gefüllt.

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Tüten packen für die »Kerb dahaam«

  • VonNiklas Mag
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Bad Vilbel (nma). Dosenweise Feuerwehr-Erbsensuppe türmt sich auf großen Tischen auf, dazu Bierkästen, Dosen, Deko-rationsmaterial und viele andere Utensilien. Knapp 20 Kerbburschen und Kerbmädels sowie weitere Mitglieder des Kerbvereins bilden an den Tischen auf dem Dortelweiler Sportplatz eine Reihe und füllen eine Tüte nach der nächsten.

»Wir haben überlegt, ob wir eine Veranstaltung machen können, haben die Priorität dann aber schnell wieder auf die Tüten gelegt«, sagt Hermann Siewert, Vorsitzender des Kerbvereins, in dem auch die Kerbburschen und -mädels organisiert sind. Im vergangenen Jahr hatten die Dortelweiler Tüten gepackt, damit die Bewohner zu Hause Kerb feiern konnten. »Die Feuerwehr hat uns extra über 400 Dosen Erbsensuppe am Wochenende gekocht. Außerdem haben wir einen Untersetzer mit unserem Logo darin, wieder rot-weißes Deko-Material und einen Ansteckbutton«, erzählt Siewert. Hassia hat die Dosen mit Apfelwein gespendet, das Vereinsheim am Sportplatz dient als Lager für die Tüten.

Erbsensuppe von der Feuerwehr

»Wir werden von allen Seiten toll unterstützt und dafür sind wir sehr dankbar«, betont Siewert und nennt in dieser Reihe auch die Stadt Bad Vilbel und die Feuerwehr.

Die »Kerb dahaam« sei im vergangenen Jahr extrem gut angenommen worden. Zahlreiche Vereine in der Region hätten die Dortelweiler Idee kopiert, berichten die Vereinsmitglieder. »Deshalb nennen wir die Aktion in diesem Jahr »Kerb dahaam Reloaded« und haben uns keinen ganz neuen Namen ausgedacht.« Doch ist Hermann Siewert wichtig: »Das Hauptziel ist natürlich, so bald wie möglich wieder eine richtige Kerb veranstalten zu können. Da führt kein Weg dran vorbei und das werden wir machen, sobald es wieder geht«, bekräftigt er.

Claudia Steinmetz führt die Dortelweiler Kerbburschen und Kerbmädels an und hat die Einpackaktion im Blick. Auch sie bedauert, dass die Kerb nicht wieder normal stattfinden kann: »Es ist sehr viel Herzschmerz dabei, aber es war uns auch wichtig, dass wir überhaupt etwas machen.« Deshalb habe man sich für eine Weiterführung der Tüten-Aktion entschieden. »Auch der Markstand am Samstag ist uns wichtig, da wir uns so eine Woche vor dem Kerbwochenende der Öffentlichkeit mal präsentieren können.«

Am morgigen Samstag wird die Gruppe mit einem Getränkestand auf dem Wochenmarkt auf dem Dortelweiler Platz vertreten sein. 100 Kerbtüten sind dort im Verkauf, außerdem sind weitere Produkte des Vereins zu erwerben. »Die übrigen Tüten verteilen wir dann die Woche drauf beim Kerbsamstag.«

Da werden die Kerbburschen und Kerbmädels zu einem Umzug durch den Ort ansetzen, um Dortelweil mit Musik zu versorgen. Parallel dazu baut der Kerbverein an verschiedenen Stellen Verkaufsstände auf, an denen die übrigen 400 Tüten von den Dortelweilern abgeholt werden können.

»Wir werden dieses Jahr keine Hausbesuche mit den Tüten machen. Unser Umzug läuft sozusagen unabhängig von der Verkaufsaktion«, erklärt Steinmetz.

Dann geht die junge Dortelweilerin wieder zurück zu ihren Kollegen. Denn der Berg mit fertig gefüllten Tüten wird immer größer. Sicherlich kommt die Aktion in diesem Jahr wieder so gut an, die Dortelweiler können zu Hause feiern und ihre private Kerb über die sozialen Medien mit allen anderen teilen.

Zehn Euro kostet eine Kerbtüte. Am morgigen Samstag werden diese auf dem Dortelweiler Wochenmarkt verkauft und am Samstag darauf etwa um 14 Uhr an der Peter-Fleischhauer-Straße an der Alten Grundschule. Um 15 Uhr baut der Kerbverein am 11. September vor der Bäckerei Rumpf auf. Die Anzahl der Tüten ist begrenzt. Weitere Infos unter kerbverein-dortelweil.de/. nma

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