Während des Gottesdienstes auf dem Kerbplatz sprechen auch die Kerbeburschen über ihre Ängste und Sorgen zu Pandemie-Zeiten, aber auch darüber, worüber sie sich freuen können. FOTO: PRIVAT
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Während des Gottesdienstes auf dem Kerbplatz sprechen auch die Kerbeburschen über ihre Ängste und Sorgen zu Pandemie-Zeiten, aber auch darüber, worüber sie sich freuen können. FOTO: PRIVAT

Die Tradition übersteht auch Krisen

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Bad Vilbel(pm). Kann die Gronauer Kerb trotz Corona stattfinden? Das hat sich manch einer in den vergangenen Wochen gefragt. Dass die Gronauer nun nicht ganz auf ihre geliebte Tradition verzichten mussten, ist den 25 aktiven Kerbeburschen zu verdanken: Sie warteten mit einem durchdachten Hygienekonzept auf.

Ihre legendäre Party mit Showeinlagen sagten die Kerbeburschen in Eigenverantwortung zwar ab, aber dennoch: Der Ort wurde blau-gelb geschmückt, der Kerbsamstag startete nach einem Frühstück mit der traditionellen Übergabe der Kerblies und dem Aufstellen des Baumes.

Ein Höhepunkt war der Open-Air-Gottesdienst auf dem Kerbplatz am Sonntagmorgen, findet der Ortsvorsteher Karl Peter Schäfer (CDU). Unter freiem Himmel hielt Pfarrerin Dr. Elisabeth Krause-Vilmar ihre Predigt, der rund 130 Zuhörer in Abstand zueinander lauschten. André Knorr begleitete auf dem Akkordeon, Ortsvorsteher Schäfer las die Fürbitten. Zwei der Kerbeburschen sprachen über aktuelle Fragen und gaben ihren Zuhörern Denkanstöße zur aktuellen Lage mit: "Was macht mir Angst? Worüber freue ich mich? Wie sehe ich die Zukunft?"

Die Besucher wurden beim Einlass registriert und zu ihrem jeweiligen Platz geleitet, zudem wurde auf Abstand und regelmäßige Desinfektion geachtet. Alle Teilnehmer trugen vorbildlich ihren Mund-Nasen-Schutz und verließen das Areal nach Ende des Gottesdienstes geordnet nach Sitzreihen. Der Gronauer Ortsvorsteher ist stolz auf die Kerbeburschen. Er betont: "Sie haben mit ihrem Engagement ein klares Signal gesetzt: Die Gronauer Kerb ist keine beliebige Veranstaltung, die man einfach so ausfallen lassen kann." Im Gegenteil: Die Tradition "Kerb" könne auch eine weltweite Krise überstehen. "Es macht persönlich Freude, so eine tolle Truppe auch in schwierigen Zeiten zu unterstützen", sagt Schäfer. Sein besonderer Dank gilt zudem Pfarrerin Krause-Vilmar: "Alle Besucher haben den Gottesdienst sehr genossen - wie übrigens das gesamte Kerb-Wochenende."

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