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Peter Beltz, Klaus Splittdorf und Wolfgang Knipf sind zufrieden damit, wie viele Äpfel am Sonntag durch die Kelteranlage laufen.

4,8 Tonnen Äpfel verarbeitet

Bad Vilbel (nma). Der Bad Vilbeler Obstbauverein lädt immer im Spätsommer zum Keltern in die Quellenstadt ein. Das Mainäppelhaus vom Lohrberg bringt die mobile Kelterei mit, damit alle, die Äpfel in Massen zu Hause haben, diese zu flüssigem Gold machen können.

Autos mit Anhängern voller Äpfel, begeisterte Kinder und mit Säcken beladene Menschen prägen das Bild am Sonntagnachmittag auf dem Festplatz. Auch viele Interessierte, die sich im Testzentrum angemeldet haben, nutzen die Gelegenheit, um einen Blick auf die große Keltermaschine zu werfen. »Die Leute standen heute Morgen um halb neun schon hier und wollten loslegen. Wir sind begeistert«, freut sich Peter Beltz, Vorsitzender des Obstbauvereins. Immer im September organisiert der Verein die große Kelteranlage aus Frankfurt, um Apfelbesitzern die Möglichkeit zu geben, ihre Äpfel zu verflüssigen. »Die Ernte dieses Jahr war leider nicht so gut. Es war viel zu lange kalt, deshalb sind die Äpfel nicht schnell genug reif geworden«, bedauert der Vorsitzende. »Deshalb sind wir wirklich zufrieden damit, wie es läuft.« Die mobile Kelterei des Mainäppelhauses ist im Spätsommer und Herbst im Dauereinsatz. Zwischen Ende August und Ende Oktober steht die Maschine jeden Tag an einem anderen Ort, vom Odenwald bis Nidderau. Denn eine industrielle Obstpresse ist der einzige Weg für viele Streuobstwiesenbesitzer, ihre Äpfel zu verwerten.

Das Aufstellen in Bad Vilbel lohnt sich immer, so auch 2021. Am Abend zieht Peter Beltz Bilanz: »Die Leute kamen sogar aus dem Odenwald nach Vilbel gefahren. Es war wirklich viel los.« Auch die Zahlen können sich sehen lassen: »Insgesamt wurden 4,8 Tonnen Äpfel verarbeitet. 3500 Liter wurden produziert«, teilt der Vorsitzende des OBV mit.

Der kleine Bad Vilbeler Verein pflegt einen eigenen Lehrgarten im Vilbeler Wingert. Dazu gehören Schnittkurse und der jährliche Kampf gegen die Apfel-gespinstmotte, die die Obstbäume auf den Streuobstwiesen und auch im Lehrgarten des Vereins bedroht.

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