Therme Bad Vilbel:

Therme Bad Vilbel: Größer, später und teurer

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Ursprünglich war einmal vorgesehen, dass das Kombi-Bad Ende dieses Jahres öffnen sollte. Doch der Zeitplan ist gewaltig durcheinander geraten. Allerdings zum Vorteil der künftigen Badegäste.

Ursprünglich war einmal vorgesehen, dass das Kombi-Bad Ende dieses Jahres öffnen sollte. Doch der Zeitplan ist gewaltig durcheinander geraten. Allerdings zum Vorteil der künftigen Badegäste, wie Stadtrat Klaus Minkel einmal in einer Stadtverordnetensitzung gesagt hat.

Die Zeitverzögerung bei dem gigantischen Badprojekt zwischen dem Schulzentrum und der B 3 hatte mehrere Gründe. Lange hatte der 78-jährige »Bäderkönig« Josef Wund auf die Baugenehmigung warten müssen. So hatte das Kreisbauamt im vergangenen Jahr Nachbesserungen sowohl beim Brandschutzkonzept als auch beim Thema Barrierefreiheit gefordert. In diesem Sommer sorgte dann noch ein Rebhuhn-Pärchen für Verzögerungen. Denn zunächst mussten Mitarbeiter der Naturschutzbehörden das Gelände im verlängerten Massenheimer Weg begutachten.

Baubeginn am 15. Januar

Und dann kam hinzu, dass Investor Wund in den zurückliegenden drei Jahren die Pläne mehrmals geändert hat. Im letzten Entwurf etwa ist der Bereich der sogenannten Galaxy-Rutschen verdoppelt worden (die WZ berichtete). Die Umplanungen dafür nahmen Zeit in Anspruch, und Platz. Deshalb musste die Energiezentrale aus dem Badkomplex ausgelagert werden und soll nun ein eigenes Gebäude erhalten. Dafür müssen die Gremien aktuell noch einen Bebauungsplan auf den Weg bringen.

Der Badkomplex soll nach Angaben von Erstem Stadtrat Sebastian Wysocki in drei großen Abschnitten gebaut werden: Zuerst soll das neue Kommunalbad mit acht 25-Meter-Bahnen entstehen, samt Sportbad. Danach entsteht die Therme, und zum Schluss Freibad und Hotel. Auf dem rund 15 Hektar großen Gelände an der B 3 wird es ein sogenanntes Tropenparadies mit Saunenwelt und Galaxy-Rutschenparadies geben. 15 Saunen und 28 Rutschen sollen entstehen. Nach der Planung der Wund-Gruppe sieht der Zeitplan folgendermaßen aus: Am 15. Januar soll mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden, also der Verlegung von Kanälen und Leitungen.

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Das sogenannte Regenwassermanagement kommt Anfang März, und Mitte März soll der Startschuss für das Sportbad fallen. Dieses Bad, auch Kommunalbad genannt, wird das bisherige, in die Jahre gekommene Hallenbad im Kurparkablösen. Dieses soll mit Beginn der kommenden Freibadsaison geschlossen werden. Das Sportbad soll im Juli 2019 eröffnet werden. Mit Beginn des neuen Schuljahres im August übernächsten Jahres soll dann das Schulschwimmen wiederaufgenommen werden.

Für Dezember 2019 ist die Eröffnung der Galaxy-Rutschenwelt vorgesehen. Die Therme mit ihren Saunen und weiteren Einrichtungen wie etwa dem »Palais Vital«, also dem Wellness- und Gesundheitsbad, ist für Ende 2020 vorgesehen.

Hotel mit 200 Zimmern geplant

Geplant ist ebenso der Bau eines Hotels, das Teil des Badekomplexes werden soll. 200 Zimmer soll es haben. Daneben will Investor Wund noch ein weiteres Parkhaus errichten. Hotel wie Parkhaus werden sich den Planungen zufolge südlich des Thermal- und des Sportbades befinden.

+++ Wieder neue Pläne: Riesenrutsche statt Heizzentrale +++

Da der Bad- und Hotel-Komplex ständig gewachsen ist, steigt auch die Investitionssumme. War anfangs noch von 120 Millionen Euro die Rede, gibt die Wund-Gruppe selber jetzt bereits 200 Millionen Euro als Investitionssumme für das Bad Vilbeler Riesenprojekt an. Die Stadtwerke sind aber nicht mehr, wie zunächst geplant, mit 42 Prozent an den Baukosten beteiligt. Für das Kommunalbad soll der Immobilien-Eigenbetrieb rund acht Millionen Euro zahlen. Weitere 17 Millionen Euro sind fällig für zwei der drei Parkhäuser mit knapp 2000 Stellplätzen sowie die Zufahrtsstraßen.

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