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Mit Headset und Kamera demonstriert Schulleiter Markus Maienschein, was sich an der Kennedy-Schule alles getan hat. Im Hintergrund stehen Nanette Pilatus vom Elternbeirat und Daniel Schneider vom Förderverein.

Technisch auf Vordermann gebracht

  • vonPatrick Eickhoff
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Bad Vilbel (wpa). Die Corona-Pandemie hat auch die Schulen vor besondere Herausforderungen gestellt. Viel Zeit bleibt da oftmals nicht, gewisse Dinge in die Tat umzusetzen, wie der Schulleiter der Bad Vilbeler John-F.-Kennedy-Schule, Markus Maienschein, berichtet. »Mittwochs tagen die Länderchefs, Donnerstag oder Freitag kommt die E-Mail, was ab der kommenden Woche gelten soll.

Das ist nicht immer leicht.«

Kameras und Mikrofone gekauft

Mit Geldern vom Wetteraukreis, dem Förderverein und dem Lions Club hat sich die Haupt- und Gesamtschule mit Förderschwerpunkt den Klassenräumen gewidmet. »Um das Home- beziehungsweise Videoschooling zu bewerkstelligen«, wie Maienschein berichtet. »Die Lehrer sind in der Schule, nutzen angeschaffte Mikrofone und Kameras. Wir haben den Schülern Tablets zur Verfügung gestellt. Wer daheim kein Internet hat, dem haben wir noch die passende Sim-Karte besorgt. Wir erhalten viel positives Feedback.«

Daniel Schneider vom Förderverein und Schulelternbeirat hat gleich zwei Kinder, die auf der Kennedy-Schule sind. Er sagt: »Es gibt immer Höhen und Tiefen aber die Schule hat das wirklich super hinbekommen.«

Leiter Maienschein sagt, man habe von Anfang an versucht, viele der technischen Probleme rauszunehmen und in den Griff zu bekommen. »Wir haben sehr technikaffine Kollegen dabei. Die Räume sind ausgestattet. Wir hatten einen Stromausfall, dafür können wir dann halt nichts«, sagt er und lacht. Der Zusammenhalt sei groß. »Es wird sich geholfen, wo es nur geht.«

Nanette Pilatus vom Elternbeirat gibt zu, dass es am Anfang durchaus »eine Herausforderung gewesen ist, mit den technischen Anforderungen klar zu kommen«. Da müssen man am Anfang eben durch. Pilatus betont: »Die Unterstützung der Schule bei all diesen Themen ist nach wie vor groß. Der Unterricht gut eingeteilt und strukturiert. Ich bin begeistert, wie gut das mittlerweile läuft.«

Daniel Schneider ergänzt, dass im Vergleich zum reinen Homeschooling die Präsenzpflicht der Schüler ein Vorteil sei. »Das erleichtert natürlich einiges.« Nanette Pilatus schließt sich an. »Wenn die Schüler nur Aufgaben bekommen haben, musste man viel mehr schauen, wann erledigen sie ihre Aufgaben? Schaffen sie es überhaupt? Jetzt haben sie eine Pflicht, die auch streng kontrolliert wird. Das finde ich gut.«

Eltern bedauern Wechselunterricht

Deshalb bedauern es alle drei, dass seit dieser Woche die ersten Schüler der fünften und sechsten Klassen wieder wechselweise in die Schule müssen. »Ich finde es schade, dass es so vorgeschrieben ist, denn das System läuft klasse. Das hätte ruhig noch einmal weitergehen können«, sagt Pilatus. Maienschein sagt, dass die Schule da leider keinen Einfluss darauf habe. »Diese Entscheidung dürfen wir nicht treffen.« Der Schulleiter hätte auch gerne den Tag der offenen Tür in einer Art Präsenzveranstaltung abgehalten. »Aber das haben die Zahlen leider nicht zugelassen. Wir haben aber extra Videos gedreht und Material zur Verfügung gestellt. Das ist alles noch auf unserer Homepage zu finden.«

Alle Informationen zur Schule sind unter dem Link wir-von-der-kennedy.de zu finden.

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