gaed_ndv_SummerEmotionsAu_4c_1
+
Daniel Schneider hat das Summer Emotions Festival vor einem Jahr ins Leben gerufen. 250 Stühle hat das Land für die diesjährige Auflage des Festivals auf dem Dortelweiler Platz gestiftet. Aktuell ist der Aufbau im Gange.

Summer Emotions starten morgen

Morgen Abend startet das Summer Emotions Festival in Dortelweil. Zum zweiten Mal erst, denn das kulturelle Highlight war von einem Jahr von Eventtechniker Daniel Schneider ins Leben gerufen worden, um Künstlern und Technikern Arbeit und den Vilbelern noch mehr Kulturprogramm bieten zu können. Der Aufbau ist in den letzten Zügen.

Das Festivalgelände auf dem Dortelweiler Platz nimmt mehr und mehr Form an. Am Standort der Bühne wird gewerkelt, und Fahrzeuge fahren auf den Dortelweiler Platz und kurz danach wieder davon. Viel Baumaterial liegt herum, Zelte stehen am Rand, und immer wieder schallen Rufe der Aufbauenden über den Platz.

Während Daniel Schneider einen großen Lastwagen auf die Fläche fährt und damit rangiert, machen die drei verantwortlichen Gastronomen eine kurze Mittagspause vom Aufbau ihrer Gastro-Zelte. Petar Arsenic (Lindenhof), Gian Pöschko (Apfelkern und Kolibri) und Tim Wegge (Genusserie) werden während des Festivals in zwei großen Zelten für die Verpflegung der Gäste sorgen: »Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig und wir wollen alles etwas eleganter machen«, so Wegge. »Ofenkartoffeln mit Lachs oder Mango, Curry und süße Flammkuchen zum Beispiel«, zählen die drei Gastronomen auf. Vegan und Fleisch - alles soll vertreten sein. »Dazu haben wir noch gute Weine. Ziel ist es, das Festival in den kommenden Jahren immer mehr auch zu einem Genuss-Fest zu machen«, sagt Tim Wegge. 250 Stühle befinden sich in dem Lkw, den Daniel Schneider eingeparkt hat. Diese konnte sich das Festival dank eines Zuschusses des Landes Hessen leisten. Schneider bekam durch das Programm »Ins Freie« des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Geld für Investitionen und für zwei Techniker. »Der eine ist Tontechniker und kümmert sich darum, der andere ist für das Licht verantwortlich und stellt uns jetzt noch eine große LED-Wand auf«, sagt Schneider und weist in Richtung Bühne, die am gestrigen Mittag zwar noch nicht in voller Größe, aber schon erkennbar auf dem Dortelweiler Platz steht.

»Ich bin sehr dankbar für das Förderprogramm und für die Spenden, die unser Verein bekommen hat. Kult-Net nennt sich dieser, ist ganz frisch gegründet und dieses Jahr offizieller Ausrichter des Festivals in Dortelweil. »Ein Praktikant hilft auch noch beim Aufbauen, Dieter Becker, der mit seinem Varieté auftreten wird, kümmert sich gerade um die Banner an der Außenwand«, zählt der Eventtechniker auf.

Bis zum heutigen Abend sollen alle Stühle stehen, damit das Festival am Freitag starten kann. »Mich haben schon Leute angerufen und mir von ihren Sorgen berichtet, dass es regnen könnte«, schildert der Veranstalter und kann beruhigen: »Aber da muss sich niemand Sorgen machen. Ich übernehme das Motto vom Open -Air-Kino: Wir spielen bei jedem Wetter.«

Sollte es wirklich zu stark regnen, können die Veranstaltungen auf der Bühne auch kurz unterbrochen werden, das große Vordach des Kultur- und Sportforums und die Säle darin bieten Zuschauern genug Schutz. Zudem ist das Bad Vilbeler Publikum bekanntlich Open-Air-erprobt. In den letzten beiden Aufbautagen gibt es für die Arbeiter auf dem Dortelweiler Platz viel zu erledigen, doch der Zeitplan wird eingehalten: »Wir wollen heute mit der gesamten Technik fertig werden, und auch die Gastronomie soll heute Abend fertig aufgebaut haben«, meint Schneider. Eigentlich könne nicht mehr viel schief gehen, es sei denn, es fallen Sturzbäche vom Himmel.

Das Festival soll auch in den kommenden Jahren stattfinden, erzählt Schneider. Mit dem Vorverkauf in diesem Jahr sei er bislang sehr zufrieden. Ein kurzer Trailer auf der Webseite macht bereits jetzt Lust auf das zehntägige Festival, das mit 22 Veranstaltungen gefüllt ist. Darunter finden sich Bands, aber auch Literatur und Vilbeler Schüler, die unter anderem eine Physik-Show vorbereitet haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare