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Ernennung mit besonderen Vorkehrungen: Der neue Sozialdezernent Jörg Uwe-Hahn (l.), Stadtverordnetenvorsteher Herbert Anders (M.) sowie Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr nehmen die Maskenpflicht ernst. FOTO: EICKHOFF

Stühlerücken bei der FDP

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Bad Vilbel(wpa). Maskenpflicht, Tische in gehörigem Abstand, Desinfektion des Rednerpults nach jedem Beitrag. Es war ein ungewohntes Bild, was sich den Besuchern der Bad Vilbeler Stadtverordnetenversammlung im Dortelweiler Sport- und Kulturzentrum bot. Die ersten zwei Punkte verbrachte Jörg Uwe-Hahn (FDP) noch dort, wo er immer saß: Auf seinem Sitzplatz in Reihen der FDP-Fraktion. Doch nach wenigen Minuten folgte seine offizielle Ernennung zum ehrenamtlichen Sozialdezernenten. Damit tritt er das Erbe seiner kürzlich verstorbenen Ehefrau Heike Freund-Hahn an. Nachdem Hahn seinen Amtseid leistete ging es für den FDPler nicht zurück auf seinen Sitzplatz, sondern neben Ersten Stadtrat Sebastian Wysocki - mit Blick in die andere Richtung. Glückwünsche nahm er aus der Distanz entgegen. Die Stadtverordneten hielten sich vorbildlich an die Abstandsregel.

Hahns Platz in der Fraktion nimmt der Bad Vilbeler Architekt Marcus König ein. Der ehemalige Leitende Schulamtsdirektor Erich Schleßmann wird künftig den Vorsitz der Fraktion übernehmen. Gleichzeitig wird er der Vertreter der FDP im Haupt- und Finanzausschuss. Thomas Reimann bleibt stellvertretender Fraktionsvorsitzender, übernimmt das Amt eines der stellv. Stadtverordnetenvorsteher und wechselt in den Sozialausschuss.

Appell für weniger Eigenvermarktung

Nachrücker Marcus König übernimmt die Aufgabe des Bau-, Planungs- und umweltpolitischen Sprechers der Bad Vilbeler Liberalen im entsprechenden Ausschuss und im Parlament.

Der neue Fraktionschef Schleßmann betont: "Ich erhoffe mir, dass wir künftig stringenter und weniger zur persönlichen Eigenvermarktung in der Stadtverordnetenversammlung debattieren. Das Parlament hat zwei Aufgaben. Zum einen muss es die zentralen Entscheidungen für die Politik der Stadt Bad Vilbel von Haushalt bis Bebauungsplänen vornehmen. Zum zweiten muss das Parlament den Magistrat kontrollieren. Beides kann man sachlich und fachlich leisten, ohne immer wieder auf die emotionale Karte zu setzen", sagt Schleßmann.

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