Begehrter, aber gefährlicher Nistplatz: Storchenpaar auf einem Querträger.
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Begehrter, aber gefährlicher Nistplatz: Storchenpaar auf einem Querträger.

Nester auf Querträgern

Stromschlag tötet Storch

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Auf dem Fahrradweg zwischen Gronau und Karben finden Naturschützer einen toten Weißstorch - leider nicht zum ersten Mal.

Bad Vilbel/Karben - Ein Knall verbunden mit einem Blitz bei einem Starkstrommast hat in der vergangenen Woche Fußgänger, die auf dem Fahrradweg von Gronau Richtung Karben unterwegs waren, erschreckt.

Auf den Querträgern des Masten haben fünf Brutpaare des Weißstorchs ihr Nest gebaut.

Bei einer Kontrolle durch den Nabu Karben fanden die Naturschützer dann einen toten Weißstorch, der offensichtlich einem Stromschlag zum Opfer gefallen war. »Solche Todesfälle sind bei Großvögeln nicht selten und auch in Gronau war schon einmal ein Storch Opfer der Hochspannungsleitung«, teilt der Nabu mit.

Toter Storch: Naturschützer finden erschreckenden Gegenstand in Magen des Storchs

Querträger von Masten sind bei Störchen begehrte Nistplätze. Der Todesfall zeigt aber, dass sie auch gefährlich sind, da die Störche im Flug wenig wendig sind und deshalb beim Nestanflug leicht an stromführende Teile geraten können. Beim aktuellen Todesfall kam eventuell ein zusätzlicher Aspekt zum Tragen: Im Magen des Storches fanden die Naturschützer bei der Sektion einen fünf Zentimeter langen spitzen Dorn, der die Magenwand durchbohrt hatte und die Nahrungsaufnahme behinderte, so dass der Vogel vermutlich geschwächt war.

Der Weißstorch ist nicht der erste seiner Art, der in der Wetterau verletzt und tot aufgefunden wurde. Erst vor Kurzem wurde ein Storch durch Schüsse schwer verletzt. Auch dieses Tier wurde nicht zum ersten Mal verwundet.

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