Im Trend: Immer mehr Menschen in Bad Vilbel sind mit dem Fahrrad unterwegs. 	FOTO: PRIVAT
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Im Trend: Immer mehr Menschen in Bad Vilbel sind mit dem Fahrrad unterwegs. FOTO: PRIVAT

Straßen entlasten, Radverkehr fördern

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Bad Vilbel (pm). Die hohe Lebensqualität der Stadt sichern - bei steigenden Einwohnerzahlen und immer mehr Verkehr im Rhein-Main-Gebiet: Das ist aus Sicht der Bad Vilbeler CDU eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre und Jahrzehnte. »Das Mehr an Verkehr muss intelligent organisiert werden, um die Bürger zu entlasten. Diese Organisation muss auf Fakten basieren und alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigen«, erklärt Oliver Junker, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Stadtparlament.

Deshalb hat die Union nun ein 15-seitiges Mobilitätskonzept für die Quellenstadt vorgelegt. Der Ansatz: Bad Vilbel von Durchgangsverkehr entlasten, dabei auch die Situation in den Stadtteilen im Blick behalten und gleichzeitig Angebote für Pendler machen. »Parallel dazu müssen Handwerker und Lieferanten Bad Vilbel weiterhin gut erreichen können: Auch das gehört zu einer leistungsfähigen und urbanen Mobilität«, so Junker.

Die CDU hat ihr Konzept in vier Abschnitte gegliedert: »Autoverkehr lenken«, »Bus und Bahn attraktiver machen«, »Radverkehr ausbauen« und »Fußgänger schützen«. »Ziel ist es, die Zahl der Autos in unserer Stadt zu verringern«, sagt Sebastian Wysocki, stellvertretender CDU-Vorsitzender und Erster Stadtrat. Das soll erreicht werden, indem Bus und Bahn noch attraktiver werden und das Fahrrad weiter gefördert wird.

Forderung: Neue Südumgehung

Trotz des Wandels bei der Mobilität komme dem Auto nach wie vor ein hoher Stellenwert zu, so die CDU. Um die Nordumgehung L 3008 zu entlasten, fordert die CDU den Ausbau der B 521 und den Bau einer neuen »Südumgehung«. Die CDU kämpfe außerdem für einen zügigen vierspurigen Ausbau der B 3 zwischen Massenheim und Wöllstadt sowie für eine eigene Abfahrt der B 3 zur geplanten Thermenwelt. Auch eine stetige Ausweitung des Carsharing-Angebots, ein intelligentes Parkraum-Management-System und mehr E-Ladesäulen im Stadtgebiet seien Teil des Konzepts.

Ein weiterer wichtiger Baustein müsse dabei der öffentliche Nahverkehr sein. »Wir wollen mehr und bessere Angebote bei Bussen und Bahnen«, sagt Junker. Die CDU setze sich deshalb für eine rasche Ausweitung der Fahrzeiten der Vilbus-Linien abends und am Wochenende ein. Die Linienführung soll optimiert werden. Weitere Forderungen: Prüfung der Verlängerung der Straßenbahnlinie 18 nach Bad Vilbel, der rasche Ausbau der Niddertalbahn und eine neue Expressbuslinie von Bad Homburg in die Quellenstadt. Zudem will die CDU alle Bushaltestellen barrierefrei umbauen.

Auch dem Fahrrad komme im Konzept eine wichtige Rolle zu. Wysocki: »Wir wollen die Nutzung des Fahrrads attraktiver und sicherer machen und neue Mobilitätsformen fördern und integrieren, beispielsweise E-Scooter.« Die Union will deshalb das begonnene Radverkehrskonzept fortschreiben. Weiterhin setzt sie sich für mehr Abstellplätze und Piktogramme zum Schutz von Radlern ein. »Außerdem fordern wir einen Radschnellweg nach Frankfurt. Diese sogenannten Premium-Routen sind wichtige Bausteine, um den Radverkehr für Pendler noch attraktiver zu machen«, betont Wysocki. Ein erster Schritt sei bereits gemacht: Die Stadt beteiligt sich an einer entsprechenden Machbarkeitsstudie. Die Ergebnisse dieser Studie sollen Anfang 2022 vorliegen.

Aktionen für sichere Schulwege

Die CDU will nicht zuletzt den Fußgängerverkehr stärker fördern. Ein Schwerpunkt soll dabei auf besonders schutzbedürftigen Verkehrsteilnehmern liegen, Älteren und Kindern. »Wir wollen gemeinsam mit den Schulen, den Elternbeiräten, der Polizei und der Stadtverwaltung das Aktionsprogramm ›Sicherer Schulweg‹ auf den Weg bringen. Ziel ist es, sich gemeinsam einen Überblick zu schaffen und Potenziale für Verbesserungen zu identifizieren«, erklären Wysocki und Junker.

Weiterhin haben sich die Christdemokraten vorgenommen, eine neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke zwischen den Wohngebieten »Im Schleid« und »Krebsschere« über die L 3008 schaffen, damit Fußgänger und Radfahrer die Straße künftig sicherer und bequem überqueren können. Zudem sollen Stolperfallen auf der Frankfurter Straße beseitigt und Lücken im Fußwegenetz geschlossen werden. Das gesamte Konzept ist online auf der Homepage unter www.cdu-bad-vilbel.de/unsere-themen zu finden.

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