Stadtentwicklungskonzept schreitet voran

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Bad Vilbel (pm). Bad Vilbel ist 2018 in das Städtebauförderprogramm »Lebendige Zentren in Hessen«, damals noch »Aktive Kernbereiche in Hessen« aufgenommen worden. Im Mittelpunkt des Förderprogramms stehen der Erhalt und die Entwicklung lebendiger und identitätsstiftender Innenstädte und Ortskerne, um sie auch künftig als Orte der Begegnung, des Austauschs und der Identifikation für alle Menschen zu erhalten. Grundlage bildet das »Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept«, kurz ISEK.

Was ist das ISEK?

Das ISEK stellt die Grundlage der Programmumsetzung dar, in dem ein Fördergebiet festgelegt und Projekte zusammengestellt werden, die innerhalb von rund zehn Jahren umgesetzt werden sollen. Für das ISEK wurde eine Bestandsaufnahme durchgeführt. Darauf aufbauend wurden die Stärken und Schwächen der Stadt Bad Vilbel identifiziert, woraus ein Leitbild sowie Ziele und Handlungsfelder abgeleitet wurden. Hierfür wurden in einem weiteren Schritt Maßnahmen erarbeitet, die zur Umsetzung des Leitbildes und der Ziele beitragen. Bereits während der Erarbeitungsphase des ISEK wurde wegen des Hessentages 2020 mit ersten Maßnahmen begonnen. Dazu gehört etwa die Arbeiten an der Umgestaltung der Frankfurter Straße. Außerdem nahm die FIRU mbH aus Kaiserslautern ihre Arbeit als Kernbereichsmanagement, ebenfalls eine Maßnahme aus dem ISEK, auf.

Das Bereichsmanagement

Die Einrichtung eines Kernbereichsmanagements ist für Kommunen, die sich im Programm der Städtebauförderung befinden, obligatorisch. Die Zuständigkeit erstreckt sich dabei etwa auf folgende Aufgaben: Sicherstellung der Programmumsetzung vor Ort, Umsetzung der Ziele aus dem integrierten Stadtentwicklungskonzept, Koordination und Bündelung weiterer Aktivitäten zur Kernbereichsentwicklung durch private Dritte oder andere öffentliche Stellen, Steuerung des komplexen Prozesses der Kernbereichsentwicklung, Beratung zu den im ISEK festgelegten Förderprogrammen

Die Bereiche

Damit die Umsetzung der Maßnahmen räumlich fokussiert werden kann, wurde ein räumlicher Geltungsbereich abgegrenzt. Der Bereich erstreckt sich entlang der Nidda und schließt im Süden die Frankfurter Straße und im Norden die Parkbereiche und die Wohngebiete zwischen der Kasseler Straße und der Friedberger Straße ein.

Die Lokale Partnerschaft

Die Lokale Partnerschaft, kurz LoPa, wurde zu Beginn der Erarbeitungsphase gebildet. Sie setzt sich aus im Kernbereich aktiven Vertretern und Akteuren aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Die LoPa stellt eine intensive Einbindung und Vernetzung der örtlichen Akteure dar, wodurch die unterschiedlichen Interessen koordiniert, Eigeninitiativen von Privaten geweckt und unterstützt sowie die lokalen Ressourcen gebündelt werden. In regelmäßigen Treffen werden aktuelle Themen besprochen, Projekte erarbeitet und über Förderanträge im Rahmen des Verfügungsfonds entschieden.

Die Förderprogramme

In diesem Jahr werden nach voraussichtlich erfolgreicher Genehmigung Gelder für einen Verfügungsfonds und ein Fassadenanreizprogramm zur Verfügung stehen. Damit könnten kleinere Maßnahmen kurzfristig und unbürokratisch gefördert werden. Die Mittel seien für Maßnahmen bestimmt, die von Bewohnern oder lokalen Akteuren unter Berücksichtigung der Ziele des ISEK vorgeschlagen und im abgegrenzten Kernbereich umgesetzt werden sollen.

Beim Fassadenanreizprogramm geht es um die Aufwertung und Sanierung von Fassaden im Kernbereich. Die Eigentümer werden dabei finanziell unterstützt, wenn ihre Fassade etwa von der Straße her einsehbar ist und die Sanierung zu einer nachhaltigen Verbesserung des Stadtbilds beiträgt.

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