Quellenpark

Stadt konkretisiert Kitaplanung

Vielleicht werden es zwei. Ganz sicher soll aber eine neue Kindertagesstätte im Bad Vilbeler Quellenpark entstehen. Dazu besprach der Sozialausschuss nun Details. Ob eines Tages eine zweite Kita hinzukommen soll, hängt noch von einigen Faktoren ab.

Von APP

V iele Eltern kennen das Problem: In der Quellenstadt ist es schwierig, einen Kindergartenplatz für das Kind zu finden. Bereits seit einiger Zeit sind zwei neue Kitas im Baugebiet Quellenpark im Gespräch. Nun gab Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP) im Sozialausschuss am Mittwoch einige Informationen preis.

Ursprung dafür war eine Anfrage der Grünen, die wissen wollten, wie die Planungen aussehen. Damit verbunden war auch die Frage nach der Kombination einer Kita mit einem Familienzentrum. Derartige Programme werden derzeit auch von der Landesregierung gefördert. »Wie wird die Arbeit dort ablaufen? Wie wird das Ganze Aussehen?«, fragte Kathrin Anders (Grüne).

Europaweite Ausschreibung

Der erste Schritt für die Kitas sei getan, wie Freud-Hahn berichtete. Die Stadt habe bereits einen Beratervertrag mit einem Anwalt abgeschlossen. Denn die Vergabe einer Kita erfordere eine europaweite Ausschreibung und sei daher enorm kompliziert. Also hole sich die Stadt Hilfe von außen. »Wir haben Gespräche geführt, und nun kann die Ausschreibung hoffentlich bald starten«, sagte die Dezernentin. So ist damit zu rechnen, dass diese Kita in wenigen Jahren ihre Pforten öffnet und die Kitaplatzsituation in der Quellenstadt damit zumindest etwas entschärft wird. Bei der zweiten Kita werde es indes etwas dauern, bis der Startschuss fallen kann. »Wir möchten hier erst mal die Entwicklung des Stadtteils abwarten«, erklärte die Sozialdezernentin. Klar sei jedoch auch, dass diese Kita wohl in städtischer Hand bleiben werde.

Wie das Ganze konzeptionell aussehen soll, das stehe hingegen noch nicht fest, dafür sei allerdings »auch noch etwas Zeit«, wie die Sozialdezernentin versicherte. Erst mal müsse die Kita schließlich vorhanden sein.

Wieso die Stadt die zweite Kita in ihrer Hand behalten will, das kann Michael Wolf (SPD) nicht verstehen. »Ein Familienzentrum kann beispielsweise auch in freier Trägerschaft gefahren werden«, sagte er. Dies sei etwa bei kirchlichen Trägern oft der Fall. »Gesetzlich ist es außerdem so geregelt, dass es gute Gründe geben muss, damit die Stadt die Kita keinem freien Träger gibt.«

Familienzentrum muss warten

Dass hier von zwei verschiedenen Schuhen gesprochen werde, davon ist Irene Utter (CDU) überzeugt. »Das Familienzentrum, das hier geplant wird, ist nicht in dem Umfang des mit 13 000 Euro vom Land geförderten Projektes«, stellt sie klar. »Es wird wesentlich größer, und wenn das Projekt in städtischer Hand bleibt, können wir auch mehr Einfluss nehmen.« Sich derzeit über das Projekt zu streiten mache keinen Sinn, man solle lieber abwarten, bis das Konzept steht.

Da stimmte auch Jörg-Uwe Hahn (FDP) zu. »Wir sollten erst mal eine Kita bauen, dann kann man immer noch schauen«, meinte er. »Wenn die erste Kita unter freier Trägerschaft steht, also in zwei bis drei Jahren, dann kann man darüber reden. Durch den Quellenpark werden wir mehr Familien in Bad Vilbel haben, und dann können wir uns über das Familienzentrum den Kopf zerbrechen. Ich will nicht sagen, dass es eine Begegnungsstätte für den neuen Stadtteil werden könnte, aber so was Ähnliches schon.«

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