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Norbert Nakoinz bekam den Ehrenbrief des Landes Hessen überreicht.

»Stadt braucht Menschen wie sie«

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Bad Vilbel (hir), Unter der Woche hatte Norbert Nakoinz, Vorsitzender der Bad Vilbeler Naturfreunde, noch die Wiese vor dem Vereinshaus im Hexenloch gemäht. Und zwar in dem Glauben, sie für die Geburtstagsfeier eines Vereinsfreundes vorzubereiten. Am Samstagnachmittag musste er erstaunt feststellen, dass er selbst im Mittelpunkt stand. Neben vielen Naturfreunden war auch Bad Vilbels Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) gekommen.

Der zeichnete Nakoinz mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen aus und würdigte damit dessen »besonderes ehrenamtliches Engagement im Bereich der demokratischen, sozialen oder kulturellen Gestaltung der Gesellschaft«.

Norbert Nakoinz ist 1966 im Alter von noch nicht ganz 16 Jahren Mitglied der Naturfreunde geworden und hat auch bundesweit an friedenspolitischen Aktionen der Naturfreunde teilgenommen. In Bad Vilbel hat er im Laufe der Jahre und Jahrzehnte »so gut wie jedes Amt im Verein ausgeübt«, sagte Wysocki, der sich dabei auf die Angaben von Rainer Gilbert, dem 2. Vorsitzenden der Naturfreunde, berief. Nakoinz hat auch immer wie selbstverständlich viele Tätigkeiten erledigt, die nicht unbedingt zum jeweiligen Vereinsamt zählten, wie zum Beispiel das Rasenmähen vor dem Vereinshaus.

Bereits 1974 übernahm Norbert Nakoinz als 2. Schriftführer Aufgaben in der Vereinsführung und gehörte dann ohne Unterbrechung bis heute dem Vorstand an - zunächst als Schriftführer dann als Kassierer, stellvertretender Vorsitzender und seit 2011 als Vorsitzender. Auch im Landesverband der Naturfreunde Hessen war er aktiv. In Bad Vilbel ist Norbert Nakoinz zudem im Förderverein »Haus der Begegnung Bad Vilbel« und in der Kulturinitiative von AWO und Naturfreunden engagiert. »Unsere Stadt braucht Menschen wie Sie«, sagte Stadtrat Wysocki. Menschen, die nicht nur selbst aktiv werden, sondern auch andere motivieren können und offen für die Vorschläge und Anliegen von anderen sind. Norbert Nakoinz’ Engagement könne mit einem Konfuzius-Zitat zusammengefasst werden: »Es ist besser, ein Licht anzuzünden, statt die Dunkelheit zu verfluchen.«

In die gleiche Richtung ging Rainer Gilberts Charakterisierung des Geehrten; »Norbert ist ein Mensch, der statt die Risiken mehr die sich bietenden Chancen in den Vordergrund stellt«. Der Erfolg dieser Sichtweise drücke sich auch in Zahlen aus: So sei die Anzahl der Naturfreunde-Mitglieder in den letzten zehn Jahren von 160 auf 350 gestiegen, neue Arbeitsgruppen haben sich gebildet und neue Projekte sind gestartet worden.

Die Erfolge seien natürlich nicht im luftleeren Raum entstanden, vor allem habe Nakoinz auf die Arbeit seiner Vorgänger aufbauen können. So war Eberhard Seipp 28 Jahre lang Vorsitzender, bevor er das Amt an Wolfgang Dietz übergab, der dann 2011 in Norbert Nakoinz übergab. Der Dank von Rainer Gilbert galt auch Norberts Frau Dagmar. Sie habe ihren Mann nicht nur unterstützt, sondern auch richtigerweise hin und wider seinen Tatendrang etwas gebremst.

Grußworte anlässlich der Verleihung des Ehrenbriefes sprachen Jürgen Lambrecht im Namen des Landesverbandes Hessen der Naturfreunde und Rainer Fich von der AWO Bad Vilbel. Lambrecht hob die hervorragende Vereinskultur der Bad Vilbeler Naturfreunde und die dort herrschende Atmosphäre der Wertschätzung hervor.

»Ich bin platt«, zeigte sich Norbert Nakoinz von der Ehrung überrascht.

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