Das Bürogebäude von Stada in Dortelweil.	FOTO: PE
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Das Bürogebäude von Stada in Dortelweil. FOTO: PE

Stada baut Präsenz im Osten aus

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Bad Vilbel (pm). Stada ist nun nach eigenen Angaben der größte ausländische Investor in der pharmazeutischen Industrie Russlands, nachdem der Konzern am Mittwoch eine 660 Millionen US-Dollar-Transaktion für ein russisches Markenportfolio von Takeda abgeschlossen und damit in den letzten Jahren rund eine Milliarde Euro investiert hat, teilt das Unternehmen mit.

Mit der Übernahme von Takeda habe Stada nun ein Portfolio von rund 20 ausgewählten rezeptfreien und verschreibungspflichtigen pharmazeutischen Produkten erhalten, die in Russland, Georgien, Aserbaidschan, Weißrussland, Kasachstan und Usbekistan vertrieben werden.

Basierend auf Daten von IQVIA, mache die Transaktion Stada mit einem Marktanteil von 6,4 Prozent zum Marktführer im russischen Consumer-Healthcare-Sektor.

Stada-Vorstandsvorsitzender Peter Goldschmidt kommentiert: »Dies ist ein wichtiger strategischer Schritt für Stada, der uns als führender Akteur im großen und expandierenden russischen Consumer- Healthcare-Markt positioniert. Diese Transaktion spiegelt nicht nur unser Bekenntnis zu unseren Aktivitäten in Russland wider, sondern auch unseren erfolgreichen Wachstumskurs, mit dem wir unser Kerngeschäft in den Bereichen Generika und Consumer Healthcare international weiter stärken, sowohl organisch als auch durch gezielte Business-Development-Aktivitäten.«

Über 150 Produkte mehr im Sortiment

Das von Takeda erworbene Portfolio ergänze das bestehende Produktsortiment des Vilbeler Pharmaunternehmens in Russland mit über 150 Produkten, darunter Arzneimittel aus mehr oder weniger allen Therapiegebieten. Zu diesem Portfolio gehören Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel sowie ausgewählte Produkte aus den Bereichen Herz-Kreislauf, Diabetes, Allgemeinmedizin und Atemwegserkrankungen.

Der Stada-Konzern beschäftige inzwischen über 3000 Mitarbeiter in Russland sowie weitere 450 Vertriebs- und Marketingmitarbeiter, die von Takeda hinzustoßen. Damit sei das Unternehmen der zweitgrößte Arbeitgeber in der russischen pharmazeutischen Industrie.

Nachdem Stada 2005 mit dem Erwerb von Nizhpharm, zu dem auch eine Anlage auf einem 46 000 Quadratmeter großen Gelände in Nizhny Novgorod zählte, bereits eine bedeutende Auslandsinvestition in Russland getätigt hatte, habe das Unternehmen 2006 mit der Übernahme von Hemofarm und dem 12 300 Quadratmeter großen Werk in Obninsk weiter auf die lokale Produktion gesetzt. Weitere Transaktionen wie Makiz Pharma, inklusive des beliebten Nasenspraysortiments Aqualor, hätten in Verbindung mit dem Takeda-Deal dazu geführt, dass sich die Auslandsinvestitionen von Stada in Russland auf mehr als eine Milliarde Euro erhöhten.

Auch Walmark übernommen

Kürzlich gab das Vilbeler Unternehmen auch die Übernahme von 15 Marken von »GlaxoSmithKline« bekannt. Insgesamt gehört Stada zu den Top 5 Pharmaunternehmen in Russland.

Außerdem gibt Stada die Übernahme von Walmark bekannt. Walmark bietet Vitamine und Mineralstoffe, Produkte für Kinder-, Frauen- und Männergesundheit, gegen Gelenkbeschwerden, Husten und Erkältung sowie Produkte für Verdauung und den Darm an.

»Stada und Walmark werden mit der Wachstumsstrategie von Stada und der Innovationsstärke von Walmark ein erfolgreiches Portfolio für Osteuropa aufbauen. Wir internationalisieren unser Geschäft insgesamt weiter und arbeiten auf unser Ziel hin - ein Marktführer in den Bereichen Consumer-Healthcare-Produkte und Generika zu werden«, erläutert Stada-Vorstandsvorsitzender Peter Goldschmidt.

Walmark wurde 1990 gegründet und hat seinen Hauptsitz in der Tschechischen Republik. Das Unternehmen ist in neun Ländern der Europäischen Union vertreten, darunter in der Tschechischen Republik, der Slowakei, Polen, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Litauen, Lettland und Estland, und verkauft seine Produkte in über 40 Ländern weltweit. Walmark beschäftigt über 540 Mitarbeiter - rund 150 davon in seiner Produktionsstätte in Trinec in der Tschechischen Republik.

»Wir freuen uns darauf, die hochwertige Produktionsstätte von Walmark in Trinec in unser globales Produktionsnetzwerk zu integrieren. Darüber hinaus planen wir die Herstellung ausgewählter Produkte von Stada in Trinec, wodurch wir nicht nur vollumfänglich vom vorhandenen Know-how profitieren, sondern auch die Kapazität der Produktionsstätte zur Unterstützung unseres starken Mengenwachstums nutzen«, erläutert Miguel Pagan Fernandez, Chief Technology Officer von Stada.

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