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So soll die Smart City in Bad Vilbel nach ihrer geplanten Fertigstellung 2024 aussehen. Sie schließt sich an den Grünzug an, wird stark durchgrünt, enthält viele Wasserflächen und vor allem innovative Arbeitsplätze für Forscher und Entwickler.

Spring Park Valley

Spring Park Valley in Bad Vilbel: Wie steht es um das Mega-Projekt?

  • VonPatrick Eickhoff
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Um das Bauprojekt Spring Park Valley in Bad Vilbel ist es zuletzt verdächtig ruhig geworden: Doch seit Anfang des Jahres ist eine Projektgesellschaft eingestiegen und treibt das Projekt nun voran.

Gleich zu Beginn des Gesprächs mit der WZ stellt Jan-Steffen Iser klar: »Das Projekt ist in vollem Gange. Es laufen derzeit viele Gespräche.« Der Head of Development der DLE kann verstehen, »dass man auf den ersten Blick denkt, es würde nichts passieren.« Schließlich rollen auf dem 90 000 Quadratmeter großen Gelände zwischen Main-Weser-Bahn und B 3 noch keine Baustellenfahrzeuge und Bagger durch die Gegend.

Zum Jahresanfang ist die DLE als Entwicklungspartner eingestiegen und bringt jetzt die Realisierung des Projekts voran. »Federführend liegt die Leitung noch immer bei der CESA«, sagt Iser. Bei der DLE handelt es sich um einen Projektentwickler und Langzeit-Partner für institutionelle Investoren. Die DLE verwalte aktuell ein Vermögen von etwa 1,5 Milliarden Euro. Bei der CESA ist man glücklich. »Wir freuen uns, die DLE als zuverlässigen Partner für unser Vorhaben in Bad Vilbel gewonnen zu haben«, sagt Achaz von Oertzen, Geschäftsführer der CESA Group.

Spring Park Valley: Neuer Partner treibt das Projekt voran

Jetzt treibt die Gruppe den neuen Zukunftsstandort in Bad Vilbel voran. Derzeit wird am Konzept gearbeitet. Das geschehe in enger Zusammenarbeit mit Stadtplanern, Architekten und Experten. Auf dem Spring Park Valley soll eine Nutzfläche von 241 800 Quadratmetern entstehen. Das neue Quartier soll insgesamt rund 3500 Autostellplätze erhalten sowie ein eigenes Fahrrad-Parkhaus. Zukünftig wird das neue Areal Platz für Büroflächen und Arbeitsplätze, sowie Mietwohnungen, Hotelzimmer, eine Kindertagesstätte und Gewerbe für den täglichen Bedarf bieten. »Es geht nicht nur darum: Wie effizient bekommen wir das Ganze hin? Es ist für uns als Langzeit-Partner auch wichtig, ein lebendiges und funktionierendes Quartier zu entwickeln, das von der Bevölkerung angenommen wird«, sagt Jan-Steffen Iser. So kümmere man sich aktuell um die Optimierung des Verkehrskonzepts. »Man muss überprüfen, wie sinnvoll die Durchwegung im Quartier ist. Braucht es beispielsweise tatsächlich ein Parkhaus oder reicht auch eine Tiefgarage aus?«

Iser erläutert, dass dabei auch der Öffentliche Nahverkehr eine Rolle spiele. »Der Bahnhof ist nicht weit entfernt. Man könnte auch eine Buslinie mit mehreren Haltestellen nutzen. Bei einem Zukunftsprojekt wie dem Spring Park Valley wollen wir auch auf ein modernes und nachhaltiges Mobilitätsmanagement setzen.«

Spring Park Valley: Energiekonzept wird untersucht

Ähnliche Anpassungen gibt es auch beim Energiekonzept. »Wir peilen einen der höchsten Standards an. Dabei berücksichtigen wir, dass sich in Zukunft die Voraussetzungen für nachhaltiges Bauen und für Energiekonzepte verändern werden.« Das Ganze müsse energetisch sinnvoll und ökologisch ausgewogen stattfinden. »Wir werden hier nichts grundsätzlich über den Haufen werfen, sondern kümmern uns um punktuelle Verbesserungen der Planung.«

Iser verweist an dieser Stelle auch auf die Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie. Die Entwicklung großer Büroanteile nach bisherigen Konzepten muss kritisch hinterfragt werden. »Stichwort New Work: Wir müssen uns in der Planung die Frage stellen, wie die Ansprüche von Unternehmen und Arbeitgebern an den Arbeitsplatz der Zukunft sind. Da der Trend zum Homeoffice geht, sollte man den vorgesehenen Nutzungsmix kritisch hinterfragen, um ein ausgelastetes Quartier zu gestalten.« Dabei hat Corona das Projekt nur bedingt zurückgeworfen, wie Iser mitteilt. »Bevor wir in die Kommunikation und Abstimmung mit den Ämtern gehen, haben wir unsere eigenen Hausaufgaben zu machen. Also die Planung optimieren und schauen, wo es Verbesserungspotenzial gibt.« Durch den Einstieg der DLE sei mehr Schwung reingekommen.

Spring Park Valley: In den nächsten Schritten auf die Stadt zugehen

Auch auf die Stadt werde man in den nächsten Schritten zugehen. »Es herrscht ein produktiver Austausch. Dieser wird von den Planungsbüros und uns gehalten und intensiviert. Wir machen hier nichts im stillen Kämmerlein, sondern wollen eine anständige und verantwortungsvolle Planung vorlegen, die am Ende auch im Genehmigungsprozess und bei der Stadt zu überzeugen weiß.«, sagt der Entwicklungsleiter. Iser betont noch einmal: »Das Projekt steht nicht still. Ganz im Gegenteil.«

Die Berliner Unternehmensgruppe und bisheriger Hauptinvestor CESA hat zu Beginn 90 Prozent der Anteile am 800-Millionen-Euro-Projekt gehalten - diesen Anteil nun aber in Teilen an den neuen Partner DLE abgegeben. Die Stadt hat das Bauland zwischen B 3 und Kernstadt für 40 Millionen Euro verkauft. Alle Informationen rund um das Projekt Spring Park Valley Bad Vilbel inklusive Pressemappe gibt es unter springparkvalley.com. Infos zur DLE gibt es unter www.dle.ag wpa

Jan-Steffen Iser DLE-Head of Development

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