Spielhaus schließt

  • vonThomas Kopp
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Schon seit Jahren ist eine mögliche Schließung des Spielhauses im Berkersheimer Weg im Gespräch. Nun wird es zur Gewissheit: Ende des Jahres macht die Einrichtung für Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren dicht. Das erklärte Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP) im Sozialausschuss am Mittwoch.

Schon seit Jahren ist eine mögliche Schließung des Spielhauses im Berkersheimer Weg im Gespräch. Nun wird es zur Gewissheit: Ende des Jahres macht die Einrichtung für Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren dicht. Das erklärte Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP) im Sozialausschuss am Mittwoch.

Unter der Leitung von Jutta Folberth werden hier noch unter der Woche kreative Programme angeboten, montags bis freitags für angemeldete Kinder, Gruppen oder Schulklassen, dienstags bis donnerstags für alle Kinder. Die Angebote sind kostenlos, werden von der Stadt bereitgehalten. Auch ein Teil der Vilbeler Ferienspiele fand hier statt.

Jutta Folberth geht zum Ende des Jahres nach 25 Jahren als Leiterin des Spielhauses in den Ruhestand. Geschlossen wird das Spielhaus aber auch, weil der direkt angrenzende Waldorfkindergarten schon seit längerem Bedarf für eine Erweiterung seiner Gruppen angemeldet hat.

Künftige Angebote für Kinder sollen laut Freund-Hahn "dezentral" erfolgen. So denke das städtische Kinder- und Jugendbüro darüber nach, etwa das in Planung befindliche Jugendhaus auf dem Christeneck auf dem Heilsberg zu nutzen. Aber auch andere Jugendhäuser kämen in Betracht, sodass hier nicht nur Jugendliche Angebote vorfinden, sondern auch Schulkinder.

Der Abenteuerspielplatz auf dem Gelände soll hingegen erst einmal weiter genutzt werden. Hier sollen zumindest auch die Ferienspiele im Frühjahr und Sommer 2019 stattfinden, "mit Glück auch noch im Herbst", sagt Freund-Hahn. Gleichzeitig sollen aber auch die Stadteile weiter bedient werden. Hier denke die Stadt über ein Spielmobil für die Sommermonate nach. "Wir hoffen, eine gute Lösung zu finden."

Bereits 2016 war eine Schließung des Spielhauses ein Thema gewesen, weil öffentlich mit dem Gedanken gespielt wurde, man könne dort Flüchtlinge unterbringen. Das konnte die Stadt aber vermeiden. Damals hatte auch der Waldorfkindergarten weiteren Bedarf angemeldet. Zudem suchten die Eltern von Grundschülern der Ernst-Reuter-Schule nach einem Ort, um eine Nachmittagsbetreuung anbieten zu können. Nun erhält also der Waldorfkindergarten den Zuschlag und kann sein Angebot erweitern.

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