Spielen, lernen, experimentieren

  • vonChristine Fauerbach
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Lampenfieber mischt sich mit Vorfreude bei den Kindern und Erzieherinnen der Spiel- und Lernstube. Am Samstag, 9. Juni, wird das 40-jährige Bestehen der Kindertagesstätte mit Theater, Musik und Sport gefeiert.

Lampenfieber mischt sich mit Vorfreude bei den Kindern und Erzieherinnen der Spiel- und Lernstube. Am Samstag, 9. Juni, wird das 40-jährige Bestehen der Kindertagesstätte mit Theater, Musik und Sport gefeiert.

"Wir feiern von 13.30 bis 18 Uhr. Interessierte Bürger können sich unsere Einrichtung ansehen. Wir freuen uns auf den Besuch von Ehemaligen, um sich gemeinsam zu erinnern", sagt Leiterin Bärbel-Menthe-Wirtz. Der Elternbeirat und Eltern kümmern sich um Essen und Getränke. Zum Team gehören neben Menthe-Wirtz, Ilse Rave, Michaela Kaulich und Ines Wiegand sowie die Hauswirtschaftskraft Suheyla Alptekin. 45 Kinder verbringen in der Horteinrichtung denNachmittag nach der Schule.

Die Erst- bis Viertklässler studierten für die Feier eine Zeitreise ein. "Thematisiert wird Kindheit vor 40 Jahren bis heute", verrät Menthe-Wirtz. Gezeigt werde, wie sich Kindheit in den vergangenen vier Jahrzehnten verändert hat, welche Traditionen veraltet sind oder sich bewährt haben. Beantwortet werden Fragen wie: Wie wird und wurde Kindheit gelebt? Welches Spielzeug hat Kinder durch diese Lebensphase begleitet?

Gegründet vom Kinderschutzbund

Gegründet wurde die Spiel- und Lernstube 1978 vom Deutschen Kinderschutzbund (DKSB), dem damaligen Amt sozialer Dienst des Wetteraukreises (ASD) und der Stadt Bad Vilbel für Kinder aus der Homburger Straße. Der ASD legte im Mai 1976 ein Konzept vor, dass eine strikte Trennung zwischen Finanzen und Verwaltung beinhaltete.

Erste Adresse war eine Drei-Zimmer-Wohnung an der Homburger Straße 66A. Später kam eine zweite Wohnung hinzu. Zum Konzept gehörten Musikprojekte wie die Aufführung von "Max und Moritz" mit über 500 Gästen im Kurhaus, Ausflüge, Fahrten sowie Angebote für die Mütter. Nachmittags besuchten Sechs- bis 14-Jährige den Hort, um ihre Hausaufgaben zu erledigen, mit Unterstützung ihre Noten zu verbessern, aber auch um Hobbys nachzugehen oder sich mit Freunden zu treffen. Ausflüge, Fahrten und Feste rundeten das Angebot ab. Seit 1991 ist die Stadt Bad Vilbel Träger der Spiel- und Lernstube.

In der Übergangszeit leitete der ehemalige Pfarrer Rudolf Kreck die Einrichtung, der eine Fahrradwerkstatt angeschlossen war. Kreck übergab die Leitung an Gudrun Wörner, seit 1996 ist Bärbel Menthe-Wirtz Leiterin: "Das pädagogische Konzept wurde 1998 bis 1999 überarbeitet, verbunden mit dem Umzug in die Homburger Straße 66B. Seither können Kinder nicht nur aus der Homburger Straße, sondern aus dem gesamten Stadtgebiet einen Platz bei uns bekommen."

Neben der Hausaufgabenbetreuung gehören Projekte aus dem naturwissenschaftlichen, dem musischen und sportlichen Bereich, Exkursionen in die Natur, Ausflüge in den Zoo, das Senckenberg-Museum oder den Palmengarten zum pädagogischen Konzept. "Wöchentlich wird ein Experimentierprojekt angeboten."

Die Spiel- und Lernstube kooperiert mit den Schulen und weiteren Institutionen. Es werde eng mit dem Kita-Büro zusammengearbeitet. "Auch in naher Zukunft wird die Spiel- und Lernstube als Kita-Einrichtung für Schulkinder gefragt sein. Unsere Plätze sind heiß begehrt, viele Anfragen liegen von Eltern vor", sagt Menthe-Wirtz. Sollte es irgendwann flächendeckend Ganztagsschulen geben, sieht die Leiterin die Spiel- und Lernstube gut aufgestellt. "Wir können auf viele erfolgreiche Jahrzehnte pädagogischer Arbeit zurückblicken."

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