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Wo Heike Klassen-Pöppinghaus, Anette Denker und Tina Nemcev (von links) mit dem KinderMobil vorfahren, sind sie schnell von Kindern umringt.

Spiel und Spaß für Kinder

  • VonChristine Fauerbach
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Kinder haben ein Recht auf freies Spiel. Mit dem neuen KinderMobil präsentiert der Fachdienst Kinder- und Jugendbüro Mädchen und Jungen ab dem Grundschulalter an mehreren Plätzen im gesamten Stadtgebiet viele Angebote, Aktivitäten und Projekte.

Vorbeikommen, ausprobieren, kreativ sein, spielen, toben, sich bewegen, Zeit mit anderen verbringen: Dies und vieles mehr können Kinder und Jugendliche in Bad Vilbel ab sofort im und rund ums KinderMobil. Wie gut das neue Angebot des städtischen Kinder- und Jugendbüros (KJB) bei der Zielgruppe ankommt, zeigt allein schon der Blick auf viele bunte Zeichnungen an den Scheiben des Fahrzeugs. Diese haben die ersten Nutzer des Angebotes der Offenen Kinder- und Jugendarbeit dem Team geschenkt. Seit Juli »on Tour« durch die Kernstadt und alle Stadtteile sind mit dem KinderMobil Diplom-Sozialpädagogin Heike Klassen-Pöppinghaus, Anette Denker und Anerkennungspraktikantin Tina Nemcev.

Anfang August hat das Trio vom Kinder- und Jugendbüro das KinderMobil auf der Burgparkwiese gegenüber von FFH geparkt. Auf ihrem Weg in die Innenstadt passieren drei Teenager das KinderMobil. Das Trio bleibt spontan stehen und informiert sich über das Angebot. Das richtet sich zwar vor allem an Kinder ab dem Grundschulalter, steht aber auch älteren Kindern und Jugendlichen offen.

Das finden die Vilbelerin Sophia Stieger und ihre Freunde Justus Plitt und Stella Wöflein aus Marburg-Biedenkopf klasse. Die 15-Jährigen schnappen sich einen Holzbaukasten und beginnen, auf der Burgparkwiese drei Vilbeler Wolkenkratzer hochzuziehen. Wieviel Spaß das Trio dabei hat, das entgeht Fernando (5) und Mateo (8) nicht. Die Brüder aus Nieder-Eschbach kommen gerade mit ihrer Mutter von den Burgfestspielen. »Wir haben für euch Angebote zu den Themen Kreatives, Spiele, Bewegung, Nachhaltigkeit und vieles mehr«, informieren die städtischen Mitarbeiterinnen die Jungen. Die schnappen sich große Mikado- Stäbe und Pedalos und lassen auf den Parkwegen ihrem Bewegungsdrang freien Lauf. »Wir sind zurzeit noch mit dem KinderMobil in der Erprobungsphase«, informiert Heike Klassen-Pöppinghaus. Das Team fährt verschiedene Standorte in der Kernstadt wie Ritterweiher und Burgpark sowie Plätze in allen Stadtteilen an. »In der fünften Sommerferienwoche sind wir in Gronau und in der sechsten in Massenheim.«

Bei ihrer Tour durch die Stadt wollen die Mitarbeiterinnen die besten Standorte für das offene Angebot testen. Stehen die Plätze fest, dann werden sie an einem Tag in der Woche einen Standort anfahren. Einzige Bedingung ist ein WC für das Personal in unmittelbarer Nähe.

Heike Klassen-Pöppinghaus hat das Konzept für das neue kostenfreie Angebot geschrieben, nachdem das Spielhaus in der Berliner Straße 2018 geschlossen wurde. »Wir waren plötzlich obdachlos.« Bewilligt hat das KinderMobil Bad Vilbels verstorbene Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn. Geliefert wurde der 7,40 Meter lange Sprinter mit dem fürs Angebot maßgeschneiderten Innenleben bereits im September 2020. Infolge der Pandemie machte sich das Team aber erst jetzt »auf den Weg«. Die Idee des KinderMobils besteht darin, Mädchen und Jungen ab dem Grundschulalter an den Plätzen aufzusuchen, wo sie sind, und ihnen einen Freiraum zum Spielen, zur kreativen und handwerklichen Beschäftigung anzubieten.

Eine große Rolle im Angebot und auch für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder spielen Zeit und Raum. »Kinder leben heute in einer sehr verplanten Welt. Mit dem KinderMobil wollen wir ihnen einen Freiraum in der Natur bieten.« Ausgestattet ist das KinderMobil mit zahlreichen Projektkisten voller unterschiedlicher Materialien zum Basteln oder Spielen. »Wir sind keine Eventmanagerinnen. Wir haben einen außerschulischen Bildungsauftrag und alle einen pädagogischen Hintergrund. Offene Kinder- und Jugendarbeit ist spannend, herausfordernd und verantwortungsvoll«, stellt das Team klar. Einige Angebote des KinderMobils sind mit dem Programm des Quellensommers wie Besuche des Zauberers oder Kinderschmieds verknüpft.

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