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Spektakulärer Einbruch bei Juwelier

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Von: Redaktion

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Es muss gegen 2.20 Uhr passiert sein, als zwei Diebe mit einem Renault Clio in die Frontscheibe des Juweliergeschäftes in der Niddapassage fuhren. Ein Hubschrauber suchte nach den Tätern – ohne Ergebnis.

Es muss gegen 2.20 Uhr passiert sein, als zwei Diebe mit einem Renault Clio in die Frontscheibe des Juweliergeschäftes in der Niddapassage fuhren. Ein Hubschrauber suchte nach den Tätern – ohne Ergebnis.

Wolfgang Beeck, Inhaber des Juweliergeschäftes, sieht sich am Montagmorgen recht gefasst, aber auch sehr niedergeschlagen die zertrümmerte Front seines Juweliergeschäftes an. Gerade ist ein Handwerker eingetroffen, der sich dem auf dem Boden verteilten Glas annehmen und den Laden sichern soll. »Haben Sie noch ein paar Handschuhe?«, fragt Beeck den Handwerker, er würde gerne mit anpacken. Durch Medien und soziale Netzwerke verbreitete sich die Nachricht schnell: Mit dem Kleinwagen hatten zwei Unbekannte in der Nacht zum Montag die Frontscheibe des Juweliergeschäfts in der Niddapassage, mitten im Bad Vilbeler Zentrum, zertrümmert.

Nach Angaben der Polizei sahen mehrere Zeugen die beiden Verdächtigen, wohl ein Mann und eine Frau, die den Wagen am Tatort zurückließen und vermutlich auf einem schwarzen Roller flüchteten. Ein Hubschrauber, der unter Bad Vilbelern nachts für Aufsehen sorgte, suchte nach den Tätern.

Wolfgang Beeck hat er eine lange Nacht hinter sich. »Der Sicherheitsdienst und die Alarmanlage haben mich alarmiert. Die Polizei war dann recht schnell hier«, erklärt er. Die Diebe hätten die vorderen Vitrinen zertrümmert und den Inhalt eingesackt. Zwar wisse er noch nicht genau, was gestohlen wurde, doch schätzt Beeck seinen Verlust auf einen Wert zwischen 30 000 und 50 000 Euro. »Es ist absolut schmerzhaft für uns und definitiv existenzbedrohend«, schildert Beeck die Situation. Einen Einbruchsversuch in seinem Geschäft habe es schon einmal gegeben. »Aber das hier zieht uns wirklich die Füße weg«, ärgert sich der Geschäftsmann. Wie es für ihn weitergeht, weiß er noch nicht. Zuerst stehen Aufräumarbeiten an. Und auch die Polizei hat die Arbeit längst aufgenommen. Pressesprecherin Sylvia Frech berichtet: »Die Ermittlungen laufen und sind ziemlich umfangreich.«

Schon in der Nacht hätten Polizisten nach den Tätern gefahndet und auch die Umgebung um das Juweliergeschäft abgesichert und untersucht. Die Auswertung der Spuren, die Befragung von Zeugen und herauszufinden, wo der Renault Clio herstammt, seien nun die nächsten Schritte der Beamten. Im Clio hat die Polizei Nummernschilder gefunden, die vermutlich nicht zu dem Wagen gehören, hieß es in einer Pressemeldung der Polizei am frühen Montagmorgen.

Gesucht werden weitere Zeugen, die Angaben zu den Tätern oder dem blauen Renault Clio machen können. Hinweise nimmt die Polizei Bad Vilbel telefonisch unter 06101/54600 entgegen.

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