Wohnmobil-Fans

Das sind die Höhepunkte der Caravaning-Messe in Bad Vilbel

Noch bis Sonntagabend finden auf dem Bad Vilbeler Festplatz die beliebten Caravaning-Tage mit über 50 Ausstellern statt. Wir haben uns umgesehen und vier erstaunliche Höhepunkte entdeckt.

Von RIN

Noch bis Sonntagabend finden auf dem Bad Vilbeler Festplatz die beliebten Caravaning-Tage statt. Über 50 Aussteller präsentieren mehr als 200 Wohnmobile, die für den Laien größtenteils alle gleich aussehen. Wir haben uns dort umgesehen und vier erstaunliche Höhepunkte entdeckt.

Caravaning-Messe Bad Vilbel: Das teuerste Wohnmobil

Es braucht kein langes Durchfragen, um festzustellen, welches Wohnmobil auf dem Festplatz das größte, teuerste und überhaupt luxuriöseste ist. Es steht auf dem Areal des Händlers Heck aus Langenselbold: Der Morelo Empire Liner 118 GSO. Händler Felix Mühl hat selbst keine Worte dafür, was er da vor sich stehen hat. Per Pin-Code öffnet er die Tür und lässt eine zusätzliche Treppe herunter fahren. 12 Meter lang, 2,5 Meter breit und 15 Tonnen schwer ist das Premium-Mobil. Drinnen findet sich alles, was in einer noblen Zwei-Zimmer-Wohnung nicht fehlen darf. 535 000 Euro kostet der Bus für vier Personen. "Das kaufen sich nur Leute, die nicht mehr wissen, was sie sich sonst kaufen sollen", gibt Mühl zu. Wer mit diesem Gefährt reist, muss auf nichts verzichten, so befindet sich im Heck des Wohnmobils eine Garage für den eigenen Sportwagen.

Caravaning-Messe Bad Vilbel: Das beliebte Preiswunder

Kenneth Konstroffer vom Deutschen Camping Club kennt sich aus und zeigt auf ein Wohnmobil der Firma Ahorn. Dort kommt man aus dem Schwärmen über das eigene Produkt gar nicht mehr raus. "Wir sind der offizielle Preis-Leistungs-Sieger, nicht nur bei Auto-Bild", betont Mitarbeiter Manuel Gies. Hochwertige Bauteile für 62 000 Euro seien im Ahorn Alaska verbaut. Zu kaufen gibt es das Ganze aber für 52 000 Euro. Unter den Camping-Freunden auf der Messe hat sich die Marke mit ihrer Preispolitik längst einen Namen gemacht. Bis vier Personen können hier im 7,5 Meter langen Wohnmobil reisen und den Blick aus dem Panorama Dach genießen. "Wir machen alles im Direktvertrieb", erklärt Geschäftsführer Bastian Borchers den Preiszauber. Wer auf der Caravaning-Messe nach dem idealen Einsteigermodell fragt, wird höchstwahrscheinlich dieses Wohnmobil zu hören bekommen.

Caravaning-Messe Bad Vilbel: Menschen wie Stefan Schröder

Im großen Zelt auf dem Festplatz wird allerlei Zubehör, von der Satellitenschüssel bis zum Putzmittel, angeboten. Auch Camping-Orte und Vereine stellen sich dort vor. Mittendrin steht Stefan Schröder vom Caravanclub von Hessen e.V.. Der 41-Jährige Wohnmobil-Enthusiast hat in seinem Leben bereits neun Wohnwagen und Mobile verschlissen. Seit er zehn Jahre alt ist, ist er im Verein aktiv und hat dort seine Frauen kennengelernt. War sie damals noch vier, sind beide heute seit 15 Jahren verheiratet. Zu ihrem Leben gehören zwei Kinder, ein Hund – und selbstverständlich ein hochwertiger Wohnwagen.

"Bei vielen im Verein besteht der Wunsch, nach der Berufstätigkeit alles aufzugeben und nur noch zu Reisen", erklärt Schröder. Das Wohnmobil bedeutet für ihn Freiheit und Lebensfreude. Seit 1996 nahm er an über 150 Reisen im Verein teil. Zwei Wochen im Sommer, eine Woche an Ostern und im Herbst, zwei Wochen im Winter und selbstverständlich jedes verlängerte Wochenende: Der in der Metallverarbeitung selbstständige Gießener verbringt mindestes 50 Nächte im Jahr im Wohnmobil. In Hotels übernachtet er zwar auch hin und wieder, das allerdings nur widerwillig. Wer Stefan Schröder zuhört, gerät in Reiselaune und läuft Gefahr sich ein Wohnmobil zu kaufen, denn die -Fans auf der Messe stehen für mehr als praktische Fortbewegungsmittel: Für sie ist Caravaning ein Lebensgefühl.

Caravaning-Messe Bad Vilbel: Der Wagen für die Expedition

Wohnmobil-Touren zeichnen sich vor allem durch Gelassenheit aus. Oder eben durch Matsch und ganz große Abenteuer. Unscheinbar inmitten des Festzelts und noch unscheinbarer am Rand des Festplatzes ist die Marke Hünerkopf vertreten. Wer ein Wohnmobil sucht, das von außen unscheinbar aussieht, von innen sehr luxuriös ist und sich optimal für Expeditionen eignet, ist hier genau richtig. So klein diese Kundengruppe auch sein mag, zählt zur ihr immerhin auch der Scheich von Katar, wie Außendienst-Mitarbeiter Thomas Schröder berichtet. Das Modell mit dem eingängigen Namen "MAN TGE 5.180", das auf dem Festplatz zu bestaunen ist, kostet 125 000 Euro, ist jedoch innen völlig leer: "Wir machen alles individuell", erklärt Schröder. Ausgebaut könnte das Modell bei 200 000 Euro liegen und bietet alles, was man für eine abenteuerliche Wüstenexpedition braucht.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare