So hatten sich CDU und FDP den Spielplatz in Dortelweil vorgestellt. Nach einem klärenden Gespräch mit den Initiatoren des Protestes, wird das Projekt nicht weiterverfolgt. FOTO: PV
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So hatten sich CDU und FDP den Spielplatz in Dortelweil vorgestellt. Nach einem klärenden Gespräch mit den Initiatoren des Protestes, wird das Projekt nicht weiterverfolgt. FOTO: PV

Schreiben an Protestierende

  • Holger Pegelow
    vonHolger Pegelow
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Bad Vilbel(pe). CDU und FDP in Dortelweil haben sich an alle 147 Unterzeichner des Protestes gegen einen naturnahen Spielplatz am "Kies" gewandt und ihre Sicht der Dinge dargestellt.

147 Unterschriften gesammelt

Darin heißt es, CDU und FDP hätten gemeinsam die Initiative ergriffen, um am Kies einen naturnahen Spielplatz zu bauen. Geplant gewesen sei, hinter dem Brünnchen auf einer zehn mal 15 Meter großen Fläche zwei bis drei naturnahe Spielgeräte für kleine Kinder zu installieren. Als Fallschutz hätte Rindenmulch dienen können, was sich gut in das naturnahe Konzept eingefügt hätte. Rundherum sollten Baumstämme zum Klettern einladen. In den Abendstunden wäre kaum mit Lärm zu rechnen gewesen.

CDU und FDP hätten es als Bereicherung empfunden, wenn Kinder mit ihren Familien am jetzt fast fahrradfreien Kies spazieren gehen, dort hätten klettern und toben können. Dieser Spielplatz wäre eine Ergänzung zu dem Spielplatz auf der anderen Seite gewesen, zumal es die Vision gegeben habe, beide Plätze mittels einer Hängebrücke zu verbinden.

In dem Gespräch mit den Initiatoren des Protestes sei deutlich geworden, dass das Projekt nicht weiterverfolgt werde. Man werde sich nun dafür einsetzen, dass die von der Stadt eingestellten Mittel dafür eingesetzt werden sollen, die anderen Dortelweiler Spielplätze aufzuwerten, heißt es in dem Schreiben an die Protestierenden.

Wie berichtet, hatte es Protest gegen die Pläne gegeben, am Kies einen Spielplatz zu bauen. Einige Anwohner hatten eine Unterschriftenkampagne gestartet, bei der 147 Dortelweilerinnen und Dortelweiler unterzeichneten. Die Liste war Ortsvorsteher Herbert Anders (CDU) während der letzten Ortsbeiratssitzung übergeben worden.

Bewegungspark besser woanders

Der Ortsvorsteher weist nach dem ersten Bericht dieser Zeitung darauf hin, dass der Grundsatzantrag von CDU und FDP vom 1. Juni stamme. In dem Artikel dieser Zeitung ("Protest gegen weiteren Spielplatz") war dieser Antrag nicht erwähnt worden, sondern lediglich der Antrag für einen Bewegungspark am Kies. Die SPD hatte ihn gerade für die ältere Generation gedacht.

Laut Anders war der Ursprungsantrag kein Prüfantrag gewesen, sondern ein Antrag, eine Grobplanung für den naturnahen Spielplatz zu initiieren und die Kosten zu ermitteln, um eine Grundlage für die Einstellung der erforderlichen Mittel in den nächsten Haushalt zu erhalten. Im Oktober hat die SPD-Fraktion dann einen zusätzlichen Antrag für einen Bewegungspark für Ältere im Kies gestellt. Da Magistrat und auch CDU und FDP einen Bewegungspark an dieser Stelle als kritisch einstuften (Platzgründe, Hanglage usw.), sei der Prüfantrag auf Vorschlag von CDU/FDP erweitert und um Prüfung weiterer Alternativen (z. B. der Bereich am Sportplatz hinter dem Kunstrasenplatz) gebeten worden.

Ein Prüfergebnis des Magistrats liege dazu noch nicht vor.

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