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Sabine Zecha neue Leiterin an der Stadtschule Bad Vilbel

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Von: Jürgen W. Niehoff

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Die Stadtschule in der Frankfurter Straße hat nach zweieinhalb Jahren Vakanz wieder eine neue Schulleitung. Mit Sabine Zecha ist es wieder eine Frau geworden.

Auf Umwegen ist Zecha zu ihrem Beruf gekommen. Nach dem Abi hatte sie zunächst eine Banklehre absolviert, bevor sie sich dann doch umorientierte. »Dabei bin ich nicht mal der Babysitter-Typ, der die Kinder bemuttern und am liebsten in Watte packen möchte. Mein Ansatz ist ein ganz anderer, nämlich die Vorliebe für das Vermitteln von Wissen«, begründet die 51-jährige Pädagogin ihren damaligen Berufswechsel. Nach ihrem Studium an der Goethe-Universität in Frankfurt und dem Referendariat an ihrer eigenen Grundschule in Steinbach im Taunus hat sie ihre Lehrerinnenlaufbahn zunächst an Zweigstelle der Karl-Weigand Schule in Nieder-Mockstadt begonnen.

Für Vorgängerin eingesprungen

Nach zwei Jahren wechselte sie nach Bad Vilbel an die Stadtschule, an der sie nun seit gut 20 Jahren lehrt. In den letzten Jahren musste der Unterricht aber zurücktreten, denn nach der Erkrankung der damaligen Schulleiterin Kirsten Schenk-Laik vor zweieinhalb Jahren musste Zecha, sie war zu diesem Zeitpunkt schon Konrektorin, die Verantwortung übernehmen. Eigentlich wollte sie die Leitung auch nur solange behalten, bis ihre Chefin wieder gesund ist. »Denn als ich mich für den Lehrerberuf entschieden habe, geschah das wegen des Umgangs mit den Kindern und nicht, um eine Schule zu leiten«, sagt sie. Nun tut sie es dennoch: Ihr sei bewusst, dass die neue Stelle eine große Herausforderung sei, denn nun habe sie die Verantwortung für das fast 30-köpfige Kollegium und die 365 Schüler.

Als im vergangenen Herbst die Entscheidung fiel, dass im Schulamt die Direktorenstelle ausschreibt, meldete Zecha ihre Ansprüche an. »Auch wenn ich den Lehrerberuf und den Umgang mit den Kindern so liebe, so stellt mich die Leitungsfunktion doch vor eine neue Herausforderung«, erklärt sie in ihrer Einführungsrede und verkündet dann auch gleich ihr Motto, unter das sie ihre neue Aufgabe stellen will: »Wenn du schnell gehen willst, dann gehst du alleine; wenn du aber weit gehen willst, dann gehe langsam und gemeinsam mit den anderen«.

Sie habe sich auf jeden Fall vorgenommen mit ihren Kollegen gemeinsam den neuen Weg zu gehen. Deshalb wolle sie ihr neues Schulprogramm auch noch nicht präsentieren, obwohl sie es bei der kleinen Feierstunde zu ihrer Ernennung als neue Direktorin der Stadtschule schon in ihren Akten mit sich führt. Nur so viel verrät sie: Es bleibe bei der flexiblen Schuleingangsphase (siehe Artikel unten) und die Stadtschule werde sich möglichst schnell zur Ganztagsschule mit Profil 3 weiterentwickeln. Offensichtlich ist das auch im Sinne ihrer Kolleginnen, denn sowohl Vertreter des Personalrats als auch Elternvertreter und Mitglieder der Fördervereine spenden ihr daraufhin spontan Applaus. Zum Schluss überreicht Daniel Dietz vom Schulamt der neuen Schulleiterin die Ernennungsurkunde.

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