Bei der Anmeldung: Lara Lebsanft (l.) und Olinka Suhany verteilen die Informationszettel an die Blutspender. 	FOTO: PV
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Bei der Anmeldung: Lara Lebsanft (l.) und Olinka Suhany verteilen die Informationszettel an die Blutspender. FOTO: PV

Mit rund drei Stunden Wartezeit

  • vonNiklas Mag
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Bad Vilbel (nma). Als einziger DRK-Ortsverband der Region, hat das Bad Vilbeler Rote Kreuz in der vergangenen Woche einen Blutspendetermin angeboten. Die Mitarbeiter waren überwältigt von der Resonanz und der Solidarität, die die Wetterauer am Donnerstag bewiesen, doch kam es durch die Vielzahl von der Personen und die strengen Sicherheitsvorkehrungen zu Verzögerungen.

Die Situation war für das Bad Vilbeler DRK nicht einfach. Silke Zuschlag, Bereitschaftsleiterin, verbrachte Tage mit der Planung dieses besonderen Blutspendetermins. »Jeden Tag wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Wir hatten Lunch-Pakete und Tee angekündigt, das ging dann nicht mehr. Außerdem wurde mein Team auf fünf Leute reduziert«, erzählt sie. »Es hat uns absolut begeistert, wie viele Menschen dem Aufruf gefolgt sind, denn Blut ist momentan so wichtig, da die meisten Blutspendetermine ausfallen.«

Wegen der strengen Sicherheitsvorkehrungen und ihrem reduzierten Team sei es allerdings zu langen Wartezeiten gekommen.

Schlange quer über den Platz

»Es hatte sich eine Schlange quer über den Dortelweiler Platz gebildet, wir mussten sogar Leute wegschicken. Da hat mir wirklich das Herz geblutet«, sagt Zuschlag. Aber viele Leute hätten die Wartezeit mit Ruhe oder Humor genommen, hätten den Gedanken, anderen zu helfen über das Problem gestellt, lange stehen zu müssen.

»Einige Spender waren aber auch sauer, und das kann ich verstehen. Dafür möchte ich mich entschuldigen, es ging aber leider wirklich nicht anders. Diese Resonanz und die täglich verschärften Sicherheitsvorkehrungen waren für uns so nicht abzusehen.« Teilweise hätten die Leute drei Stunden auf ihre Blutabnahme gewartet, manche seien dann trotzdem nicht mehr drangekommen.

Mehr Vorschirften zur Sicherheit

Insgesamt 140 Spender kamen dran. »Insgesamt war es, trotz aller Schwierigkeiten, eine total positive Stimmung. Die Leute hatten den Willen, Gutes zu tun und waren in freudiger Stimmung. Das finde ich einfach nur toll und das gibt mir eine Gänsehaut«, sagt Zuschlag. Viele Geschichten im Sinne von »Ich möchte spenden, weil…« habe sie gehört. »Und auch die Sicherheitsvorkehrungen wurden von den Leuten und natürlich auch von meinem Team sehr gut befolgt.«

Viele Spender seien sogar gleich mit Mundschutz und Handschuhen zum Termin erschienen. »Mir ist es jetzt wichtig zu sagen: Bitte nicht den Kopf in den Sand stecken«, appelliert Zuschlag. Für den nächsten Blutspendetermin am 7. Mai werde man versuchen, trotz gleicher Sicherheitsvorkehrungen, die Kapazitäten zu erhöhen, damit es keine so langen Warteschlangen mehr gibt. Bad Vilbel bleibe in der näheren Umgebung weiterhin der einzige Standort, an dem noch Blut gespendet werden könne und nehme damit eine wichtige Rolle ein.

Nächster Termin im Mai

Am Donnerstag, 7. Mai, beginnt die Blutspendeaktion im Kultur- und Sportforum, Dortelweiler Platz, um 15.45 Uhr und endet um 20 Uhr. Wer sich nicht sicher ist, ob er sich an der Spende beteiligen kann, kann die kostenlose Hotline des Blutspendedienstes unter 08 00/1 19 49 11 erreichen. Silke Zuschlag ist bei Fragen zum Bad Vilbeler DRK und zu dem Termin in Bad Vilbel unter Telefon 01 73/6 66 18 59 zu erreichen.

Die Webseite des Vilbeler DRK ist unter http://drkvilbel. drkcms.de zu finden .

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