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Pünktlich um 8 Uhr steigt Walter Selbach ins große Becken des Vibeler Freibads.

Punkt 8 Uhr die Saison eröffnet

  • vonChristine Fauerbach
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Bad Vilbel (cf). Die Sonne lachte vom Himmel und hatte das Wasser im großen Becken des Vilbeler Freibades auf angenehme 20,4 Grad Celsius bei 22 Grad Lufttemperatur erwärmt. Ideale Bedingungen für die Saisoneröffnung. Ins kühle Nass des großen Beckens steigt um Punkt acht Uhr als Erster Walter Selbach. »Die Wassertemperatur geht«, sagt der 84-Jährige.

Der gebürtige Mannheimer lebt seit mehr als drei Jahrzehnten in der Vilbeler Kernstadt. »Ich komme fast jeden Morgen zum Schwimmen hierher. Zu meinem Fitnessprogramm gehört es, täglich mehr als eine halbe Stunde zu schwimmen. So lange brauche ich inzwischen, um abwechselnd einen Kilometer Brust- und Rückenschwimmen und zu Kraulen. Fit halte ich mich auch mit regelmäßigen Spaziergängen«, berichtet der ehemalige Betriebswirt in der Mineralölbranche.

Pro Freibadsaison schwimmt er zwischen 110 und 120 Kilometer. »Was mir in dieser Saison fehlt ist eine Dauerkarte. Aber es geht ja leider in der Pandemie nicht anders.« Walter Selbach lobt das Team: »Das Freibad ist wie immer gut vorbereitet und wurde inzwischen auch schön saniert. Es ist ein wunderschön gelegenes und gut erreichbares Freibad.« Begrüßt wurde der erste Freibadbesucher in der Saison vom Stadtoberhaupt. Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr (CDU) überreichte ihm einen Gutschein vom Gewerbering.

Zwölf Gäste beim Frühschwimmen

Insgesamt zwölf Schwimmer hatten sich für das Frühschwimmen von acht bis 9.30 Uhr angemeldet. Und damit ideale Bedingungen für ihren Sport. »Um den Vorgaben des Wetteraukreises zu entsprechen, können sich pro Zeitfenster maximal 492 Badegäste gleichzeitig im Freibad aufhalten. Es gibt insgesamt vier Zeitfenster. Nach dem Frühschwimmen kommt das Mittagsschwimmen von zehn Uhr bis 13 Uhr, gefolgt vom Nachmittagsschwimmen von 13.30 bis 16.30 Uhr und dem Abendschwimmen von 17 bis 19 Uhr«, informiert Jörg Lau. Der Meister für Bäderbetriebe steht seit Januar 1996 in städtischen Diensten. Zum Team gehören Kollege Lutz Buchner, zwei Schwimmmeister von einer Zeitarbeitsfirma und fünf Badewärterinnen.

Vorbereitet auf die Saison wurde das Freibad ab dem 1. März. Zu den Arbeiten gehörten das Wasser im Becken ablassen, die alte Farbe von den Beckenwänden abkratzen, neu streichen und alle Becken mit 2600 Kubikmeter Wasser auffüllen. »Das sind circa 2 600 000 Flaschen Wasser«, sagt Lau. Erneuert wurden auch Plattenwege, die Mauer an der Terrasse und der Zaun hat einen neuen Anstrich erhalten. »Was mir fehlt ist ein Ahorn am Planschbecken. Ich habe 25 Jahre lang auf diesen Baum geblickt, aber die Sicherheit der Badegäste geht vor. Der Ahorn musste gefällt werden, da er bereits im letzten Jahr keine Blätter mehr hatte.«

Tickets vorab buchen

Lau hat nur einen Wunsch: »Ich wünsche mir eine ruhige Saison ohne größere Unfälle mit fröhlichen und vernünftigen Badegästen.« Vor Corona besuchten an Sommertagen zwischen 2500 bis 2800 Besucher das Vilbeler Freibad. In der Saison gelten vorerst die Abstands- und Hygieneregeln, Tickets müssen vorab für eines der vier Zeitfenster entweder online über Frankfurt TicketRheinMain oder vor Ort im Kartenbüro erworben werden. Weitere Infos zum gibt es unter www.bad-vilbel.de/ freizeit/freibad inklusive eines Links auf das Ticketsystem.

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