Gewinnerlächeln: Neuntklässlerin Lilli Fitzner gehört zu den Bundessiegern. 	 FOTO: CF
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Gewinnerlächeln: Neuntklässlerin Lilli Fitzner gehört zu den Bundessiegern. FOTO: CF

31 Preise für kreative Arbeiten gewonnen

  • vonChristine Fauerbach
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Bad Vilbel (cf). Strahlende Gesichter im Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) bei Schülern, Lehrern und dem Schulleiter. Beim 67. Europäischen Wettbewerb, Deutschlands ältestem Schülerwettbewerb und einer der ältesten transnationalen Initiativen zur politischen Bildung in Europa, holten sich die Gymnasiasten aus der Quellenstadt mit ihren kreativen Arbeiten insgesamt 31 Preise.

Bundesweit mit dabei waren 75 159 Schüler, das sind 5000 Teilnehmende mehr als im Vorjahr, aus 1177 Schulen. Aufgerufen hatten die Veranstalter von der Europäischen Bewegung Deutschland die Schüler, sich auf das zu besinnen, »was uns verbindet«. Umgesetzt haben sie ihre Ideen getreu des Mottos »EUnited-Europa« mit Zusammenhalt und Verbundenheit kreativ auseinanderzusetzen. Eingereicht wurden Bilder, Videos, Poetry-Slams, selbst komponierte Songs, Geschichten, Plakatkampagnen oder internationale eTwinning-Projekte.

Vorarbeit dauerte mehrere Monate

»Der Themenwettbewerb rückte in seiner 67. Runde die Aktivitäten der Europäischen Union durch die Orientierung am Jahresmotto stärker in den Vordergrund als bisher«, erläuterte Kunstpädagogin Herta Maria Reitz. In der Bundesrepublik Deutschland steht der Europäische Wettbewerb, der erstmals 1953 in Frankreich als Aufsatzwettbewerb ausgeschrieben war, unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Gemeinsam mit Schulleiter Carsten Treber sprach sie den Schülern, coronakonform in kleinen Gruppen, ihre Glückwünsche aus, überreichte Urkunden, Büchergutscheine und jeweils fünf mit den Motiven der Schüler bedruckte Postkarten. »Bei diesem Wettbewerb geht es nicht darum, schöne Bilder zu malen, sondern sich mit den Themen auseinanderzusetzen. Das ist bei den Themen für die höheren Klassen mühsamer, weil anspruchsvoller«, sagt Lehrerin Reitz.

Das bestätigen fünf Neuntklässlerinnen mit Kopfnicken. »Die Vorarbeit für mein Bild hat ein halbes Jahr gedauert«, erklärt Lilli Fitzner. Die Fünfzehnjährige sicherte sich mit ihrem Bild zum Thema »Körperkult(ur)« je einen Landes- und Bundespreis. Nach Abschluss der Vorarbeiten ging es bei den meisten schnell. »Ich habe meine beiden Bilder zum Thema ›Klima in Europa‹ jeweils in einer Nacht gemalt«, berichtet Josephine Hilser. Sie freute sich wie Anouk Jouaux »Das gemeinsame Haus Europa«, Selina Stracke »Mein europäisches Sichtfenster« und Kiana Goderizie »Körperkult(ur)« jeweils über einen Landespreis.

Selina Stracke gehörte 2016 zu den Bundesiegern. »Alles tolle Werke«, lobte Schulleiter Carsten Treber die kreative Arbeiten. Gemalt hatten die Schüler ihre Bilder mit Acrylfarben oder Buntstiften. Bedauert wurde von allen, dass die Verleihung der Bundespreise durch die Pandemie nicht im großen Rahmen im Hessischen Landtag in Wiesbaden sowie die Landespreise im Europahaus in Friedberg stattfinden, sondern in kleinen Gruppen in den Klassenräumen.

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