Planungen enger abstimmen

  • vonRedaktion
    schließen

Bad Vilbel (pm). Derzeit werde auf dem Heilsberg viel über den Neubau des Wegs neben dem Seniorenpflegeheim Am Hang, der teilweise mit Treppe ausgeführt wird, diskutiert. Hierzu nimmt nun Erster Stadtrat und Baudezernent Sebastian Wysocki (CDU) Stellung: »Im Bebauungsplan ist am westlichen Grundstücksrand eine öffentliche Verkehrsfläche mit der besonderen Zweckbestimmung »Fußweg« festgesetzt. Hier ging es darum, die Funktion des quer über das Grundstück verlaufenden, nicht als Wegeparzelle vorhandenen Weges zu ersetzen.« Schon im Bebauungsplanverfahren seien verschiedene Anregungen zum Weg vorgebracht worden. Seinerzeit wurde angeregt, dass der neu anzulegende Fußweg barrierefrei zu gestalten sei. Die Gremien hätten hierzu beschlossen, dass der Fußweg nach Norden, der am Kindergarten der Gemeinde Verklärung Christi vorbei führt, zu erhalten ist, aber verlegt werde. Auch dazu sei damals festgehalten und von den Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt worden: Eine barrierefreie Nutzung des Weges gemäß Vorgaben für Rollstuhlfahrer sei in dem Gelände nicht möglich. Dafür sei das Gefälle zu stark. Wysocki betont, dass die öffentlichen Wegeverbindungen aufrechterhalten werden. Möglich sei es eine Kombination aus Rampen und Treppen, die für Fahrrädern und Kinderwagen geeignet ist, zu schaffen.

Höhenunterschied beträgt acht Meter

»Barrierefreiheit war natürlich auch bei den Planungen 2013/2014 schon ein Thema. Diese Planungen sind in den Erschließungsvertrag mit dem Investor eingeflossen und werden von ihm auf seine Kosten realisiert. Die Gehwegverbindung an der westlichen Grundstücksgrenze hat einen Höhenunterschied von circa acht Metern zu überwinden. Das vorhandene Gelände steigt von der Straße Am Hang zuerst leicht an, bevor es nach circa 20 Metern mit einer Neigung von zehn Prozent und nach weiteren 20 Metern mit einer Neigung von rund 27 Prozent weiter in Richtung Norden abfällt und nach insgesamt 65 Metern den weiterführenden Weg erreicht«, erklärt Wysocki.

Es ergebe sich eine Längsneigung von 12,4 Prozent, wobei der Höhenunterschied zum vorhandenen Gelände bis zu 2,80 Metern betrage und somit Hangsicherungsmaßnahmen notwendig gewesen wären. Auf der Länge des Grundstücks lasse sich der Höhenunterschied daher nur mit einer Treppenanlage überwinden. Insgesamt seien zehn Treppen in 3er-Gruppen angeordnet worden. Um die Beförderung von Kinderwagen oder Fahrrädern zu ermöglichen seien Fahrstufen vorgesehen sowie ein beidseitiger Handlauf.

Die Stadt habe die Treppenanlage für am geeignetsten gehalten. »Aufgrund der uns, leider erst im Nachhinein vorliegenden Informationen, verstehen wir den Unmut in der Bevölkerung und unter den damals handelnden Personen und bedauern dies zutiefst. Das Missverständnis resultiert daraus, dass der Ortsbeirat eine einfache Befahrbarkeit wollte in Kenntnis, dass diese nicht barrierefrei möglich sei und die Stadt die Barrierefreiheit meinte. Für zukünftige Vorhaben sichere ich zu, dass wir solche Wegeplanungen eng mit dem Ortsbeirat abstimmen werden.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare