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Eigentlich sollte es ein Hörspiel werden, doch aus der umfangreichen Geschichte um Border-Collie Barnie hat Marieluise Ritter jetzt ein Buch gemacht.

Pfiffige Collies und kluge Schafe

  • vonChristine Fauerbach
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Bad Vilbel/Frankfurt (cf). Viele Kinder in der Wetterau kennen Marieluise Ritter. Sie ist ihnen vor allem als Leiterin des Frankfurter Figurentheaters und als Autorin von Lieder- und Hörspiel-CDs und Theaterstücken ein Begriff. Leser ab dem achten Lebensjahr dürfen sich jetzt auf ihr neues Buch »Barnie und die heimlichen Denker« freuen.

Es ist das sechste Buch von Marieluise Ritter und zugleich eine Vorbereitung für die nächste Radtour, oder Reise, da die Geschichte in der Lüneburger Heide spielt. Sie könnte aber auch in Frankreich, Italien, Österreich oder einem anderen Land spielen. Die Leser schließen Bekanntschaft mit pfiffigen Vierbeinern, netten, aber auch nervigen Menschen. Zu den aufgeweckten Vierbeinern gehört Außenseiter Barnie, ein Border-Collie mit Weltmeisterstammbaum und einem gut gehüteten Geheimnis. Wie auch sein Arbeitskollege Schafpudel Gobbo, ein versierter Hütehund mit Stammbaum, gründlicher Ausbildung, zahllosen Prüfungen und mehreren Medaillen. Verstärkt wird das Hütehunde-Duo durch eine Herde Heidschnucken, ihren Schäfer Bastian und jede Menge neugieriger Touristen.

Praktikum bei einem Schäfer

Schnell stellt sich heraus, dass einige Schafe klüger sind als das Gros der Herde. Diese Ausnahmeschafe gründen den HeiDe-Club. Was es mit diesem Club auf sich hat, soll hier nicht verraten werden.

Drei Jahre lang hat Musikpädagogin und Sängerin Ritter recherchiert und an dem Buch gearbeitet. »Ich habe die Geschichte immer wieder zur Seite gelegt, um auf Recherchereise in die Lüneburger Heide und in die Provence zu fahren, wo ich bei drei Schäfern tageweise hospitiert habe und die mir geduldig alle Fragen beantwortet haben, sagt die Autorin. Sie habe bei ihren Aufenthalten viel Erstaunliches über die Intelligenz von Schafen erfahren, »sodass ich mich für meine Klischeevorstellungen schämte«.

Ritter ist von Border-Collies, deren Intelligenz und Freundlichkeit fasziniert. »Ein Border-Collie, der nicht hüten kann, ist ungefähr wie ein Trüffelschwein, das nicht wühlen mag«, meint sie.

Eigentlich plante Marieluise Ritter, ein neues Hörspiel zu schreiben und bat ihre Schwiegertochter Sylvia Ritter ihr ein Cover und später Illustrationen zu entwerfen. »Der Border Collie, der jetzt den Titel schmückt, hat mich während der gesamten Arbeit an der Geschichte begleitet und inspiriert. Ich brauchte ihn nur anzusehen, schon begann die Leinwand in meinem Kopfkino zu leben.«

Verstärkt wurde das »Drehbuch« durch die Erinnerung an Schafe und verschiedene Hütehunde. »Die Geschichte wuchs und überzog gnadenlos den zeitlichen Rahmen für ein Hörspiel.« Und so wurde aus der Geschichte ein unterhaltsames Buch mit Sachinfos.

Der Buchtitel ist das Ergebnis von Publikumsbefragungen. Inzwischen ist das Buch »Barnie und die heimlichen Denker« auf dem Markt und im örtlichen Buchhandel erhältlich. Marieluise Ritter möchte, falls möglich, im Sommer eine Lesereise in die Lüneburger Heide machen. Bis dahin schreibt sie an ihrem nächsten Buch »über einen frühzeitig pensionierten Polizeihund«.

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