Perspektiven für Familien

Bad Vilbel (pm). Zuletzt hätten vermehrt Menschen das Gespräch mit den Bad Vilbeler Grünen gesucht und ihre Sorgen um bezahlbaren Wohnraum beklagt, teilt die Partei mit. Nachdem die größten Flächen im Quellenpark und Im Schleid ohne Auflagen für bezahlbare Wohnungen von der Stadt verkauft worden seien, richteten sich die Hoffnungen nun auf die Grundstücke des Georg-Muth-Hauses und südlich des Dortelweiler Platzes.

Kathrin Anders, Spitzenkandidatin der Grünen, erklärt: »Mit uns Grünen wird es eine Bebauung der Fläche südlich des Dortelweiler Platzes und des Areals vom Georg-Muth-Haus nur geben, wenn mindestens ein Drittel der Bebauung deutlich günstigere Mietwohnungen bietet.«

Isil Yönter berichtet von ihrer jüngsten Begegnung. Auf dem Niddaplatz habe sie eine Frau angesprochen. die ihre Enttäuschung über die Wohnungsbaupolitik in der Stadt äußerte. Sie habe sich als Single und berufstätige Krankenschwester vorgestellt, die auf der Suche nach einer Wohnung sei, die sie von ihren Einkünften bezahlen könne und auch Raum für eine Lebensplanung mit Kinderwunsch erlaube.

Stadt attraktiv für Jüngere machen

»Mich als Sozialpolitikerin bewegen solche Schilderungen sehr. Ich begnüge mich nicht mit dem Slogan einer familienfreundlichen Stadt, wenn für die Familiengründung keine Perspektiven geboten werden«, sagt Yönter.

Nach Auffassung der Grünen ist der Wohnungsbau in Bad Vilbel völlig aus dem Gleichgewicht geraten. In fünf Jahren seien über tausend Wohneinheiten zum Erwerb errichtet und etliche Baugrundstücke veräußert worden. Demgegenüber stünden etwas mehr als 40 bezahlbare Mietwohnungen. Bestürzend sei, dass inzwischen Haushalte mit mittleren Einkommen 40 Prozent und mehr ihres Netto-Einkommens für Wohnraum aufwenden müssten. »Wie sollen sich junge Menschen in Bad Vilbel ansiedeln? Sie fehlen unserer Stadt als Fachkräfte und als Nachwuchs im Ehrenamt«, sagt Yönter, »Unsere Stadt muss allen Menschen Wohnraum bieten, damit generationenübergreifendes, produktives und soziales Miteinander weiter möglich ist.«

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