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Die Gruppen sind durch die Nidda getrennt.

Omas gegen rechts bei Demo

Bad Vilbel (pm). Auf dem Niddaplatz war vor Kurzem viel los. »Eine unbekannte Gruppe hatte dazu aufgerufen, gegen die Maskenpflicht von Kindern in der Schule zu demonstrieren, weil Masken für sie angeblich schädlich seien«, teilen die Omas gegen rechts mit. »Der in den sozialen Netzwerken zu findende Aufruf benannte keinen verantwortlichen Ansprechpartner, an den man sich neugierig hätte wenden können«, heißt es.

Dennoch entschlossen sich die Omas gegen rechts von der Regionalgruppe Wetterau, kurzfristig eine Gegendemonstration anzumelden, die auch vom Ordnungsamt genehmigt wurde. Die Gruppe traf sich auf dem vom Ordnungsamt zugewiesenen Platz zwischen Bibliothek und Kurhaus. Sie wurden in ihrem stillen Protest von einer Gruppe »Fridays for Future«-Aktivisten und SPD-Mitgliedern und weiteren engagierten Bürgern unterstützt.

Kurz darauf sei unter militärischem Trommeln die unbekannte Gruppe eingetroffen, etwa 80 Teilnehmer, maskenlos und nur wenig auf Abstand achtend. »Demonstranten und Gegendemonstranten waren durch die Bibliotheksbrücke getrennt, der Zugang zum Niddaplatz vonseiten des Kurhauses war durch die anwesenden Polizisten für jeden verwehrt.« Die Redebeiträge aufseiten der Demonstration konnten nur bruchstückweise auf der anderen Seite der Nidda vernommen werden, doch was gehört werden konnte, enthielt den üblichen Inhalt der Maskenverweigerer-Reden, teilen die Omas gegen rechts mit. Der Nidda-Rad- und Spazierweg sei an diesem sonnigen Tag gut frequentiert gewesen, und obwohl es im Verhältnis zur Demonstration nur wenige Gegendemonstranten (etwa 30) gegeben habe, weckten diese jedoch bei den Passanten Interesse, heißt es. Die Gegendemonstration sei zur vereinbarten Zeit beendet worden.

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