"Arcadis" bei Rügen

Offshore-Windpark mit Bad Vilbeler Beteiligung

  • David Heßler
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Der Offshore-Windpark Arcadis in der Ostsee, nordöstlich von Rügen, komme "mit Riesenschritten" voran, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Minkel. Die Stadtwerke halten über die Projektgesellschaft KNK Wind GmbH fünf Prozent an den 27 Windenergieanlagen.

Die Beteiligung werde in Bad Vilbel laut Minkel Investitionen von 35 Millionen Euro auslösen und die zurechenbare Stromproduktion um rund 50 auf rund 150 Millionen Kilowattstunden erhöht werden.

In diesen Tagen seien 28 Stahlröhren von zehn Meter Durchmesser und 107 Meter Länge bestellt worden. Bei MHI Vestas habe der Betreiber 27 Anlagen mit je 9,5 MW und 174 Meter Rotordurchmesser bestellt. Mit der Errichtung soll laut Minkel im ersten Halbjahr 2022 begonnen werden. Bis zum Jahresende 2022 soll der erste Strom fließen.

Die Stadtwerke hätten das Projekt "über 13 Jahre mit langem Atem und finanziellem Einsatz durch eine Tochterfirma am Leben erhalten". Ohne die Stadtwerke gebe es den Windpark nicht, betont Minkel in einer Pressemitteilung.

Das Projekt werde insgesamt rund 700 Millionen Euro erfordern. Da das Gesamtvolumen für die Stadtwerke zu groß gewesen sei, hätten Partner gesucht werden müssen. Bei den Stromkonzernen in Deutschland habe - bis auf die Ovag - keiner Interesse gezeigt. Daher seien 90 Prozent des Projekts an den belgische Offshore-Windparkbetreiber Parkwind gegangen. Minkel: "Die Flamen leisten eine hervorragende Arbeit. Für Deutschand ist es eine der vielen vertanen Chancen."

Die Stadtwerke betreiben im bayerischen Wertachtal durch eine Tochter auf der Fläche von 650 000 Quadratmetern eine der größten Fotovoltaikanlagen in Deutschland, daneben landgestützte Windräder. Laut Minkel hat Bad Vilbel somit eine führende Position in Deutschland in Sachen erneuerbare Energien.

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