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Neues Projekt der evangelischen Heilig-Geist-Gemeinde befasst sich mit Afrika

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Bad Vilbel (aho). »Hakuma Matata« heißt ein Song im Film »König der Löwen«, es bedeutet »Keine Probleme«. So war auch ein neues Kinderprojekt der evangelischen Heilig-Geist-Gemeinde auf dem Heilsberg überschrieben, das am Samstag stattfand. Hierbei sollten Kinder sich spielerisch mit Afrika beschäftigen und so etwas über diesen Kontinent lernen.

Bad Vilbel (aho). »Hakuma Matata« heißt ein Song im Film »König der Löwen«, es bedeutet »Keine Probleme«. So war auch ein neues Kinderprojekt der evangelischen Heilig-Geist-Gemeinde auf dem Heilsberg überschrieben, das am Samstag stattfand. Hierbei sollten Kinder sich spielerisch mit Afrika beschäftigen und so etwas über diesen Kontinent lernen.

Melanie und Marc Dudda sowie Sabine und Frank Siegemund - teils Mitglieder im Kirchenvorstand - hatten gemeinsam mit Kirchenvorstands-Mitglied York Fanger die Idee, einen Thementag für Grundschüler zu veranstalten. »Dabei bot sich Afrika als Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft geradezu an«, erzählte Melanie Dudda. Dass Afrika viel mehr ist, als Fußball-Weltmeisterschaft, und wie viel man über diesen Kontinent erfahren kann, das wollten die Initiatoren mit den Kindern spielerisch erkunden.

Schon der Tanz »Ayelevi« nach der Vorstellungsrunde, den die Kantorin Nilani Stegen einführend vorstellte, war für die Teilnehmer anspruchsvoll. Denn zunächst lernten die Kinder den Text und die Melodie. Der Text »Ayelevi me kalomido papa Ayele ah, mido papa Ayele« ehrt einen berühmten Tänzer und heißt übersetzt: »Ayelevi, möge deine Seele weiterhin fröhlich tanzen, du Sohn des Ayele.« Hinzu kam dann ein gemeinsames gleichzeitiges Klatschen mit dem rechten und dem linken Nachbarn sowie Gehen in der Kreisbewegung. Was zunächst immer flüssiger und dann auch schneller ging.

Danach teilten sich die 16 Kinder in verschiedene Gruppen auf, die entweder mit Marc Dudda eine Hütte bauten, mit den Frauen eine Zeltplane mit »afrikanischen« Motiven bemalten oder mit York Fanger die Geografie des Kontinents erkundeten.

»Ich habe gar nicht gewusst, wie viele Staaten Afrika hat, nämlich an die 70«, bekannte Fanger, der mit den Kindern gemeinsam ein »Afrika-Puzzle« machte, das aus den Umrissen der verschiedenen Staaten bestand. Flaggen und Namen der Länder zuordnen, gehörte ebenfalls zum Spiel. »Lustig war, dass ein Kind meinte, dass es wohl nicht nur ein ›Madagaska‹ gebe, sondern auch ›Madagaska 2‹«, lächelte Fanger darüber, was einem das Kino über die Welt erzählt.

Mit dem gemeinsamen Mittagessen lernten die Kinder auch das kulinarische Afrika kennen. Die hinzugezogene Familie Kossa aus Mosambik bereitete Hähnchenschenkel - gekocht und gebraten - in Kokosmilch mit Erdnusssoße vor. Zum Nachtisch gab es Papaya und Mango in Zitronensaft. Die Kinder lernten ein afrikanisches Alphabet, suchten sich aus einer Liste einen afrikanischen Namen aus und konnten diesen - wie ihren eigentlichen - dann in der neuen Schrift auf der Zeltbahn verewigen. Und sie lernten Spiele, die ihre afrikanischen Altersgenossen an ähnlich warmen Tagen, wie diesem Samstag, spielen.

»Alle Vierteljahre möchten wir einen solchen Kindertag in unserer Gemeinde anbieten«, erklärten Sabine Siegemund und Melanie Dudda. Vermutlich werden sich die nächsten Kindertage um andere Kontinente drehen.

Zum Abschluss dieses Afrika-Tages spielte Stegen auf der Kirchenorgel im Rahmen der »Vilbelmonte Konzerte« das Orgelkonzert »Die fürchterlichen Fünf« von Michael Benedict Bender. Die Geschichte, ein bekanntes Kinderbuch, handelt von den fünf Außenseitern Spinne, Kröte, Ratte, Hyäne und Fledermaus. Sie fühlen sich hässlich und lernen, dass dieses »Hässlich-Sein« nicht ihre Welt bestimmen solle, sondern, dass sie immer weiter mutig voran bewegen können.

»Das Stück erinnert im Aufbau ein wenig an ›Peter und der Wolf‹«, erklärte Stegen. »Die Tiere haben eigene musikalische Erkennungsmelodien, und ein Erzähler berichtet die Geschichte.« Diesen Part hatte Fanger übernommen.

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