Neuer Film über Ziegeleiwesen

  • VonChristine Fauerbach
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Mit der Sprengung des 60 Meter hohen Ziegelschornsteins des Ringofens Ende Oktober 2015 endete die 150-jährige Massenheimer Ziegeleigeschichte. Ein 5,20 Meter hohes Teilstück des Schornsteins ist als Denkmal am Kreisel an der Bahnunterführung in der Homburger Straße aufgebaut. Auf dem Ziegelei-Gelände, wo seit 1865 Ziegel gebrannt wurden, erinnert heute nichts mehr außer ein neues Wohn- und Verwaltungsgebäude an die Firmen KeraForm und TerraConcept der Familie Strauch. Auf dem größten Teil des Areals ist eine moderne Wohnsiedlung mit 81 Einfamilienhäusern entstanden.

Mit der Sprengung des 60 Meter hohen Ziegelschornsteins des Ringofens Ende Oktober 2015 endete die 150-jährige Massenheimer Ziegeleigeschichte. Ein 5,20 Meter hohes Teilstück des Schornsteins ist als Denkmal am Kreisel an der Bahnunterführung in der Homburger Straße aufgebaut. Auf dem Ziegelei-Gelände, wo seit 1865 Ziegel gebrannt wurden, erinnert heute nichts mehr außer ein neues Wohn- und Verwaltungsgebäude an die Firmen KeraForm und TerraConcept der Familie Strauch. Auf dem größten Teil des Areals ist eine moderne Wohnsiedlung mit 81 Einfamilienhäusern entstanden.

Wer einen Blick zurück in das örtliche Ziegeleiwesen werfen möchte, hat dazu am Samstag, 12. August, Gelegenheit im Massenheimer Heimatmuseum. Dort ist die ungefähr 10 000 Jahre alte Geschichte des Ziegeleiwesens dokumentiert.

Früher war die Ludwig-Landmann-Straße die »Frankfurter Ziegelallee«, das Areal der heutigen Nordweststadt ein einziges großes Abbaugebiet. Auch in Bad Vilbel hat es diesen alten Industriezweig gegeben. Zum lokalen Abbaugebiet gehörte das Areal in der Homburger Straße ab der Eisenbahnunterführung. Dort bauten einst auf der Vilbeler Seite die Firma Jamin und auf der Massenheimer Seite die Firma Strauch den Rohstoff ab.

Begrüßt im Museum werden die Besucher von Ziegeleiarbeiter Heinrich, um den herum alte Ziegelsteine, Dachziegel und Scherben zu sehen sind wie auch Formen und Kellen. Einen Blick werfen kann man in die populärwissenschaftliche Abhandlung »Bad Vilbel und seine Ziegeleien« von Konrad Schneider. Seine öffentliche Premiere feiert der von Ziegeleiunternehmer Michael Strauch finanzierte 14.28 Minuten lange Film »KeraForm – Spezialziegelei«. Dokumentiert ist der Herstellungsprozess von Spezialziegeln mit schweren Maschinen in einem modernen Werk. »Der Film ist ein geeignetes Medium, um diesen Teil der Industriegeschichte aufzugreifen«, sagt Wolfgang Boos. Gezeigt wird die Herstellung und Entwicklung von Sonderformaten und Spezialziegeln für den Mauerwerksbau sowie die fünfstufige Produktionsphase eines Ziegels.

Die Ausstellung über das Ziegeleiwesen im Heimatmuseum Massenheim ist wie auch die Geschichte Bad Vilbels als Stadt des Mineralwassers im Brunnen- und Bädermuseum sowie Betriebsführungen »Ein sprudelndes Erlebnis – Vom Lauf des Mineralwassers von der Quelle bis in die Flasche« bei Hassia Mineralquellen Teil der Tage der Industriekultur Rhein-Main. Im Mittelpunkt steht das Thema »Material«. (Foto: cf)

Das Heimatmuseum Massenheim ist am 12. August von 14 bis 17 Uhr geöffnet, das Brunnen- und Bädermuseum am Sonntag, 13. August, von 12 bis 18 Uhr. Um 15 Uhr wird eine Führung angeboten. Infos zu Betriebsführungen bei Hassia Mineralquellen gibt es unter www.hassia.com.

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