Südumgehung für Bad Vilbel: Der Verkehr wird auf einer zusätzlichen Spur bis zur Fertighausausstellung geführt. FOTO: PRIVAT
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Südumgehung für Bad Vilbel: Der Verkehr wird auf einer zusätzlichen Spur bis zur Fertighausausstellung geführt. FOTO: PRIVAT

Neue Wege der Mobilität beschreiten

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Bad Vilbel(pm). "In Sitzungen, Workshops und auf Grundlage unserer Vilbel-Fragen-Bürgerbeteiligung haben wir Wege erarbeitet, die unsere Stadt voranbringen statt ausbremsen sollen", sagt CDU-Stadtverbandsvorsitzender und Landtagsabgeordneter Tobias Utter. Ihr Konzept hat die CDU in vier Schwerpunkte eingeteilt: "Autoverkehr", "Bus und Bahn", "Radverkehr" und "Zu Fuß unterwegs". Im ersten Teil geht es nun darum, wie die Quellenstadt vom Autoverkehr entlasten werden kann.

Autofahrer, die von Frankfurt nach Bergen-Enkheim oder in den Main-Kinzig-Kreis fahren wollen, sollen nach Meinung der CDU künftig eine neue Südumgehung nutzen.

Die Idee: Der Autoverkehr wird auf einer zusätzlichen Spur bis zur Fertighausausstellung geführt. Die Umgehung biegt vor der Ausstellung nach Osten ab und führt von dort aus wieder parallel zur Bundesstraße 521 bis zum Ortseingang Bergen-Enkheim. Dort überquert die Südumgehung die Bundesstraße mittels einer Brücke und fädelt sich wieder auf die B 521 ein. Das Ziel: Der Verkehr soll besser fließen - indem eine schnelle und komfortable Verbindung aus dem Osten Bad Vilbels nach Frankfurt geschaffen wird. "Durch diese Maßnahme wollen wir Bad Vilbel vom Durchgangsverkehr auf der Büdinger Straße/Landesstraße 3008 entlasten", erklärt Utter. Bad Vilbels Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) hatte 2018 die Idee einer Südumgehung in die öffentliche Debatte eingebracht.

"Ein Kritikpunkt war der Flächenverbrauch. Hieran haben wir gearbeitet - und die Idee einer kreuzungsfreien Trassenführung trotzdem nicht aufgegeben", so Utter. Je mehr Menschen sich ein Auto teilen, desto besser - und desto weniger Parkraum wird benötigt. Deshalb will die CDU Bad Vilbel das bisher nur in Ansätzen verfügbare Carsharing-Angebot in der Quellenstadt ausbauen.

Weiterhin will die CDU in den kommenden fünf Jahren die Zahl der Ordnungspolizisten in der Stadt erhöhen. "So wollen wir sicherstellen, dass der Bad Vilbeler Verkehr intensiver kontrolliert werden kann, auch abends und am Wochenende", betont Utter. Das gelte sowohl für Temposünder als auch für Falschparker. Schon jetzt herrscht auf der B 3 täglich Stau: Der Abschnitt zwischen Massenheim und Kloppenheim ist ein Flaschenhals. Aus Sicht der CDU die einzig akzeptable Lösung: der baldige Ausbau des Streckenabschnitts auf zwei Spuren je Fahrtrichtung. "Verkehrsminister Tarek Al-Wazir von den Grünen hat nun diesem Projekt hohe Priorität eingeräumt: Wie er jüngst verkündet hat, können die Kommunen mit den Planungen für den Ausbau beginnen", so Utter. Denn neue Baugebiete in der Region ausweisen gehe nicht ohne einen zeitgleichen Ausbau der Verkehrswege. "Für uns ist dabei auch klar: Der Lärmschutz für die Anwohner muss gewährleistet sein und wir wollen weiterhin eine leistungsfähige Anbindung der L 3008 an die B 3." Die Ausbaustecke ist circa vier Kilometer lang. Die Kosten in Höhe von etwa 32 Millionen Euro trägt der Bund, die Planungskosten das Land. Für 2030 wird mit einem täglichen Verkehrsaufkommen von 40 000 Fahrzeugen auf diesem Streckenabschnitt gerechnet. Ein Großteil des täglichen Autoverkehrs will nicht nach, sondern durch Bad Vilbel hindurch. Deshalb müssen Land und Bund laut der CDU mehr unternehmen, um wichtige Infrastrukturprojekte wie den sechsspurigen Ausbau der A 661, den achtspurigen Ausbau der Autobahn sowie die Fertigstellung des Riederwaldtunnels rasch zu realisieren. "Diese Projekte schaffen Luft, die dazu beitragen wird, Vilbel vom Durchgangsverkehr zu entlasten", meint Utter.

Parkplatzsuche minimieren

Die CDU will außerdem ein neues Parkleitsystem: "So können wir den Verkehr mittels digitaler LED-Displays intelligent steuern und die Autofahrer über die aktuelle Park- und Verkehrssituation informieren", erklärt Utter.

"Insbesondere weil nächstes Jahr die Inbetriebnahme des Parkhauses mit mehr als 300 Stellplätzen unter der Stadthalle ansteht und so der Parksuchverkehr in der Frankfurter Straße und den Wohngebieten deutlich zurückgehen wird, kommen wir unserem Ziel näher: Autofahrer sollen bei der Parkplatzsuche nicht mehrere Runden durch die Innenstadt ziehen müssen. Das wird auch zu einer Entlastung des Kreisverkehrs am Südbahnhof führen."

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