Neue Stadtbusse

Neue Vilbus-Flotte und neue Haltestellen

  • Holger Pegelow
    vonHolger Pegelow
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Der Fahrplanwechsel bringt im Busverkehr in Bad Vilbel Neuerungen. Die Stadtwerke haben die Fahrpläne und die Strecken der Vilbusse überarbeitet. Was sich ab 11. Dezember ändert.

Im Frühjahr hatten Stadt und Stadtwerke die Ergebnisse einer Verkehrsanalyse veröffentlicht. Das Planungsbüro IMB hatte alles genau unter die Lupe genommen: Haltestellen, Streckenführung, Passagierzahlen. Die Ergebnisse führten zu Änderungen, die ab Mitte Dezember wirksam werden. Wichtigste Neuerungen sind: Etliche Haltestellen, etwa im Grünen Weg oder am Berufsförderungswerk/TH Mittelhessen, fallen weg. Die Linienführung des 63er Busses wurde so geändert, dass er an der Westseite des Nordbahnhofes hält. »Damit haben die Passagiere einen barrierefreien Übergang in die Bahnen«, hoben Erster Stadtrat Sebastian Wysocki und Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Ralph Franke hervor. Zudem gibt es eine durchgehende Nord-Süd-Verbindung vom Heilsberg über den Südbahnhof bis nach Dortelweil. Die am meisten frequentierten Buslinien 60 und 64 fahren dort künftig im 30-Minuten-Takt.

Drei große Busse und drei Minibusse bestellt

Zudem werden die Fahrgäste komfortabler unterwegs sein. Die Stadtwerke haben drei große Busse und drei Minibusse bestellt. Während die großen Busse mit 35 Sitz- und 40 Stehplätzen die Nord-Süd-Achse fahren, sollen die Minibusse auf der Niederberg-Linie 61 sowie zwischen der Kernstadt und Massenheim und Gronau unterwegs sein. Der alte Verstärker-Gelenkbus für den Schülerverkehr hat ausgedient, stattdessen wird ein großer Bus unterwegs sein, der nach Angaben der Verantwortlichen auch bei einem Ausfall eines anderen Fahrzeugs auf der Strecke Kernstadt-Dortelweil eingesetzt werden kann.

Die neue Busflotte verfüge über niedrige, bequeme und barrierefreie Einstiege, Stellplätze für Kinderwagen und Rollstühle. Ein besonderes Augenmerk gilt der Linie 61, wo ab 11. Dezember Minibusse mit 25 Plätzen verkehren.

Die Änderungen im Einzelnen

Die Linien 60 und 64 Südbahnhof–Heilsberg–Dortelweil verkehren direkt zwischen Dortelweil und Heilsberg. Zur Verbesserung der Fahrplanzuverlässigkeit und Beschleunigung werden die Haltestellen Elisabethenstraße, Berliner Straße und Carl-Schurz-Straße nicht mehr angefahren. Neue Haltestelle ist die Danziger Straße.

Die Linie 61 Südbahnhof–Niederberg verkehrt zweimal pro Stunde und fährt einmal pro Stunde auch den Bahnhof Bad Vilbel auf der Westseite an. Zur Beschleunigung werden die Haltestellen Grüner Weg, Ulmenweg, Elisabethenhain und Siesmayerstraße nicht mehr angefahren. Neue Haltestellen sind Altes Rathaus, Kurhaus, Niddastraße und Bahnhof.

Die Linie 62 Südbahnhof–Gronau startet bereits um 6.57 Uhr in Gronau und stellt somit eine frühe Verbindung von Gronau in die Kernstadt sicher.

Die Linie 63 Südbahnhof–Massenheim verkehrt weiterhin stündlich, fährt aber auch den Bahnhof Bad Vilbel/Westseite an. Hier entfallen die Stopps Im Mühlengrund, Berufsförderungswerk und Saalburgstraße. Neu hinzu kommen Hainstraße, Ziegelei, Kennedy-Schule.

Linie 64 Südbahnhof–Dortelweil: siehe oben. Allerdings werden die Haltestellen in Alt-Dortelweil nur noch im Stundentakt angefahren. Aufgehoben werden die Stopps Kurhaus, Niddastraße, Limesstraße und Raiffeisenstraße. Stattdessen kommt neu die Kasseler Straße dazu.

Beim Schulverstärker 60/64S ergibt sich eine Änderung in der Abfahrtszeit nach Schulende. Der Bus startet um 13.15 Uhr an der Niddastraße in Richtung Heilsberg. Während die Haltestelle Carl-Schurz-Straße nicht mehr angefahren wird, hält der Bus künftig in der Danziger Straße.

Die Verantwortlichen sind sicher, dass die Veränderungen »greifen werden«, sagten Rüdiger Milke, kaufmännischer Leiter der Stadtwerke, sowie Franke und Wysocki.

Info

Zehn Liter weniger Sprit

Die neue Busflotte wird genauso gelb aussehen wie die alte. Während die vier Buslinien seit 1995 mit Midi-Bussen gefahren wurden, werden auf der Hauptstrecke große Fahrzeuge eingesetzt. Mini-Busse kommen auf der Niederberg-Linie sowie von und nach Gronau und Massenheim zum Einsatz. Die Midi-Busse seien von ihrer Bauart her ein Nischenprodukt, sagten Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Ralph Franke und der kaufmännische Leiter Rüdiger Milke. Sie seien »anfällig für Schäden« und hätten zudem einen höheren Spritverbrauch. Am deutlichsten werde sich der Unterschied auf der Niederberg-Strecke zeigen. Die Busse der Linie 61 verbrauchen laut Hersteller nur noch 20 Liter Diesel pro 100 Kilometer, die alten Midi-Busse brachten es auf 30 Liter.

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