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Neue Dreifeldsporthalle ist nach acht Monaten Bauzeit fertig

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Bad Vilbel (süd). Nach acht Monaten Bauzeit ist die neue Dreifeldsporthalle in der Saalburgstraße fertig. Nach der offiziellen Einweihung am kommenden Samstag steht die Halle einen Tag später am Sonntag, 5. Dezember, der Bevölkerung offen. Am Montag beginnen dann Schul- und Vereinssport in dem modernen Neubau. Die Baukosten belaufen sich auf rund drei Millionen Euro, davon trägt der Wetteraukreis eine Millionen Euro, weil die Halle für den Schulsport genutzt wird.

Bad Vilbel (süd). Nach acht Monaten Bauzeit ist die neue Dreifeldsporthalle in der Saalburgstraße fertig. Nach der offiziellen Einweihung am kommenden Samstag steht die Halle einen Tag später am Sonntag, 5. Dezember, der Bevölkerung offen. Am Montag beginnen dann Schul- und Vereinssport in dem modernen Neubau. Die Baukosten belaufen sich auf rund drei Millionen Euro, davon trägt der Wetteraukreis eine Millionen Euro, weil die Halle für den Schulsport genutzt wird.

Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr sprach am Montag im Rahmen eines Pressegesprächs von einer »riesigen Investition in die sportliche Infrastruktur« der Stadt. Er rief die Bürger dazu auf, sich am Sonntag von 13 bis 17 Uhr selbst ein Bild zu machen und sich anzuschauen, »was für sie investiert worden ist«. Die zusätzlichen Kapazitäten würden dem Schulsport, aber auch den Sportvereinen vor allem in der Kernstadt zugutekommen. Die alte Halle in der Saalburgstraße muss »in absehbarer Zeit« saniert werden, so der Bürgermeister.

Gemeinsamer Zugang

Die Dreifeldhalle wurde direkt an die bestehende Sporthalle angeschlossen. Beide haben nun einen gemeinsamen neuen Zugang. Vom Hauptflur führt nicht nur der Durchgang zur alten Halle ab, an ihm liegen auch die acht Umkleideräume - vier für Frauen, vier für Männer - mit den entsprechenden Dusch- und WC-Räumen. Es gibt zudem Toiletten im Eingangsbereich, Lager- und Hausmeisterraum, Nebenräume für Lehrer, Trainer und Schiedsrichter sowie Geräteräume.

Bei der Planung und Umsetzung hat Stadtwerke-Prokurist Klaus Rotter mitgearbeitet. Er hatte zuvor bereits den Sporthallenneubau des SV Fun-Ball in Dortelweil betreut. Seine Erfahrungen sollten zu günstigen Baukosten und großer Wirtschaftlichkeit führen. Stöhr bezeichnete die Mitarbeit Rotters als »einen Glücksfall«.

Rotter stellte Einzelheiten zum Neubau vor. Aufgrund der »kostenoptimierten Ausrichtung« habe man auf eine Tribüne verzichtet. Die sei auch nicht nötig, da vor allem Schul- und Trainingsbetrieb in der neuen Halle stattfänden. Wettkämpfe könnten in der mit einer Tribüne ausgestatteten Zwillingshalle ausgetragen werden.

Die neue Halle lässt sich durch Vorhänge in drei Felder aufteilen, die unabhängig voneinander auch technisch bedient werden können. Die Sportgeräte sind ebenfalls für jedes Hallendrittel extra untergebracht. Sie wurden nach einer Empfehlung des Wetteraukreises angeschafft und »an bestimmten Stellen aufgewertet«, so Rotter.

Vor Baubeginn und während der Bauphase habe es Gespräche mit den Anwohnern gegeben. Ein Ergebnis sei ein optimierter Schall- und Lärmschutz. So schließen beispielsweise die Fenster automatisch, wenn ein bestimmter Lärmpegel überschritten wird. Dafür sorgt unabhängig ein Sensor. Zudem wurden die Wände komplett mit Velourbelag ausgelegt, was sich ebenfalls auf den Lärm - innerhalb und außerhalb der Halle - auswirke. »Wir haben hier keine harten Wände«, erklärte Rotter. Mit Sensoren geregelt wird auch das Licht. Für Schul- und Trainingsbetrieb gibt es eine bestimmte Einstellung, für Wettkämpfe eine andere. Und wenn jemand die Umkleide betritt, geht automatisch das Licht an - und wieder aus, wenn keine Bewegung mehr registriert wird.

Zentrale Steuerung

Die Halle wird zentral aus dem Hausmeisterraum gesteuert, die einzelnen Bereiche können aber auch separat eingestellt werden. Der Hausmeister hat zudem über einen Laptop von zu Hause aus die Möglichkeit, die Hallenwerte abzurufen und zum Beispiel einzusehen, wo Licht brennt. Diese Ausstattungen seien »über den Normalfall hinausgehend«, so Rotter.

Die Halle ist aufgrund des Nachbarbaus etwas größer als normale Dreifeldhallen. Die Sportfläche ist 48,30 Meter breit und 27,60 Meter lang. Die Halle hat eine lichte Höhe von 7,30 Meter, somit seien Volleyball-Wettkämpfe höherer Klassen möglich. Das Brauchwasser wird über eine Solaranlage erwärmt, eine Fotovoltaikanlage wurde nicht eingebaut. Das Dach ist aber für eine Nachrüstung ausgelegt, erklärte der Bürgermeister.

Der Wetteraukreis hat sich vertraglich ein Belegungsrecht für zwei Drittel der Halle an Werktagen bis um 17.15 Uhr gesichert. Deshalb hat er sich an den Baukosten beteiligt. Die Schülerinnen und Schüler des Georg-Büchner-Gymnasiums, der Saalburg- und der John-F.-Kennedy-Schule werden hier künftig in Sport unterrichtet. Alternativ hätte der Kreis die Einfeldhalle im GBG sanieren müssen.

Nach 17.15 Uhr und an Wochenenden gehört die Halle den Vereinen, federführend - wie in der benachbarten alten Halle - dem Turnverein. Dieser stellt mit Claus Fischer auch den Hallenverwalter, der alle Termine in den beiden Sportstätten koordiniert. Er sagte, der Neubau sei sehr schön geworden, er habe aber Angst vor Zerstörungen. Vandalismus sei in der alten Halle zurzeit ein ganz großes Problem, so Fischer. Er hofft, dass die Schulen bei der Bekämpfung des Vandalismus »aktiv mitarbeiten«.

8 Der Tag der offenen Tür beginnt am Sonntag um 13 Uhr. Wer Sportzeug mitbringt, kann selbst mitmachen. Der Turnverein, der FV Bad Vilbel und der SSC haben ein buntes Sportprogramm vorbereitet. Der Turnverein bietet zudem Kaffee und Kuchen an. Die Veranstaltung endet um 17 Uhr.

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