Netzwerke für Väter, Mütter, Kinder

  • Holger Pegelow
    VonHolger Pegelow
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In die wachsende Stadt Bad Vilbel ziehen immer mehr Familien. Sie suchen häufig nach sozialen Kontakten und Ansprechpartnern, damit sie sich in der Stadt orientieren und wohlfühlen können. Häufig sind dafür aber Netzwerke notwendig, wie sie Familienzentren bilden. Ein solches Zentrum ist die katholische Kinder- tagesstätte St. Nikolaus. Über deren Arbeit berichtete dessen Leiterin Christine Herget während der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses. Anlass dazu war ein Antrag der SPD, der im vergangenen November von der Stadtverordnetenversammlung an den Ausschuss überwiesen worden war. Auftrag der Stadtverordneten: Der Ausschuss soll zunächst einmal Informationen einholen. Die erhielt er nun von Herget und zwei Vertreterinnen des Caritasverbandes aus Frankfurt, wo es gleichfalls eine solche Einrichtung gibt.

In die wachsende Stadt Bad Vilbel ziehen immer mehr Familien. Sie suchen häufig nach sozialen Kontakten und Ansprechpartnern, damit sie sich in der Stadt orientieren und wohlfühlen können. Häufig sind dafür aber Netzwerke notwendig, wie sie Familienzentren bilden. Ein solches Zentrum ist die katholische Kinder- tagesstätte St. Nikolaus. Über deren Arbeit berichtete dessen Leiterin Christine Herget während der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses. Anlass dazu war ein Antrag der SPD, der im vergangenen November von der Stadtverordnetenversammlung an den Ausschuss überwiesen worden war. Auftrag der Stadtverordneten: Der Ausschuss soll zunächst einmal Informationen einholen. Die erhielt er nun von Herget und zwei Vertreterinnen des Caritasverbandes aus Frankfurt, wo es gleichfalls eine solche Einrichtung gibt.

Die Kita St. Nikolaus gehörte von 2007 bis 2011 zu den sechs Modellprojekten des Bistums Mainz. Vom Bistum gab es in der Projektphase je 6000 Euro pro Jahr. Inzwischen ist St. Nikolaus als Familienzentrum anerkannt und wird mit 12 000 Euro jährlich vom Land Hessen bezuschusst.

Die Einrichtung in der Kernstadt ist weit mehr als eine Kindertagesstätte. In einer Broschüre heißt es: »Unser katholisches Familienzentrum begleitet Familien im Alltag, bietet Lebens- und Begegnungsräume für Groß und Klein und schafft optimale Bedingungen für den Aufbau sozialer Netzwerke.« Praktisch orgainisiert wurde das, indem die Kita eng mit allen Gruppen der Pfarr- gemeinde vernetzt wurde und mit verschiedenen Beratungsstellen in der Stadt kooperiert wird.

Was sind »Kiezläuferinnen«?

So gebe es eine Zusammenarbeit mit der Stadtkapelle, dem städtischen Jugendamt, der Flüchtlingshilfe und der Schuldnerberatung. Es gebe auch spezielle Beratungsangebote für die Eltern. Kooperiert werde auch mit den Schulen, den anderen Kitas in der Stadt, der Lebens- und Erziehungsberatung und den Zahnärzten. Herget nannte auch einige aktuelle Angebote wie etwa Deutschkurse, Basteln, Yoga, Gedächtnisstraining. An der Kita gebe es inzwischen auch eine »Vorlese-Oma«, die 80-Jährige lese den Mädchen und Jungen regelmäßig etwas vor. Betreut würden in der Kita St. Nikolaus etwa 100 Mädchen und Jungen.

Die Kita-Leiterin machte deutlich, dass für das Familienzentrum aber viel ehrenamtliche Arbeit erforderlich sei. »Ein Familienzentrum ist schon ein immens hoher Aufwand«, sagte sie. Etwa 30 Kräfte habe man ehrenamtlich beschäftigt.

In Frankfurt-Ginnheim, am »Zentrum Morgenstern« sieht das ganz anders aus. Hier gibt es weit mehr hauptamtliche Kräfte als in Bad Vilbel. Angela Obio und Lucia Schweitzer machten in der Sitzung deutlich, dass es eine Erziehungsberaterin im Haus gebe, die für 13 Wochenstunden bezahlt werde. Eine Familienbildnerin sei mit 17 Wochenstunden angestellt. Insgesamt gebe es am »Morgenstern« 27 festangestellte Mitarbeiterinnen. »Dafür gibt es bei uns nur sehr wenige Ehrenamtliche«, sagten die beiden Referentinnen zum Erstaunen der Ausschussmitglieder und der Verantwortlichen von St. Nikolaus. Herget sagte: »So eine Familienberaterin hätte ich auch gerne.«

Die Referentinnen vom Frankfurter Caritasverband berichteten, dass an der dortigen Kita 113 Kinder betreut würden, davon 65 Prozent »mit anderer Fremdsprache«. In der Kita seien »Betreuung, Bildung und Beratung unter einem Dach«. Seit 2007 sei man ein von der Stadt gefördertes Kinder- und Familien-Zentrum. Es gebe eine breite Palette an Angeboten, wie etwa das Café international, ein Näh-Café, einen Vater-Kind-Treff, Entspannungsmalen für Frauen, eine Babylounge, Eltern-Kind-Gruppen, eine Familienlounge oder – wieder gibt es Erstaunen im Saal – das Projekt »Kiezläuferinnen«. Hier seien zwei Mitarbeiterinnen »täglich im Stadtteil unterwegs«.

Die Ausschussmitglieder stellten Nachfragen, die sich in der Hauptsache um den personellen Aufwand und den Zeitaufwand drehten. Eine Entscheidung wurde nicht getroffen, zunächst wollen sich die Parlamentarier näher mit den neuen Informationen sowie dem verteilten Info-Material befassen.

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