Nerviger Dauerstau auf L 3008

  • schließen

Wer aus Richtung Nidderau, Schöneck und Niederdorfelden im morgendlichen Berufsverkehr über Bad Vilbel nach Frankfurt pendelt, braucht gute Nerven: Rund 18[000 Fahrzeuge sind werktags auf der L[3008 unterwegs. Tatsächlich geht es oft nur im Schritttempo voran. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Katja Leikert aus Bruchköbel und Max Schad (Großkrotzenburg), der in den Landtag einziehen möchte, fordern nun ein Gesamtverkehrskonzept.

Wer aus Richtung Nidderau, Schöneck und Niederdorfelden im morgendlichen Berufsverkehr über Bad Vilbel nach Frankfurt pendelt, braucht gute Nerven: Rund 18[000 Fahrzeuge sind werktags auf der L[3008 unterwegs. Tatsächlich geht es oft nur im Schritttempo voran. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Katja Leikert aus Bruchköbel und Max Schad (Großkrotzenburg), der in den Landtag einziehen möchte, fordern nun ein Gesamtverkehrskonzept.

Teilweise staut sich der Verkehr kilometerweit bis nach Niederdorfelden zurück: Denn als Nadelöhr für Pendler aus Richtung Niederdorfelden erweist sich die Ampelschaltung im Bereich Büdinger Straße in Bad Vilbel. Immer weitere Kreise zieht diese Engstelle.

Nachdem die SPD kürzlich in Nidderau über das Thema diskutierte, haben nun Max Schad und Katja Leikert ein Gespräch mit der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil zum Thema geführt. Wie der Regionalbevollmächtigte Ulrich Hansel dabei schildert, ist nicht Hessen Mobil, sondern die Stadt Bad Vilbel innerorts für die L 3008 zuständig. Wegen der baulichen Lage bleibe den Verantwortlichen außer einer optimierten Ampeltaktung aber auch aus seiner Sicht wenig Handlungsspielraum.

"Wenn in Niederdorfelden und Schöneck mittelfristig weitere Baugebiete entwickelt werden und Bad Vilbel angekündigte Großprojekte umsetzt, wird sich die Verkehrssituation deutlich zuspitzen", fürchtet auch der Vorsitzende der CDU-Fraktion in Schöneck Markus Jung.

Karben sorgt für Entlastung

Für leichte Entlastungen können die Ortsumgehung Karben mit der neuen Kreisstraße 246, die am Freitag eröffnet wird sowie mittel- bis langfristig der geplante Riederwaldtunnel sorgen. Für sportliche Pendler soll bald ein Radschnellweg zur Verfügung stehen. Wer aber nach einer echten Lösung suche, der müsse einen weitergefassten Untersuchungsraum in den Blick nehmen.

"Was fehlt, ist aus meiner Sicht ein Gesamtverkehrsentwicklungsplan mit Weitsicht für die gesamte Region. Das gilt für Straßenbauprojekte ebenso wie für die Schiene mit der Nordmainischen S-Bahn oder dem Aus-/Neubau der Bahnstrecke Hanau–Fulda/Würzburg. Es kann nicht sein, dass eine Stadt wie Maintal nicht an das S-Bahn-Netz angeschlossen ist, von Gelnhausen ganz zu schweigen. Das ist ein klarer Standortnachteil für den Main-Kinzig-Kreis", sagt Leikert. "Für den Verkehr ist das Nadelöhr in Bad Vilbel ein großes Problem, das zu einem langen Rückstau führt. Wenn wir mehr Pendler vom Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel überzeugen wollen, muss die Niddertalbahn dringend ausgebaut und die Attraktivität erhöht werden", fordert Schad. Das "Stockheimer Lieschen" sei schon heute für die Anliegerkommunen eine unverzichtbare Lebensader, die jedoch weiter gestärkt und an aktuelle Bedürfnisse angepasst werden müsse.

Bad Vilbeles Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) hatte sich erst kürzlich zur Thematik geäußert. Auch er vertritt einen raschen Ausbau der Schienenstrecken östlich von Frankfurt sowie der Niddertalbahn von Bad Vilbel nach Glauburg-Stockheim, um das Nadelöhr zu entlasten.

"Wir leben in einer Pendlerregion, da sollten wir den Menschen das Leben nicht unnötig schwer machen", fordert Leikert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare