Schminktipps

Die natürliche Schönheit unterstreichen: Visagistin gibt Schminktipps an Volkshochschule Wetterau

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Beate Engelhardt verrät in einem Volkshochschulkurs in Dortelweil Tipps, wie frau sich ausdrucksvoll schminkt. Sie weiß: Weniger ist oft mehr.

Vorsichtig tupft Jana Rasch den feinen Pinsel in den braunen Lidschatten. Dann wirft sie einen konzentrierten Blick in den runden Spiegel, der vor ihr auf dem weißen Tisch steht, und beginnt, den weichen Puder auf ihrem Augenlid zu verteilen. "Suchen Sie sich für das Augen-Make-up zwei Farben aus, eine dunklere und eine hellere", empfiehlt Visagistin Beate Engelhardt.

Von Weiß über Sand und Olive bis Braun reichen die Lidschatten in warmen Naturtönen, zwischen denen die 13 Teilnehmerinnen ihres Kurses "Das perfekte Make-up" am Samstag wählen können. "Die Farbe soll heute nicht im Vordergrund stehen", erklärt Engelhardt. Stattdessen lernen die Frauen in dem dreistündigen Kurs der Volkshochschule Wetterau Techniken, wie sie sich ausdrucksvoll schminken können. "Ich möchte Frauen Tipps geben, wie sie ihre natürliche Schönheit unterstreichen können. Viele denken, sie brauchen viel Make-up, um sich schön zu machen, aber oft ist es sinnvoller, weniger zu machen", erklärt Engelhardt.

Pinsel, Tiegel, Spiegel

Pinsel, Tiegel, Lidschatten und Spiegel sammeln sich auf den Tischen in der alten Bürgermeisterei. Nach einer theoretischen Einleitung unterziehen die Teilnehmerinnen ihre Augenbrauen einer kritischen Betrachtung. "Die Augenbrauen rahmen das Gesicht. Man sollte darauf Wert legen, dass sie gut gezeichnet sind, weil dadurch viel Ausdruck entsteht", erklärt Engelhardt. Besonders helle Brauen oder kleine Lücken können mit einem passenden Lidschattenton ergänzt werden.

Anschließend folgt die Grundierung, die die Teilnehmerinnen mit feinen, kreisenden Bewegungen einarbeiten. "Die Make-up-Farbe muss dem natürlichen Hautton entsprechen. Sie sollte nach dem Auftragen ein gutes Hautgefühl ergeben." Mit Concealer werden Augenringe und Rötungen verdeckt. "Gehen Sie ganz minimalistisch vor, wir wollen keine hellen Flecken", mahnt Engelhardt. Das ist gar nicht so einfach. Eine Teilnehmerin wirft einen kritischen Blick in den Spiegel und fragt: "Das war jetzt zu viel, oder?" Engelhardt reicht ihr eine Box mit Papiertüchern, damit sie einen Teil der Farbe wieder abtupfen kann.

Puder sollte hochwertige Öle enthalten

"Das war für mich ein hilfreicher Tipp, dass man viel weniger Make-up benötigt als man denkt", sagt Claudia Hohmeister, die den Kurs besucht, um zu schauen, was sie besser machen kann. Sie benetzt den größten Pinsel mit etwas hellem Puder, den sie behutsam im Gesicht verteilt, um die Grundierung zu fixieren. "Der Puder wird von oben nach unten aufgetragen, damit sich die Gesichtshärchen nicht aufstellen", erklärt Engelhardt. "Puder sollte viele hochwertige Öle enthalten, und man sollte ihn nicht auf der Haut spüren."

Neben dem großen Puderpinsel werden für das perfekte Make-up noch sieben weitere Pinsel in verschiedenen Größen benötigt, unter anderem für Rouge, Concealer, Lidschatten und Lippen. "Gute Pinsel sind sehr wichtig, sie sind sozusagen das Handwerkszeug", erklärt Engelhardt. Ein guter Pinsel sollte abgerundet sein, damit er die Haut nicht reizt. Die Visagistin geht von Tisch zu Tisch und nimmt sich Zeit, den Teilnehmerinnen individuelle Tipps zu geben. Sie schaut, ob die Frauen die Techniken richtig anwenden, und hilft, wenn etwas beim ersten Mal noch nicht funktioniert.

Nach dem Augen-Make-up kommt der "Frischekick"

Nach dem Augen-Make-up kommt der Rouge-Pinsel zum Einsatz. Der "Frischekick" wird auf die höchste Stelle der Wange aufgetragen und verstrichen. Von der roten Farbe erwischen gleich mehrere Frauen zu viel. Fröhlich lachend reichen sie die Box mit Papiertüchern durch den Raum, um wieder einige Partikel abzutupfen. "Das Rouge haben wir vorher immer falsch aufgetragen", erzählen Livia (16) und Lorina (18), die gemeinsam mit ihrer Mutter Gerhild Repp-Milde zum Kurs gekommen sind. Die drei sind sich einig: "Der Kurs hat Spaß gemacht und war sehr informativ."

Auch Repp-Mildes Schwester Iris Repp ist zufrieden. Während sie ihre Lippen zuerst vorsichtig mit einem roten Konturstift umrahmt und dann mit Farbe füllt, sagt sie: "Das Schminken sieht immer so leicht aus, jetzt merkt man, wie schwer das ist. Ich schminke mich jeden Tag. Der Kurs hat mir Anregungen gegeben, ein bisschen etwas anders zu machen." Am Ende des Kurses blickt Beate Engelhardt in zufriedene, perfekt geschminkte Gesichter.

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