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Armin Häuser (l.) im Gespräch mit den Geschäftsführenden Gesellschaftern, Günter (2. v. .) und Dirk Hinkel.

Nachhaltige Konzepte für klimaneutrales Mineralwasser

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Bad Vilbel (pm). Im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftspolitik und Umweltschutz bewegte sich CDU-Bundestagskandidat Armin Häuser anlässlich eines Besuchs bei der Hassia-Gruppe. Mit einer Mehrwegquote von über 90 Prozent leistet das 1864 gegründete Familienunternehmen - mit inzwischen bundesweitem Verbreitungsgebiet - einen erheblichen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften.

Dafür benötige das Unternehmen aber auch 80 Prozent seines Betriebsgeländes und -vermögens, berichtet die CDU in einer Pressemitteilung. »Eine Vermögenssteuer würde uns außerordentlich treffen«, betonten die Geschäftsführenden Gesellschafter Günter Hinkel und Dirk Hinkel. Häuser versicherte ihnen, dass es eine Vermögenssteuer mit der CDU nicht geben werde.

Seit 1972 am Vilbeler Stadtrand

Beim Rundgang durch das 148 000 Quadratmeter große Betriebsgelände wurde deutlich, dass für die nachhaltigen Mehrwegsysteme ein höherer Flächenbedarf besteht, als für Einwegsysteme.

Große Lager und ausgefeilte Reinigungsanlagen sind notwendig, um zurückgegebene Mehrwegflaschen vorzuhalten und zu säubern. PET-Flaschen lassen sich dagegen auf relativ kleinem Raum aus Rohlingen in die gewünschte Form bringen. In der mehr als 150-jährigen Firmengeschichte sind vor allem die vergangenen 50 Jahre von Veränderung und Expansion geprägt.

1972 verlegte Günter Hinkel den Firmenstandort nach Bad Vilbel und errichtete dort einen der modernsten Brunnenbetriebe der damaligen Bundesrepublik.

Die Fusion mit dem benachbarten Luisen-Brunnen 1982 und die Gründung der Lichtenauer Mineralquellen in Sachsen in 1990, leiteten die Entwicklung zur Hassia-Gruppe ein.

Diese wurde, zuletzt zu Beginn dieses Jahres, um drei kleinere Unternehmen (Carolinen Brunnen, Gaensefurther Schloss Quelle, Güstrower Schlossquell) erweitert. Zur Hassia-Gruppe gehören damit aktuell neben den Hassia Mineralquellen zehn Brunnenbetriebe in ganz Deutschland.

Am Standort Bad Vilbel sind rund 550 Mitarbeiter beschäftigt. In den acht Abfüllanlagen können täglich bis zu vier Millionen Liter abgefüllt werden, die drei automatischen Hochregallager fassen bis zu 67 000 Paletten mit 30 Millionen Flaschen. Zum Marken-Produktsortiment gehören neben Mineralwasser auch Limonaden, Schorlen, Fruchtsaftgetränke sowie Eistee , heißt es in der Pressemitteilung der CDU.

Wenig Kurzarbeit im Lockdown

Den coronabedingten Lockdown habe man trotz deutlichen Umsatzeinbußen einigermaßen verkraftet, sagte Dirk Hinkel. Kurzarbeit sei letztlich »nur« bei den Außendienstmitarbeitern notwendig geworden, deren Kunden in Hotellerie und Gastronomie geschlossen hatten. »Wir wünschen uns allerdings sehr, dass ein weiterer Lockdown nicht notwendig wird«, betonte er Mit einem unternehmenseigenen Hygienekonzept tue man, was man könne, um den bestmöglichen Beitrag zur Verhinderung eines weiteren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stillstands zu verhindern.

Häuser zeigte sich davon ebenso beeindruckt, wie von der 2020 etablierten klimaneutralen Produktion am Standort sowie der im Januar 2021 erreichten Klimaneutralität »aller Mineralwässer des Hauses über den gesamten Lebenszyklus hinweg«.

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