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Allen Kindern soll das Erlernen eines Musikinstrumentes ermöglicht werden. Zu Beginn des Projekts ging das pandemiebedingt noch gut in den Klassenräumen.

»Musik für alle« im Corona-Jahr

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Bad Vilbel (pm). Die Stadtkapelle hat mit Beginn des aktuellen Schuljahres zusammen und in Kooperation mit der John-F.-Kennedy-Schule (JFK) und dem dort angegliederten Förderverein ein besonderes Projekt ins Leben gerufen: Das Projekt »Musik für alle« wird im Rahmen des Nachmittagsprogramms an der John-F.-Kennedy-Schule angeboten.

Ziel dieses Projektes ist es, allen Kindern, unabhängig von ihrer Bildungs- und sozialen Herkunft, das Erlernen eines Musikinstrumentes anzubieten. Möglich geworden war dies durch eine Förderoffensive des Bundesministeriums für Bildung und Forschung innerhalb des Programms »Kultur macht stark«.

Der Projektstart sei zu Beginn trotz der dann schon vorherrschenden schwierigen Corona-Bedingungen sehr gut angelaufen, teilen die Verantwortlichen mit. Dann kam der Herbst, und ein Unterricht mit Blasinstrumenten sei in den Räumen der Schule aus bekannten Gründen nicht mehr möglich gewesen. Der Unterricht sei trotzdem weitergelaufen: Im Freien auf dem Schulhof war es noch erlaubt, und das Wetter hätte es ziemlich lange gut mit den angehenden Nachwuchsmusikern gemeint.

Leider sei es draußen irgendwann zu kalt geworden, und dann kam der nächste Lockdown. Was nun? Aufgeben sei für die Organisatoren keine Option gewesen, nachdem man sich über die genehmigten Fördergelder so sehr gefreut habe. Es sei überlegt worden, ob der Unterricht auch online funktionieren könnte. Also habe man das trotz anfänglicher Skepsis einfach ausgetestet. »Natürlich wäre ein normaler Präsenzunterricht wesentlich besser, und allein die Internetverbindungen sind für ein gemeinsames Proben nicht gerade ideal«, sagen die Organisatoren. Also stehen alternativ vorrangig Notenlehre, Rhythmusübungen, Ansatzübungen oder das Einstudieren erster leichter Melodieübungen auf dem abwechslungsreichen Unterrichtsplan.

Der Wunsch und die Hoffnung, dass ein Proben in der Schule bald wieder möglich sein wird, sei bei allen Beteiligten groß. Schließlich möchte man es bis zum Ende des Schuljahres noch schaffen, die ersten Musikstücke soweit einstudieren zu können, dass die Kinder das Erlernte bis zum Sommer vielleicht bei der einen oder anderen Gelegenheit auch einmal vorführen können.

Vonseiten der Stadtkapelle und der Schulleitung der Kennedy-Schule sei geplant, das Projekt auch im kommenden Schuljahr fortzuführen, sofern eine Förderung durch die Initiative »Kultur macht stark« erneut genehmigt und dadurch eine Teilnahme wieder allen Schülern - sogar ohne finanzielle Eigenbeteiligung - ermöglicht werden könne.

Der größte Wunsch sei aber, dass bis dahin die Corona-Pandemie soweit unter Kontrolle ist, dass ein gemeinsames Musizieren, nicht nur in der Schule, sondern überhaupt für alle Musiker wieder möglich sein wird.

Kinder, die ab dem nächsten Schuljahr auf die John-F.-Kennedy-Schule gehen werden, finden auf der Homepage der Schule weitere Informationen zu diesem Projekt.

Im Herbst ist der Unterricht einfach nach draußen verlegt worden. Jetzt läuft er online - soweit das möglich ist.

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